Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Mein Eindruck von Kapitel 16 bis 20 ist insgesamt ziemlich positiv. Der Abschnitt fühlt sich wie eine deutliche Weiterentwicklung der Geschichte an, weil Julian inzwischen nicht mehr nur auf die Ereignisse reagiert, sondern zunehmend selbst die Initiative übernimmt. Besonders gut funktioniert dabei seine Entwicklung: Sein schwarzer Humor und seine Gleichgültigkeit gegenüber dem eigenen Tod wirken inzwischen weniger wie reine Comedy und immer stärker wie die Konsequenz dessen, was die Zeitschleife mit ihm gemacht hat.
Auch die Dynamik zwischen Julian, Christina, Kim und Sandra wird in diesen Kapiteln deutlich stärker. Die vier wirken zunehmend wie ein echtes Team, ohne dass ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten verloren gehen. Gleichzeitig gefällt mir, dass Julians Pläne zwar clever sind, aber keineswegs reibungslos funktionieren. Dadurch bleibt trotz seiner Loop-Erfahrung eine gewisse Unberechenbarkeit erhalten.
Am stärksten finde ich allerdings die Entwicklung des eigentlichen Mysteriums. Die Geschichte beginnt in diesem Abschnitt, ihre bisherige Handlung deutlich zu überschreiten. Militär, Palmer und der Kristall wirken zunehmend wie Teile eines viel größeren Problems. Kapitel 20 setzt dafür einen besonders starken Akzent, weil die Bedrohung plötzlich eine völlig andere Größenordnung bekommt.
Der einzige Punkt, bei dem ich inzwischen etwas aufpassen würde, ist die Menge an offenen Geheimnissen. Die Kapitel machen sehr neugierig, aber irgendwann müssen die ganzen Hinweise – Time Loop, Chronotonen, Kristall, Palmer, Armband, Plage, Omega und Sigma – auch miteinander verbunden werden. Wenn die späteren Kapitel diese Dinge sauber zusammenführen, funktioniert der Aufbau rückwirkend sehr gut.
Auch die Dynamik zwischen Julian, Christina, Kim und Sandra wird in diesen Kapiteln deutlich stärker. Die vier wirken zunehmend wie ein echtes Team, ohne dass ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten verloren gehen. Gleichzeitig gefällt mir, dass Julians Pläne zwar clever sind, aber keineswegs reibungslos funktionieren. Dadurch bleibt trotz seiner Loop-Erfahrung eine gewisse Unberechenbarkeit erhalten.
Am stärksten finde ich allerdings die Entwicklung des eigentlichen Mysteriums. Die Geschichte beginnt in diesem Abschnitt, ihre bisherige Handlung deutlich zu überschreiten. Militär, Palmer und der Kristall wirken zunehmend wie Teile eines viel größeren Problems. Kapitel 20 setzt dafür einen besonders starken Akzent, weil die Bedrohung plötzlich eine völlig andere Größenordnung bekommt.
Der einzige Punkt, bei dem ich inzwischen etwas aufpassen würde, ist die Menge an offenen Geheimnissen. Die Kapitel machen sehr neugierig, aber irgendwann müssen die ganzen Hinweise – Time Loop, Chronotonen, Kristall, Palmer, Armband, Plage, Omega und Sigma – auch miteinander verbunden werden. Wenn die späteren Kapitel diese Dinge sauber zusammenführen, funktioniert der Aufbau rückwirkend sehr gut.
Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Wenn man Kapitel 21 bis 24 zusammen betrachtet, wirkt der Abschnitt inzwischen ziemlich klar wie der Übergang vom normalen Zeitloop-Abenteuer zum eigentlichen Endgame der Geschichte. Kapitel 21 baut die große Allianz auf, Kapitel 22 eskaliert das Ganze zum offenen Krieg, Kapitel 23 lässt praktisch alles scheitern und Kapitel 24 startet den nächsten Anlauf mit einem deutlich besseren Plan. Insgesamt gefällt mir dieser Abschnitt ziemlich gut, weil Julian hier spürbar von einem Typen, der irgendwie versucht zu überleben, zu jemandem wird, der aktiv versucht, die Ereignisse zu kontrollieren.
Kapitel 21 ist dabei vor allem wichtig, weil die Geschichte erstmals richtig auf die große Zusammenarbeit zuläuft. Julian, Palmer, Sigma und die Außerirdischen werden zunehmend miteinander verbunden und die Handlung bekommt eine viel größere Dimension. Das funktioniert grundsätzlich gut, weil die Bedrohung inzwischen so groß geworden ist, dass ein einzelner Protagonist sie gar nicht mehr lösen könnte. Gleichzeitig wird hier aber auch ein Problem der Geschichte sichtbar: Es gibt mittlerweile verdammt viele Parteien, Technologien und Bedrohungen. Militär, Kurzmann, Palmer, Julian, Aliens, Sigma, Zeitloop, Chronoton-Technologie und später noch das planetengroße Wesen – das ist eine Menge. Solange die einzelnen Elemente klar miteinander verbunden bleiben, funktioniert es. Wenn nicht, kann es schnell so wirken, als würde immer einfach noch eine größere Sache aus dem Hut gezogen.
Kapitel 22 fand ich dann vor allem wegen der Action stark. Der Konflikt mit Kurzmann wird persönlicher und Julian ist nicht mehr einfach nur passiver Spielball. Der Kampf fühlt sich dadurch relevanter an. Gleichzeitig merkt man hier aber auch die größte Schwäche der Actionpassagen: Es passiert teilweise unglaublich viel auf einmal. Exoskelette, Plasmawaffen, Aliens, verschiedene technische Systeme, Soldaten und Spezialfähigkeiten sorgen für ordentlich Spektakel, aber manchmal ist schwer nachzuvollziehen, wer gerade wo steht, was genau passiert und warum eine bestimmte Waffe plötzlich funktioniert oder nicht funktioniert. Gerade weil die Geschichte später mit noch größeren Waffen arbeitet, wäre es sinnvoll, die technischen Regeln etwas sauberer festzulegen.
