Tipps & Tricks

Aus Tom's Wiki
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allgemeine Informationen

  • Gut ist es, wenn man sich eine Storyline aufbaut. Das heißt: Einfach den Verlauf eurer Geschichte (auch oder vor allem, wenn man sie noch nicht geschrieben hat) in Stichpunkten aufschreiben. Damit sollte man den Faden nicht verlieren und so erhält man eine bessere Übersicht.
  • Gut ist es auch, wenn man sich wichtige Fakten aufschreibt, so dass man sich nicht im Verlauf der Story "verheddert". Zum Beispiel man schreibt im 1. Kapitel dass eine Person in der Main Street wohnt und später schreibt man im 13. Kapitel das dieselbe Person in der Green Street wohnt. So verhindert man Missverständnisse.
  • Bitte nicht Drehbuchartig schreiben. Also nur im Dialogstil. So was finde ich persönlich, und ich denke auch viele Leser, langweilig. Auf jeden Fall versucht Gefühle rein zubringen. z.B. nicht einfach schreiben: Rory sah Logan das erste mal nach einem Jahr wieder und sagte "Hallo", sondern versucht zu beschreiben was sie in diesem Moment fühlt, was sie denkt. z.B. Ihr Herz schlug schneller, sie hatte so lange auf diesen Moment gewartet ihn wieder bei sich zu haben, ihn wieder in die Arme zu schließen. Und jetzt war er endlich da. Oder so was in der Art.
  • Umschreibt paar Sachen und werft sie nicht einfach so dahin. z.B. anstatt zu sagen es war neblig, schreibt: Ein weißer, dichter Schleier erhob sich über der Stadt.
  • Ich hatte ja selbst anfangs Schwierigkeiten sie lang zu machen. Also man sollte eben, wie schon gesagt, mehr umschreiben. Dabei sollte man aber nicht ins kitschige groschenroman-getue verfallen. Aber beim durchlesen merkt man das ja meistens. Denke ich jedenfalls. Am besten ist es, viiiele, viele Adjektive zu benutzen. Wenn Personen beschrieben werden könnte man auch so was schreiben wie: ... sagte Lorelai und zupfte ihre Bluse zu recht Das ist zwar für den Handlungsstrang absolut unwichtig, macht es dem Leser aber leichter ein Bild im Kopf zu haben.
  • Noch was wichtiges: Absätze!!! Es ist so was von mühsam sich durch riesige Texte zu kämpfen, die scheinbar ohne Punkt und Komma hingeklatscht wurden! Lieber zu viele Absätze machen, als Blocktexte zu verfassen. Bin da zwar auch nicht gerade das Paradebeispiel für, aber man sollte es sich wirklich zu Herzen nehmen.

Aufbau

  • Bevor du beginnst eine Geschichte zu schreiben mach dir einige Notizen um den Aufbau und den Hintergrund der Geschichte.
  • Hast du dies erledigt, dann überlege dir, wie du die Geschichte vorstellen möchtest. Eine gute Einleitung ist immer wertvoll, da sie potentielle Leser animiert eben zu lesen.
  • Der Prolog sollte eine erweiterte Vorstellung bzw. Einführung in die Geschichte sein. Du kannst auch die Vorgeschichte zur aktuellen Handlung schreiben (was ist passiert, um eben so zu sein, wie es jetzt ist) oder den Hauptcharakter vorstellen.
  • Das erste Kapitel sollte (muß aber nicht zwangsweise) auf dem Prolog aufbauen.
  • Die länge eines Kapitels sollte mindestens drei DIN A4 Seiten umfassen. Die Schreibeinstellung dazu wäre Courier New 10pt oder Times New Roman 12pt (sofern man keine Normseite eines Verlages zur Verfügung hat).
  • Nie vergessen: Bevor du eine Geschichte veröffentlichst immer Korrektur lesen! Entweder selber oder / und von anderen Personen.

