Tschernobyl (CTD)

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Die beinahe Nuklearkatastrophe von Tschernobyl

Am 26. April 1986 in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat, hätte sich beinahe eine nukleare Katastrophe des höchsten Typs ereignet. Anatoli Stepanowitsch Djatlow wurde sofort aus seinem Amt als Leiter für Sicherheit entlassen, als bei einer Simulation massiv gegen die geltenden Sicherheitsvorschriften verstoßen wurde. Es kam zu einem kurzen Leistungsanstieg, der beinahe zu einer Explosion geführt hätte. Schichtleiter Aleksandr Akimov konnte dies aber durch eine Schnellabschaltung des Reaktors verhindern.

Innerhalb eines Radius von 100 Kilometern um den Atomreaktor wurden erhöhte Becquerel Werte festgestellt. Unter anderem von den Isotopen 137C mit einer Halbwertszeit (HWZ) von rund 30 Jahren und 131I (HWZ: 8 Tage). Dies führte in den anschließenden Jahren zu vermehrten Krankheitsbildern wie etwa Krebs und Leukämie. Interessant war, dass auf den Wiesen in der Nähe des AKWs vermehrt Pflanzen wuchsen, die eigentlich selten waren, etwa vierblättrige Kleeblätter. Weitere Veränderungen an der Umwelt wurden nicht gemeldet, sind aber nicht gänzlich auszuschließen.

Aufgrund dieses Vorfalles wurde das Atomprogramm des Deutschen Staatenbundes stark überarbeitet und auch teilweise auf Eis gesetzt. Zu diesem Zeitpunkt begann man über den Ausstieg aus der Atomenergie nachzudenken und nach erneuerbaren Energien zu forschen.
Die Sowjetunion hingegen spielte den Vorfall herunter. Nichts desto trotz verstärkte sie die Sicherheitsvorkehrungen in all ihren Atomkraftwerken, um kein zweites Moskau entstehen zu lassen.