Kurzmann selbst funktioniert als Gegner ziemlich gut, weil er nicht einfach nur „böse“ ist, sondern für Julian inzwischen eine persönliche Bedrohung darstellt. Sein Problem ist eher, dass seine Fähigkeiten teilweise so extrem wirken, dass man irgendwann erklären muss, wo seine Grenzen liegen. Besonders seine scheinbare Unsterblichkeit beziehungsweise die Wirkung des Zeitarmbands muss sauber erklärt werden. Kapitel 23 liefert dafür immerhin eine wichtige Lösung, weil Julian und Jake das Armband entfernen können und Kurzmann dadurch seine besondere Fähigkeit verliert.
Kapitel 23 ist für mich dann der stärkste Wendepunkt der vier Kapitel. Hier wird endlich richtig deutlich, dass die bisherigen Erfolge möglicherweise überhaupt nichts wert sind. Kurzmann wird besiegt, Jake opfert sich für Christina, Christina tötet Kurzmann und Julian steht unmittelbar davor, den Kristall zu berühren – und dann kommt Palmer und erklärt ihm, dass sein bisheriges Verständnis des Resets möglicherweise falsch ist. Das ist ziemlich stark, weil die Geschichte dadurch ihre eigenen Regeln infrage stellt.
Palmer ist für mich überhaupt eine der interessantesten Figuren in diesem Abschnitt. Seine Aussage, dass Julian beim Reset möglicherweise einfach verschwindet, während der Kristall, die Toten und die Apokalypse bestehen bleiben, verändert die gesamte Bedeutung des Loops. Gleichzeitig ist genau das aber auch eine der größten offenen Fragen. Warum sollte Palmer damit recht haben? Welche Daten hat er tatsächlich? Warum hat er diese Erkenntnis erst jetzt? Und kann er überhaupt wissen, was nach Julians Tod beziehungsweise einem Reset passiert? Wenn seine Aussage später einfach als Tatsache bestätigt wird, muss die Geschichte erklären, wie Palmer zu diesem Wissen gelangt ist.
Sehr gut funktioniert dagegen Palmers Befehl zur Kapitulation. Dadurch beweist er zumindest praktisch, dass er nicht einfach nur irgendeinen Unsinn erzählt. Er übernimmt nach Kurzmanns Tod tatsächlich die Kontrolle und beendet den Kampf. Dadurch bekommt seine Figur plötzlich eine ganz andere Bedeutung.
Dann kommt natürlich das planetengroße Tentakelwesen. Das ist völlig bescheuert groß – aber inzwischen auf eine Art, die ich ziemlich passend finde. Die Geschichte hat zu diesem Zeitpunkt ohnehin sämtliche normalen Maßstäbe verlassen. Das Problem ist weniger die Größe des Wesens als die Frage, welche Regeln dafür gelten. Was genau ist Sigma? Woher kommt dieses Wesen? Warum ist es so mächtig? Warum kann es einen ganzen Planeten verschlingen? Und vor allem: Warum sollte sein Tod einen Zeitreset auslösen? Genau diese Fragen müssen irgendwann beantwortet werden, sonst besteht die Gefahr, dass Sigma am Ende einfach wie ein beliebiger „größter Boss aller Zeiten“ wirkt.
Das Ende von Kapitel 23 ist dafür emotional ziemlich stark. Julian verliert trotz aller Bemühungen und stirbt mit dem Gedanken, versagt zu haben. Dass er sich sogar wünscht, die schwarze Leere möge diesmal bleiben, zeigt, wie fertig er inzwischen psychisch ist. Das ist wichtig, weil die Geschichte damit nicht nur die äußere Bedrohung steigert, sondern auch Julians inneren Zustand.
Kapitel 24 gefällt mir dann gerade deshalb so gut, weil es nicht einfach wieder bei null anfängt. Julian nimmt das Wissen aus dem vorherigen Loop mit und verändert den Ablauf massiv. Er versucht diesmal nicht, alles alleine zu lösen, sondern bringt Palmer und die Aliens zusammen. Das ist meiner Meinung nach die wichtigste Charakterentwicklung dieses Abschnitts. Julian erkennt langsam, dass seine Stärke nicht darin besteht, jede Schlacht selbst zu gewinnen, sondern die richtigen Leute zusammenzubringen.
Auch die Christina-Handlung bekommt hier deutlich mehr Gewicht. In Kapitel 23 kommt es zum Liebesgeständnis, und Kapitel 24 zeigt, dass diese Beziehung tatsächlich etwas mit Julian macht. Besonders seine Unsicherheit darüber, ob Christina ihn außerhalb dieser ganzen Apokalypse überhaupt mögen würde, finde ich gut. Er hält sich selbst für einen nutzlosen Arbeitslosen, während Christina ihn aufgrund seiner tatsächlichen Handlungen beurteilt. Das gibt Julian endlich etwas mehr Persönlichkeit außerhalb von Kämpfen und Zeitreisen.
Gleichzeitig steckt genau bei Christina eines der größten ungeklärten Probleme. Sie erinnert sich offenbar nicht bewusst an den vorherigen Loop, empfindet aber trotzdem Gefühle für Julian und hat sogar bereits mit Jake Schluss gemacht. Woher kommen diese Gefühle? Wenn der Reset wirklich alles zurücksetzt, dürfte Christina davon eigentlich nichts wissen. Wenn emotionale Veränderungen oder Entscheidungen über den Reset hinweg bestehen bleiben können, dann ist das eine extrem wichtige Regel des Systems. Und dann stellt sich sofort die nächste Frage: Was bleibt sonst noch aus vergangenen Loops erhalten?
Das ist überhaupt das zentrale Logikproblem: Was genau wird beim Reset zurückgesetzt und was nicht?
Julian behält Erinnerungen. Offenbar können aber auch andere Dinge beeinflusst werden. Palmer hat neue Informationen. Kurzmann kann möglicherweise anders behandelt werden. Christina entwickelt Gefühle. Und in Kapitel 24 ist der neue Ablauf bereits deutlich anders als die vorherigen. Das ist grundsätzlich spannend, aber die Regeln müssen irgendwann klar werden. Sonst kann später praktisch alles mit „der Loop funktioniert halt so“ erklärt werden.
Ein zweites großes Fragezeichen ist Palmer selbst. Seine Aussagen über den Reset sind potenziell extrem wichtig. Gleichzeitig weiß man noch nicht, ob er wirklich die Wahrheit kennt oder nur eine plausible Theorie aufstellt. Seine wissenschaftliche Kompetenz macht ihn glaubwürdig, aber er kann unmöglich automatisch alles über eine metaphysische Zeitschleife wissen. Ich würde diese Unsicherheit deshalb unbedingt beibehalten, bis die Geschichte eine echte Erklärung liefert.