Schreibblockade

Speedwriting

Auch wenn es so klingt, als sei das eine Idee des Amerikaners – das Speedwriting habe ich mir ausgedacht, und zwar kam mir die Idee ursprünglich in der Form des Parallel-Speedwriting.
Zunächst die einfache Form:
Du setzt dich an den Monitor, öffnest die Seite, an der du weiterschreiben müsstest und liest den letzten Absatz durch. Dann schließ die Augen und lass die Finger völlig ohne System über die Tastatur zappeln. Das ist zum einen eine Lockerungsübung, die deiner inneren Nervensäge suggeriert, dass ja alles gar nicht schlimm ist, und es sich schon gar nicht um Arbeit handelt. Zum anderen steckt in der Ansammlung zufällig angeordneter Buchstaben meist etwas, das eine Assoziationskette auslöst. Schreib jetzt alles auf, was zu deinem eigentlichen Text passt, ganz schnell und ohne nachzudenken. Editiert wird später. Du wirst sehen, dass es schon allein dadurch vorangeht, dass du dich schreibend mit dem Text beschäftigst, aber gleichzeitig so tust, als sei es nicht wichtig. Alles, was dich zum Schreiben bringt, ist gut!

Parallel-Speedwriting

Das Parallel-Speedwriting geht noch einen Schritt weiter: Wie der Name schon sagt, schreibst du parallel an verschiedenen Texten; das können zwei oder mehr sein, je nachdem, was anliegt. Bei mir aktuell ein Krimi, ein Jugendbuch, eine Kurzgeschichte, ein Magazinartikel.
Alle Dokumente sind offen, und ich switche alle paar Sätze zu einem anderen Projekt. Das klingt verrückt, und ich sage auch nicht, dass damit druckreife Texte entstehen. Aber es ist eine Möglichkeit a) um wieder hineinzufinden und b) etwas zu produzieren, das später editiert werden kann. Im schlechtesten Fall landet der Kram im Papierkorb, und du weißt, was du NICHT schreiben willst (und das ist ja auch schon was), im besten Fall bist du eine oder mehrere Seiten weiter. Dabei spielt es auch keine Rolle, welches Projekt dabei ‚das Rennen macht’. Denn an einem wirst du über kurz oder lang hängen bleiben. Wichtig ist nur, so schnell wie möglich zu schreiben, am besten ohne nachzudenken.

Die 45 Minuten Methode

Das Prinzip ist ganz einfach: Man benötigt lediglich eine Eieruhr, einen digitalen Wecker, oder - was natürlich viel eleganter ist, einen Wecker im Computer. Da kann ich das -> ”Timerle” empfehlen. Den Namen hat sich garantiert ein Schwabe ausgedacht *g*, und der kleine Computerwecker ist auch sehr sparsam ausgestattet, was aber von großem Vorteil ist, da somit supereinfach bedienbar. Und der Küchenwecker kann bleiben wo er ist, nämlich in der Küche :-)
Ferner lege ich mir, bevor ich mit der Arbeit starte, alles zurecht, was ich in der nächsten Dreiviertelstunde brauchen werde: Eine Tasse meines unverzichtbaren Schwarztees, Printunterlagen, die ich möglicherweise brauchen könnte, Stifte und Papier (wenn ich zeichne), und so weiter. Eine Liste der Tätigkeiten, die ich an diesem Tag erledigen möchte / will, habe ich auch vor mir. Dann stelle ich das Timerle und lege los. Der Vorteil ist, dass ich so viel wie möglich in der festgelegten Zeit schaffen will, und mich somit wesentlich besser auf die Arbeit konzentriere, als wenn ich mit “open end” prokrastiniere arbeite.
Schön auch, dass der Wechsel zwischen unterschiedlichen Texten auf diese Art wesentlich leichter fällt, weil ich durch den Zeitdruck stark fokussiere und mich auch durch incoming mail nicht ablenken lasse. Mit der 45-Minuten-Regel ist es mir möglich, erst am Krimi zu arbeiten, als nächstes zu bloggen, dann einen Magazin-Beitrag zu schreiben, schließlich den zweisprachigen Mädchenroman in Angriff zu nehmen, um anschließend zu einem non-fiction-Text zu switchen. So habe ich Abwechslung (bei Hypies wie mir extrem wichtig *g*) und trotzdem einen gewissen Druck, auch wenn er selbstgemacht ist. Aber das Timerle klingelt unerbittlich in drei Minuten, und wenn ich bis dahin den Beitrag hier nicht fertig habe, dann muss der letzte Teil - und somit auch meine Leser - warten, und das wäre doch schade

Der Arbeit den Stellenwert geben, den sie verdient.