Ein weiteres Problem ist die Technik. Die Geschichte hat inzwischen eine ganze Sammlung an extrem mächtigen Waffen. Die Menschen besitzen den Ripper, die Aliens den Hammer der Götter, dazu gibt es Plasmawaffen, Exoskelette, Arm-Panzer, Teleporter und weitere Prototypen. Das ist unterhaltsam, aber irgendwann muss erklärt werden, warum man diese Waffen nicht schon früher eingesetzt hat beziehungsweise warum bestimmte Probleme nicht einfach mit einer dieser Technologien gelöst werden können. Besonders beim Ripper und Hammer der Götter wird das wichtig. Wenn beide wirklich planetenvernichtende Waffen sind, warum gibt es dann überhaupt noch einen Kampf? Die Antwort ist momentan: Sie brauchen Zeit, müssen treffen und das Wesen könnte den Zyklus zurücksetzen. Das reicht erstmal, aber die Geschichte sollte daraus keine beliebig verschiebbare Regel machen.
Auch der Zeitablauf in Kapitel 24 ist momentan inkonsistent. Nach dem Treffen mit den Aliens heißt es, es seien noch sieben Stunden übrig. Später wird erwähnt, dass drei Stunden vergangen sind und nur noch drei weitere bleiben. Das müssten vier Stunden sein. Gerade bei einer Geschichte mit einem zentralen Countdown ist das ein Fehler, den ich korrigieren würde.
Dann gibt es noch die Frage nach Jake. Sein Tod in Kapitel 23 funktioniert emotional und gibt Christina einen glaubwürdigen Grund, sich endgültig von ihm zu lösen. Trotzdem passiert der Wechsel von Jake zu Julian extrem schnell. Kapitel 24 versucht das dadurch abzufangen, dass Christina schon vor diesem Loop mit Jake Schluss gemacht hat. Damit wird die Beziehung etwas glaubwürdiger, gleichzeitig verschiebt sich aber das Problem wieder auf die Loop-Regeln: Warum wusste Christina das beziehungsweise warum hat sie diese Entscheidung getroffen?
Und dann ist da noch Sandra. Julian weiß aus früheren Loops, dass Sandra Gefühle für ihn hatte beziehungsweise dass zwischen ihnen andere Beziehungen möglich waren. Christina weiß davon offenbar nichts. Das ist ein potenziell interessanter emotionaler Konflikt, der bisher nur angedeutet wird. Wenn Sandra weiterhin Gefühle für Julian hat, obwohl Julian sich jetzt für Christina entschieden hat, könnte daraus später noch einiges entstehen. Wenn nicht, sollte irgendwann erklärt werden, warum gerade diese Variante des Loops anders läuft.
Was ich an Kapitel 21 bis 24 insgesamt besonders gut finde, ist die zunehmende Konsequenz der Handlung. Die Geschichte fühlt sich inzwischen nicht mehr wie eine Aneinanderreihung von „noch ein Gegner, noch eine Waffe, noch ein stärkeres Monster“ an. Zumindest in Kapitel 24 entsteht endlich ein strategischer Zusammenhang: Die Menschen brauchen die Aliens, die Aliens brauchen die Menschen, Palmer braucht Zeit, Julian verbindet die Parteien und alle müssen gleichzeitig herausfinden, wie sie verhindern, dass der Tod des Wesens wieder den Zyklus zurücksetzt.
Das ist eigentlich ein ziemlich guter Endgame-Aufbau.
Kapitel 21 ist dabei vor allem wichtig, weil die Geschichte erstmals richtig auf die große Zusammenarbeit zuläuft. Julian, Palmer, Sigma und die Außerirdischen werden zunehmend miteinander verbunden und die Handlung bekommt eine viel größere Dimension. Das funktioniert grundsätzlich gut, weil die Bedrohung inzwischen so groß geworden ist, dass ein einzelner Protagonist sie gar nicht mehr lösen könnte. Gleichzeitig wird hier aber auch ein Problem der Geschichte sichtbar: Es gibt mittlerweile verdammt viele Parteien, Technologien und Bedrohungen. Militär, Kurzmann, Palmer, Julian, Aliens, Sigma, Zeitloop, Chronoton-Technologie und später noch das planetengroße Wesen – das ist eine Menge. Solange die einzelnen Elemente klar miteinander verbunden bleiben, funktioniert es. Wenn nicht, kann es schnell so wirken, als würde immer einfach noch eine größere Sache aus dem Hut gezogen.
Kapitel 22 fand ich dann vor allem wegen der Action stark. Der Konflikt mit Kurzmann wird persönlicher und Julian ist nicht mehr einfach nur passiver Spielball. Der Kampf fühlt sich dadurch relevanter an. Gleichzeitig merkt man hier aber auch die größte Schwäche der Actionpassagen: Es passiert teilweise unglaublich viel auf einmal. Exoskelette, Plasmawaffen, Aliens, verschiedene technische Systeme, Soldaten und Spezialfähigkeiten sorgen für ordentlich Spektakel, aber manchmal ist schwer nachzuvollziehen, wer gerade wo steht, was genau passiert und warum eine bestimmte Waffe plötzlich funktioniert oder nicht funktioniert. Gerade weil die Geschichte später mit noch größeren Waffen arbeitet, wäre es sinnvoll, die technischen Regeln etwas sauberer festzulegen.
Kurzmann selbst funktioniert als Gegner ziemlich gut, weil er nicht einfach nur „böse“ ist, sondern für Julian inzwischen eine persönliche Bedrohung darstellt. Sein Problem ist eher, dass seine Fähigkeiten teilweise so extrem wirken, dass man irgendwann erklären muss, wo seine Grenzen liegen. Besonders seine scheinbare Unsterblichkeit beziehungsweise die Wirkung des Zeitarmbands muss sauber erklärt werden. Kapitel 23 liefert dafür immerhin eine wichtige Lösung, weil Julian und Jake das Armband entfernen können und Kurzmann dadurch seine besondere Fähigkeit verliert.
Kapitel 23 ist für mich dann der stärkste Wendepunkt der vier Kapitel. Hier wird endlich richtig deutlich, dass die bisherigen Erfolge möglicherweise überhaupt nichts wert sind. Kurzmann wird besiegt, Jake opfert sich für Christina, Christina tötet Kurzmann und Julian steht unmittelbar davor, den Kristall zu berühren – und dann kommt Palmer und erklärt ihm, dass sein bisheriges Verständnis des Resets möglicherweise falsch ist. Das ist ziemlich stark, weil die Geschichte dadurch ihre eigenen Regeln infrage stellt.
Palmer ist für mich überhaupt eine der interessantesten Figuren in diesem Abschnitt. Seine Aussage, dass Julian beim Reset möglicherweise einfach verschwindet, während der Kristall, die Toten und die Apokalypse bestehen bleiben, verändert die gesamte Bedeutung des Loops. Gleichzeitig ist genau das aber auch eine der größten offenen Fragen. Warum sollte Palmer damit recht haben? Welche Daten hat er tatsächlich? Warum hat er diese Erkenntnis erst jetzt? Und kann er überhaupt wissen, was nach Julians Tod beziehungsweise einem Reset passiert? Wenn seine Aussage später einfach als Tatsache bestätigt wird, muss die Geschichte erklären, wie Palmer zu diesem Wissen gelangt ist.
Sehr gut funktioniert dagegen Palmers Befehl zur Kapitulation. Dadurch beweist er zumindest praktisch, dass er nicht einfach nur irgendeinen Unsinn erzählt. Er übernimmt nach Kurzmanns Tod tatsächlich die Kontrolle und beendet den Kampf. Dadurch bekommt seine Figur plötzlich eine ganz andere Bedeutung.
Dann kommt natürlich das planetengroße Tentakelwesen. Das ist völlig bescheuert groß – aber inzwischen auf eine Art, die ich ziemlich passend finde. Die Geschichte hat zu diesem Zeitpunkt ohnehin sämtliche normalen Maßstäbe verlassen. Das Problem ist weniger die Größe des Wesens als die Frage, welche Regeln dafür gelten. Was genau ist Sigma? Woher kommt dieses Wesen? Warum ist es so mächtig? Warum kann es einen ganzen Planeten verschlingen? Und vor allem: Warum sollte sein Tod einen Zeitreset auslösen? Genau diese Fragen müssen irgendwann beantwortet werden, sonst besteht die Gefahr, dass Sigma am Ende einfach wie ein beliebiger „größter Boss aller Zeiten“ wirkt.
Das Ende von Kapitel 23 ist dafür emotional ziemlich stark. Julian verliert trotz aller Bemühungen und stirbt mit dem Gedanken, versagt zu haben. Dass er sich sogar wünscht, die schwarze Leere möge diesmal bleiben, zeigt, wie fertig er inzwischen psychisch ist. Das ist wichtig, weil die Geschichte damit nicht nur die äußere Bedrohung steigert, sondern auch Julians inneren Zustand.
Kapitel 24 gefällt mir dann gerade deshalb so gut, weil es nicht einfach wieder bei null anfängt. Julian nimmt das Wissen aus dem vorherigen Loop mit und verändert den Ablauf massiv. Er versucht diesmal nicht, alles alleine zu lösen, sondern bringt Palmer und die Aliens zusammen. Das ist meiner Meinung nach die wichtigste Charakterentwicklung dieses Abschnitts. Julian erkennt langsam, dass seine Stärke nicht darin besteht, jede Schlacht selbst zu gewinnen, sondern die richtigen Leute zusammenzubringen.
Auch die Christina-Handlung bekommt hier deutlich mehr Gewicht. In Kapitel 23 kommt es zum Liebesgeständnis, und Kapitel 24 zeigt, dass diese Beziehung tatsächlich etwas mit Julian macht. Besonders seine Unsicherheit darüber, ob Christina ihn außerhalb dieser ganzen Apokalypse überhaupt mögen würde, finde ich gut. Er hält sich selbst für einen nutzlosen Arbeitslosen, während Christina ihn aufgrund seiner tatsächlichen Handlungen beurteilt. Das gibt Julian endlich etwas mehr Persönlichkeit außerhalb von Kämpfen und Zeitreisen.
Gleichzeitig steckt genau bei Christina eines der größten ungeklärten Probleme. Sie erinnert sich offenbar nicht bewusst an den vorherigen Loop, empfindet aber trotzdem Gefühle für Julian und hat sogar bereits mit Jake Schluss gemacht. Woher kommen diese Gefühle? Wenn der Reset wirklich alles zurücksetzt, dürfte Christina davon eigentlich nichts wissen. Wenn emotionale Veränderungen oder Entscheidungen über den Reset hinweg bestehen bleiben können, dann ist das eine extrem wichtige Regel des Systems. Und dann stellt sich sofort die nächste Frage: Was bleibt sonst noch aus vergangenen Loops erhalten?
Das ist überhaupt das zentrale Logikproblem: Was genau wird beim Reset zurückgesetzt und was nicht?
Julian behält Erinnerungen. Offenbar können aber auch andere Dinge beeinflusst werden. Palmer hat neue Informationen. Kurzmann kann möglicherweise anders behandelt werden. Christina entwickelt Gefühle. Und in Kapitel 24 ist der neue Ablauf bereits deutlich anders als die vorherigen. Das ist grundsätzlich spannend, aber die Regeln müssen irgendwann klar werden. Sonst kann später praktisch alles mit „der Loop funktioniert halt so“ erklärt werden.
Ein zweites großes Fragezeichen ist Palmer selbst. Seine Aussagen über den Reset sind potenziell extrem wichtig. Gleichzeitig weiß man noch nicht, ob er wirklich die Wahrheit kennt oder nur eine plausible Theorie aufstellt. Seine wissenschaftliche Kompetenz macht ihn glaubwürdig, aber er kann unmöglich automatisch alles über eine metaphysische Zeitschleife wissen. Ich würde diese Unsicherheit deshalb unbedingt beibehalten, bis die Geschichte eine echte Erklärung liefert.
Ein weiteres Problem ist die Technik. Die Geschichte hat inzwischen eine ganze Sammlung an extrem mächtigen Waffen. Die Menschen besitzen den Ripper, die Aliens den Hammer der Götter, dazu gibt es Plasmawaffen, Exoskelette, Arm-Panzer, Teleporter und weitere Prototypen. Das ist unterhaltsam, aber irgendwann muss erklärt werden, warum man diese Waffen nicht schon früher eingesetzt hat beziehungsweise warum bestimmte Probleme nicht einfach mit einer dieser Technologien gelöst werden können. Besonders beim Ripper und Hammer der Götter wird das wichtig. Wenn beide wirklich planetenvernichtende Waffen sind, warum gibt es dann überhaupt noch einen Kampf? Die Antwort ist momentan: Sie brauchen Zeit, müssen treffen und das Wesen könnte den Zyklus zurücksetzen. Das reicht erstmal, aber die Geschichte sollte daraus keine beliebig verschiebbare Regel machen.