In dieser Serie wird langsam deutlich, dass die so genannte Schreibblockade ganz häufig vor allem in dem Problem besteht, sich vor der Arbeit drücken zu wollen. So tut der Autor also alles mögliche andere, um bloß nicht anfangen zu müssen (natürlich gibt es auch andere Formen der Schreibblockade, doch dazu mehr in einem anderen Beitrag).
Vermutlich ist das Homeoffice der häufigste Arbeitsplatz von Autoren; vielleicht noch der Küchentisch. In ein externes Büro gehen wahrscheinlich nur wenige. Und so kommt es, dass der eine oder andere morgens verpennt noch im Bett nach dem Notebook greift und erstmal Mails checkt und twittert. Oder schaut, was in den Nachbarblogs so abgeht. Und sich bei Youtube ein paar Videos reinzieht. Vielleicht öffnet er sogar das Dokument mit dem aktuellen Manuskript, aber minimiert es dann ganz schnell wieder.
Natürlich kann soll und darf man sich um Mails und Videos kümmern, aber letztlich muss man auch in der Lage sein, damit wieder aufzuhören. Und das fällt im Bett, oder in Schlumpsklamotten am Küchentisch viel schwerer, als würde man sich aufbrezeln und ins Büro fahren. Das liegt ganz einfach daran, dass der Geist überhaupt nicht auf Arbeit eingestellt ist, wenn man ihn nicht darauf vorbereitet. Da sich jedoch nicht jeder Autor ein externes Büro leisten kann und will, müssen wir den Geist eben ein wenig austricksen, und so tun als ob.

In der Mitte anfangen

Raindrops keep falling on my head… Sorry, aber dieses Dauerregengepiesel über meinem Kopf auf dem Dachfenster macht mich ganz rammdösig. Zeit, einen neuen Beitrag zu Thema Schreibblockade zu verfassen ;-)

Normalerweise beginnt jeder Mensch einen Text mit dem Anfang. Sollte man meinen. Wenn einem das Thema locker von der Hand geht, ist das auch weiter kein Problem, aber wer hat nicht schon einmal diesen Satz gehört:

Die Angst des Autors vor dem weißen Blatt.

Ob Blatt oder Monitor ist egal: Der erste Satz kann einen gelegentlich um den Verstand bringen. Aber warum dann nicht einfach etwas hinschreiben, damit etwas da steht und das Blatt nicht mehr weiß ist? Darum lautet mein Tipp für heute:

In der Mitte anfangen

Das gilt für alle Texte, ob es sich um einen Magazinbeitrag handelt oder um einen Roman. Es ist hilfreich das zuerst zu schreiben, zu dem man den besten Zugang hat, bzw. was einem am leichtesten fällt. Bei Sachtexten kann man beispielsweise anschließend als Einleitung so etwas wie eine kurze Zusammenfassung schreiben, weil ja dann schon klar ist, was man im Text von all den Infos verwenden konnte, die man zuvor gesammelt hatte.

Bei einem längeren Text, hat es sich ohnehin bewährt, zu Beginn eine Gliederung zu schreiben. So weiß der Autor, was in welchem Kapitel passiert, und kann sich die Szenen zuerst herauspicken, die am meisten Spaß machen.

Ich hatte beispielsweise in “San Francisco Love Affair” eine Szene, in der die Eltern der beiden Protagonisten eine große Rolle spielen. Ein Überzeugungsgespräch am Küchentisch, sozusagen. Ich habe es gehasst! Es kam im ersten Viertel des Buches, und ich habe tagelang Ausflüchte beim Schreiben gesucht. Bis ich gesagt habe, okay, dann schreibe ich die verdammte Szene eben ganz am Schluss. Die anderen Szenen und Kapitel waren kein Problem, und aus dem, was ich dann wusste, konnte ich am Ende relativ einfach die Küchentischszene entwickeln. Peng, fertig.

Also Leute, quält euch nicht mit ersten Sätzen und verhassten Szenen, bevor Ihr richtig in der Arbeit drin seid, sonst hält das u.U. ewig auf. Nix wie mitten reingesprungen in die Tiefe des Projekts, und dann klappt’s auch mit dem Anfang :-)

Daily Word Count Target

Die Deadline ist noch nicht nah genug für den ultimativen Druck? Und trotzdem mogelt ihr euch an der Arbeit vorbei? Da die meisten sog. Schreibblockaden schlicht im Nicht-Anfangen-Können begründet sind, suche ich am liebsten Tricks heraus, die mich entweder zum Anfangen zwingen, oder mir den Einstieg zumindest schmackhaft machen. Das ist dann hoffentlich auch was für euch: Ywriter