Auch der Zeitablauf in Kapitel 24 ist momentan inkonsistent. Nach dem Treffen mit den Aliens heißt es, es seien noch sieben Stunden übrig. Später wird erwähnt, dass drei Stunden vergangen sind und nur noch drei weitere bleiben. Das müssten vier Stunden sein. Gerade bei einer Geschichte mit einem zentralen Countdown ist das ein Fehler, den ich korrigieren würde.
Dann gibt es noch die Frage nach Jake. Sein Tod in Kapitel 23 funktioniert emotional und gibt Christina einen glaubwürdigen Grund, sich endgültig von ihm zu lösen. Trotzdem passiert der Wechsel von Jake zu Julian extrem schnell. Kapitel 24 versucht das dadurch abzufangen, dass Christina schon vor diesem Loop mit Jake Schluss gemacht hat. Damit wird die Beziehung etwas glaubwürdiger, gleichzeitig verschiebt sich aber das Problem wieder auf die Loop-Regeln: Warum wusste Christina das beziehungsweise warum hat sie diese Entscheidung getroffen?
Und dann ist da noch Sandra. Julian weiß aus früheren Loops, dass Sandra Gefühle für ihn hatte beziehungsweise dass zwischen ihnen andere Beziehungen möglich waren. Christina weiß davon offenbar nichts. Das ist ein potenziell interessanter emotionaler Konflikt, der bisher nur angedeutet wird. Wenn Sandra weiterhin Gefühle für Julian hat, obwohl Julian sich jetzt für Christina entschieden hat, könnte daraus später noch einiges entstehen. Wenn nicht, sollte irgendwann erklärt werden, warum gerade diese Variante des Loops anders läuft.
Was ich an Kapitel 21 bis 24 insgesamt besonders gut finde, ist die zunehmende Konsequenz der Handlung. Die Geschichte fühlt sich inzwischen nicht mehr wie eine Aneinanderreihung von „noch ein Gegner, noch eine Waffe, noch ein stärkeres Monster“ an. Zumindest in Kapitel 24 entsteht endlich ein strategischer Zusammenhang: Die Menschen brauchen die Aliens, die Aliens brauchen die Menschen, Palmer braucht Zeit, Julian verbindet die Parteien und alle müssen gleichzeitig herausfinden, wie sie verhindern, dass der Tod des Wesens wieder den Zyklus zurücksetzt.
Das ist eigentlich ein ziemlich guter Endgame-Aufbau.
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- Child of Bodom
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Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Wirklich unglaublich vielen Dank für diese positive Rückmeldung und den insgesamt sehr langen Kommentar, den ich gleich noch im einzelnen beantworten werde. Leider sind mir auch Dinge daran aufgefallen die entweder an der langen Wartezeit zwischen den Kapiteln liegt (anders als jetzt bei dir, wo teilweise zwei Kapitel an einem Tag kommenTom hat geschrieben: ↑Mo 14. Sep 2026, 21:14 Wenn man Kapitel 21 bis 24 zusammen betrachtet, wirkt der Abschnitt inzwischen ziemlich klar wie der Übergang vom normalen Zeitloop-Abenteuer zum eigentlichen Endgame der Geschichte. Kapitel 21 baut die große Allianz auf, Kapitel 22 eskaliert das Ganze zum offenen Krieg, Kapitel 23 lässt praktisch alles scheitern und Kapitel 24 startet den nächsten Anlauf mit einem deutlich besseren Plan. Insgesamt gefällt mir dieser Abschnitt ziemlich gut, weil Julian hier spürbar von einem Typen, der irgendwie versucht zu überleben, zu jemandem wird, der aktiv versucht, die Ereignisse zu kontrollieren.
Ja, ein immer noch größeres Ding aus dem Hut ziehen, kann ich ja bekanntlich ziemlich gut. Man braucht sich nur Inferno angucken.Tom hat geschrieben: ↑Mo 14. Sep 2026, 21:14 Kapitel 21 ist dabei vor allem wichtig, weil die Geschichte erstmals richtig auf die große Zusammenarbeit zuläuft. Julian, Palmer, Sigma und die Außerirdischen werden zunehmend miteinander verbunden und die Handlung bekommt eine viel größere Dimension. Das funktioniert grundsätzlich gut, weil die Bedrohung inzwischen so groß geworden ist, dass ein einzelner Protagonist sie gar nicht mehr lösen könnte. Gleichzeitig wird hier aber auch ein Problem der Geschichte sichtbar: Es gibt mittlerweile verdammt viele Parteien, Technologien und Bedrohungen. Militär, Kurzmann, Palmer, Julian, Aliens, Sigma, Zeitloop, Chronoton-Technologie und später noch das planetengroße Wesen – das ist eine Menge. Solange die einzelnen Elemente klar miteinander verbunden bleiben, funktioniert es. Wenn nicht, kann es schnell so wirken, als würde immer einfach noch eine größere Sache aus dem Hut gezogen.
Allerdings das mit der technologischen Erklärung lasse ich die meiste Zeit ziemlich bewusst weg, weil ich Leser nicht mit dummen Technikgebrabbel langweilen will und lege dann solche Datenblätter/Datenbanken nach für alle die nicht mehr mit kommen oder die es einfach so genau wissen wollen. Erscheint mir der optimale Kompromiss um Leser die mehr die Handlung und das Geschehen interessiert nicht zu langweilen und die anderen dennoch befriedigen zu können. Gerade in dieser Geschichte wurde das alles aber sehr bewusst weg gelassen. War anscheinend was dich betrifft nicht so ne gute Idee wie´s aussieht.
Ich behaupte aber auch mal, dass das den chaotischen Charakter der Schlacht und der einzelnen Kämpfe eher noch unterstreicht. Wenn du den Überblick verloren hast, was meinst du wie es dann Julian gegangen sein muss, der sich da mitten drinnen befunden hat?Tom hat geschrieben: ↑Mo 14. Sep 2026, 21:14 Kapitel 22 fand ich dann vor allem wegen der Action stark. Der Konflikt mit Kurzmann wird persönlicher und Julian ist nicht mehr einfach nur passiver Spielball. Der Kampf fühlt sich dadurch relevanter an. Gleichzeitig merkt man hier aber auch die größte Schwäche der Actionpassagen: Es passiert teilweise unglaublich viel auf einmal. Exoskelette, Plasmawaffen, Aliens, verschiedene technische Systeme, Soldaten und Spezialfähigkeiten sorgen für ordentlich Spektakel, aber manchmal ist schwer nachzuvollziehen, wer gerade wo steht, was genau passiert und warum eine bestimmte Waffe plötzlich funktioniert oder nicht funktioniert. Gerade weil die Geschichte später mit noch größeren Waffen arbeitet, wäre es sinnvoll, die technischen Regeln etwas sauberer festzulegen.
Das Zeitarmband wird größtenteils erklärt in Kapitel 19.Tom hat geschrieben: ↑Mo 14. Sep 2026, 21:14 Kurzmann selbst funktioniert als Gegner ziemlich gut, weil er nicht einfach nur „böse“ ist, sondern für Julian inzwischen eine persönliche Bedrohung darstellt. Sein Problem ist eher, dass seine Fähigkeiten teilweise so extrem wirken, dass man irgendwann erklären muss, wo seine Grenzen liegen. Besonders seine scheinbare Unsterblichkeit beziehungsweise die Wirkung des Zeitarmbands muss sauber erklärt werden. Kapitel 23 liefert dafür immerhin eine wichtige Lösung, weil Julian und Jake das Armband entfernen können und Kurzmann dadurch seine besondere Fähigkeit verliert.
Ja, planetengroße Wesen die andere Planeten fressen sind so ein Thema, dass bei mir auch öfter vor kommt.Tom hat geschrieben: ↑Mo 14. Sep 2026, 21:14 Dann kommt natürlich das planetengroße Tentakelwesen. Das ist völlig bescheuert groß – aber inzwischen auf eine Art, die ich ziemlich passend finde. Die Geschichte hat zu diesem Zeitpunkt ohnehin sämtliche normalen Maßstäbe verlassen. Das Problem ist weniger die Größe des Wesens als die Frage, welche Regeln dafür gelten. Was genau ist Sigma? Woher kommt dieses Wesen? Warum ist es so mächtig? Warum kann es einen ganzen Planeten verschlingen? Und vor allem: Warum sollte sein Tod einen Zeitreset auslösen? Genau diese Fragen müssen irgendwann beantwortet werden, sonst besteht die Gefahr, dass Sigma am Ende einfach wie ein beliebiger „größter Boss aller Zeiten“ wirkt.
Ich dachte aber in einer Geschichte die auch im Horror-Bereich drin ist, passt das schon irgendwie. Alles andere hab ich durchaus als Input mitgenommen und werde entsprechende Parts in der Story bringen.
Ich dachte eigentlich dass das alles ziemlich klar erklärt worden wäre. Und zwar in Kapitel 14 und 15 schon. Julian ist der Hauptauslöser der Loops und behält daher alle seine Erinnerungen, immer. Christina behält sie eigentlich ebenfalls und kann den Loop ebenfalls auslösen, wenn sie sich in einer anderen "Zeitblase" wie Julian befindet. Ansonsten behält sie nur ihre Erinnerungen beim Neustart. Das Militär, besser gesagt diese spezielle Basis, und damit auch Palmer und Kurzmann, haben Technologie entwickelt mit denen sie sich in eine eigene Zeitblase einschließen können, wodurch bei ihnen die Zeit normal weiter läuft während draußen sich alles ständig wieder zurück setzt. Dadurch konnten die diese neuen Waffensysteme entwickeln, während sich draußen immer wieder alles auf Null zurück gesetzt hat. Einzige Ausnahme ist in Kapitel 18 und 19 wo Palmer und Kurzmann und in letzter Konsequenz ja auch Julian alle außerhalb der Basis sterben und sich daher auch wieder mit Julian zurück setzen, als der stirbt. Und in Kapitel 24 wird der gesamte Planet vernichtet, also auch die Basis und die Technologie für die Zeitblasen, die dann nicht mehr existieren. Folglich setzt sich mit Julians Tod alles komplett wieder zurück und die Basis zumindest dorthin wo sie in dem Loop zu dem Zeitpunkt wo er startet gewesen war (Scheiße das auszudrücken ist schon böse kompliziert, ich hoffe es ist klar was ich meineTom hat geschrieben: ↑Mo 14. Sep 2026, 21:14 Gleichzeitig steckt genau bei Christina eines der größten ungeklärten Probleme. Sie erinnert sich offenbar nicht bewusst an den vorherigen Loop, empfindet aber trotzdem Gefühle für Julian und hat sogar bereits mit Jake Schluss gemacht. Woher kommen diese Gefühle? Wenn der Reset wirklich alles zurücksetzt, dürfte Christina davon eigentlich nichts wissen. Wenn emotionale Veränderungen oder Entscheidungen über den Reset hinweg bestehen bleiben können, dann ist das eine extrem wichtige Regel des Systems. Und dann stellt sich sofort die nächste Frage: Was bleibt sonst noch aus vergangenen Loops erhalten?
Das ist überhaupt das zentrale Logikproblem: Was genau wird beim Reset zurückgesetzt und was nicht?
Julian behält Erinnerungen. Offenbar können aber auch andere Dinge beeinflusst werden. Palmer hat neue Informationen. Kurzmann kann möglicherweise anders behandelt werden. Christina entwickelt Gefühle. Und in Kapitel 24 ist der neue Ablauf bereits deutlich anders als die vorherigen. Das ist grundsätzlich spannend, aber die Regeln müssen irgendwann klar werden. Sonst kann später praktisch alles mit „der Loop funktioniert halt so“ erklärt werden.
Hab ich schon geändert. Sowas kommt, wenn man bis spät in die Nacht über seine Kapazitätsgrenzen hinaus versucht ne Geschichte zu schreiben.Tom hat geschrieben: ↑Mo 14. Sep 2026, 21:14 Auch der Zeitablauf in Kapitel 24 ist momentan inkonsistent. Nach dem Treffen mit den Aliens heißt es, es seien noch sieben Stunden übrig. Später wird erwähnt, dass drei Stunden vergangen sind und nur noch drei weitere bleiben. Das müssten vier Stunden sein. Gerade bei einer Geschichte mit einem zentralen Countdown ist das ein Fehler, den ich korrigieren würde.
Wie schon weiter oben geschrieben, sie erinnert sich an alles nach einem Loop und das Schluss machen mit Jake ist dann praktisch nach dem Neustart ihre erste Handlung gewesen. Seltsam, dass es in diesem Kapitel so rüber kam als ob sie sich nur unbewusst erinnern würde. Ich frage mich wo genau ich da einen Fehler gemacht haben könnte.Tom hat geschrieben: ↑Mo 14. Sep 2026, 21:14 Dann gibt es noch die Frage nach Jake. Sein Tod in Kapitel 23 funktioniert emotional und gibt Christina einen glaubwürdigen Grund, sich endgültig von ihm zu lösen. Trotzdem passiert der Wechsel von Jake zu Julian extrem schnell. Kapitel 24 versucht das dadurch abzufangen, dass Christina schon vor diesem Loop mit Jake Schluss gemacht hat. Damit wird die Beziehung etwas glaubwürdiger, gleichzeitig verschiebt sich aber das Problem wieder auf die Loop-Regeln: Warum wusste Christina das beziehungsweise warum hat sie diese Entscheidung getroffen?
Sie weiß es. Sie war sogar mehr oder weniger Zeuge als Julian mit den beiden zusammen gekommen ist. Sie ist ihm ja anfangs gefolgt um raus zu kriegen ob er tatsächlich auch im Time Loop steckt oder nicht. Und bei den Dates mit den beiden hat Julian sich beide Male verfolgt gefühlt. Der Satz "Die beiden mögen dich wirklich sehr" sollte eigentlich auch ausdrücken, dass sie da bescheid weiß und zusätzlich hab ich kürzlich gesehen, dass es an der Stelle sogar im Text steht. Auch hier hab ich wohl etwas schlechter rüber gebracht als ich ursprünglich gedacht hatte.Tom hat geschrieben: ↑Mo 14. Sep 2026, 21:14 Und dann ist da noch Sandra. Julian weiß aus früheren Loops, dass Sandra Gefühle für ihn hatte beziehungsweise dass zwischen ihnen andere Beziehungen möglich waren. Christina weiß davon offenbar nichts. Das ist ein potenziell interessanter emotionaler Konflikt, der bisher nur angedeutet wird. Wenn Sandra weiterhin Gefühle für Julian hat, obwohl Julian sich jetzt für Christina entschieden hat, könnte daraus später noch einiges entstehen. Wenn nicht, sollte irgendwann erklärt werden, warum gerade diese Variante des Loops anders läuft.
Ja, Konsequenz der Handlung(en) ist eine Sache und das Gefühl dass es weniger "Noch ein Gegner, noch eine Waffe, noch ... " sein soll, die ich ein wenig versuche seit Inferno etwas zu verbessern. Sollte schon in MODULAR - Rise of a Mercenary wesentlich besser geworden sein. Es freut mich wirklich im Kommentar zu lesen, dass das wohl ganz gut geklappt hat.Tom hat geschrieben: ↑Mo 14. Sep 2026, 21:14 Was ich an Kapitel 21 bis 24 insgesamt besonders gut finde, ist die zunehmende Konsequenz der Handlung. Die Geschichte fühlt sich inzwischen nicht mehr wie eine Aneinanderreihung von „noch ein Gegner, noch eine Waffe, noch ein stärkeres Monster“ an. Zumindest in Kapitel 24 entsteht endlich ein strategischer Zusammenhang: Die Menschen brauchen die Aliens, die Aliens brauchen die Menschen, Palmer braucht Zeit, Julian verbindet die Parteien und alle müssen gleichzeitig herausfinden, wie sie verhindern, dass der Tod des Wesens wieder den Zyklus zurücksetzt.
Vielen Dank. Ich gebe mir beste Mühe es nicht auf den letzten Meter noch gegen die Wand zu fahren.
Insgesamt auch nochmal vielen Dank für diesen Kommentar, der mir neben der Positivität die ich für diesen Schluss brauche auch einigen Input geliefert hat wie ich ihn noch etwas besser machen kann. Ich war mir auch mit einer Sache schrecklich unsicher, die ich jetzt nach diesem Kommentar definitiv genauso mache wie ich es vor hatte. Vielen Dank auch wieder dafür.
Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Kapitel 25 ist für mich eines der bisher stärksten Kapitel. Vor allem deshalb, weil die Entwicklung aus den vorherigen Kapiteln konsequent weitergeführt wird. Julian wird immer stärker vom reinen Überlebenden zum taktischen Denker, gleichzeitig wird aber auch seine zunehmende Abstumpfung gegenüber dem eigenen Tod deutlich. Gerade der Kontrast zu Christina, Kim und Sandra funktioniert dabei sehr gut.
Besonders stark finde ich die Weiterentwicklung der Loop-Mechanik. Nach den offenen Fragen aus Kapitel 23 und 24 wird klarer, dass nicht nur Julian aus vergangenen Zyklen lernen kann. Dadurch bekommt Sigma erstmals auch eine echte strategische Dimension und wird zu einem Gegner, der sich an Julians Vorgehen anpasst. Das macht die Bedrohung wesentlich interessanter, als sie durch reine Größensteigerung noch hätte werden können.
Auch die Entwicklung von Palmer und der Allianz aus den vorherigen Kapiteln zahlt sich hier aus. Gleichzeitig bleibt Palmer glücklicherweise nicht allwissend, sondern stößt selbst an Grenzen. Das hält die Problematik glaubwürdig.
Die große Schlacht ist mir stellenweise etwas zu lang und durch die vielen ähnlichen Kampfmomente verliert sie etwas an Wirkung. Das ist allerdings eher ein stilistischer Punkt. Inhaltlich erfüllt sie ihren Zweck und zeigt, dass selbst die gemeinsam entwickelte Strategie nicht automatisch funktioniert.
Der stärkste Punkt ist für mich eindeutig das Ende. Nach 23 und 24 hätte ich mit einer weiteren Eskalationsstufe gerechnet, aber der Cliffhanger öffnet stattdessen eine völlig andere Ebene der Geschichte. Gerade weil dadurch möglicherweise Verbindungen zwischen Julian, Sigma, der Plage, den Kristallen und den Loops entstehen, bin ich sehr gespannt, wie das später erklärt wird.
Kapitel 25 fühlt sich weniger wie „noch eine größere Schlacht“ an, sondern wie der Übergang in eine neue Phase der Geschichte. Entscheidend wird jetzt sein, ob die vielen bisher aufgebauten Fragen tatsächlich miteinander verbunden werden können, ohne dass ständig neue Regeln dazukommen.
Besonders stark finde ich die Weiterentwicklung der Loop-Mechanik. Nach den offenen Fragen aus Kapitel 23 und 24 wird klarer, dass nicht nur Julian aus vergangenen Zyklen lernen kann. Dadurch bekommt Sigma erstmals auch eine echte strategische Dimension und wird zu einem Gegner, der sich an Julians Vorgehen anpasst. Das macht die Bedrohung wesentlich interessanter, als sie durch reine Größensteigerung noch hätte werden können.
Auch die Entwicklung von Palmer und der Allianz aus den vorherigen Kapiteln zahlt sich hier aus. Gleichzeitig bleibt Palmer glücklicherweise nicht allwissend, sondern stößt selbst an Grenzen. Das hält die Problematik glaubwürdig.
Die große Schlacht ist mir stellenweise etwas zu lang und durch die vielen ähnlichen Kampfmomente verliert sie etwas an Wirkung. Das ist allerdings eher ein stilistischer Punkt. Inhaltlich erfüllt sie ihren Zweck und zeigt, dass selbst die gemeinsam entwickelte Strategie nicht automatisch funktioniert.
Der stärkste Punkt ist für mich eindeutig das Ende. Nach 23 und 24 hätte ich mit einer weiteren Eskalationsstufe gerechnet, aber der Cliffhanger öffnet stattdessen eine völlig andere Ebene der Geschichte. Gerade weil dadurch möglicherweise Verbindungen zwischen Julian, Sigma, der Plage, den Kristallen und den Loops entstehen, bin ich sehr gespannt, wie das später erklärt wird.
Kapitel 25 fühlt sich weniger wie „noch eine größere Schlacht“ an, sondern wie der Übergang in eine neue Phase der Geschichte. Entscheidend wird jetzt sein, ob die vielen bisher aufgebauten Fragen tatsächlich miteinander verbunden werden können, ohne dass ständig neue Regeln dazukommen.
Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Für mich ist Lost in Time eine Geschichte, die im Laufe ihrer Entwicklung deutlich mehr aus ihrer Grundidee macht, als man anfangs vielleicht erwarten würde. Die Zeitschleife ist nicht einfach nur ein praktisches Mittel, damit Julian immer wieder einen neuen Versuch bekommt, sondern entwickelt sich zunehmend zu einem echten Fluch. Je länger die Geschichte läuft, desto deutlicher wird, dass es eben nicht reicht, den nächsten Gegner zu besiegen oder eine noch stärkere Waffe zu finden. Julian verliert dabei Stück für Stück seine Sicherheit, seine Erinnerungen und beinahe sich selbst. Genau diese Entwicklung macht die Geschichte für mich interessant, weil hinter der ganzen Action irgendwann eine ziemlich tragische Frage steht: Wie viel kann ein Mensch opfern, bevor von ihm selbst nichts mehr übrig ist?
Julian ist dabei für mich die größte Stärke des Romans. Er ist kein typischer Held, der von Anfang an weiß, was er tut, und mit jeder Herausforderung souveräner wird. Er ist unsicher, hat ein ziemlich mieses Selbstbild und unterschätzt sich ständig. Gleichzeitig entwickelt er sich zu jemandem, der taktisch denkt, Verantwortung übernimmt und auch dann weitermacht, wenn die Situation eigentlich völlig aussichtslos erscheint. Das funktioniert besonders gut, weil seine innere Entwicklung nicht einfach mit seiner wachsenden Kompetenz Schritt hält. Er wird immer besser darin, andere zu retten, aber nicht unbedingt darin, sich selbst als jemanden zu betrachten, der ebenfalls gerettet werden sollte. Das macht ihn trotz seiner teilweise ziemlich übermenschlichen Erlebnisse greifbar. Manchmal hätte ich mir allerdings gewünscht, dass er seine eigenen Entscheidungen stärker hinterfragt und nicht so häufig automatisch davon ausgeht, dass er selbst das Opfer bringen muss. Gerade weil er so viel durchmacht, wäre es interessant gewesen, noch deutlicher zu sehen, wie sehr diese Haltung auch problematisch für ihn und die Menschen um ihn herum ist.
Auch die Mischung aus Science-Fiction, Zeitreisegeschichte, Action, schwarzem Humor und Romanze ist für mich ein wichtiger Teil des Reizes. Die Geschichte nimmt ihre Welt ernst genug, um einen übergreifenden Konflikt aufzubauen, ist sich aber nicht zu schade für absurde Situationen oder trockene Sprüche. Das verhindert, dass die vielen düsteren Ereignisse irgendwann komplett eintönig werden. Gleichzeitig ist diese Mischung nicht immer ganz ausgewogen. Manchmal wechselt die Geschichte ziemlich schnell von einer ernsten, emotionalen Szene zu einer überdrehten Actionsequenz oder einem lockeren Spruch. Das kann gut funktionieren und gehört zum Charakter der Geschichte, aber gelegentlich nimmt es einem Moment auch etwas von seiner Wirkung. Gerade in den späteren Kapiteln hätte ich manchen emotionalen Szenen mehr Zeit gegeben, anstatt direkt zum nächsten großen Ereignis überzugehen.
Christina, Kim und Sandra sind für Julian emotional enorm wichtig, und ich finde es grundsätzlich gut, dass die Geschichte ihm nicht nur einen persönlichen Antrieb gibt, sondern mehrere Beziehungen, die unterschiedliche Seiten von ihm sichtbar machen. Die drei sind nicht bloß austauschbare Figuren, die darauf warten, dass Julian sie rettet. Sie widersprechen ihm, machen sich Sorgen, treffen eigene Entscheidungen und versuchen selbst, ihn vor seinen selbstzerstörerischen Tendenzen zu bewahren. Trotzdem wirken die Beziehungen für mich nicht immer gleich überzeugend. Die Gefühle der Frauen für Julian werden sehr stark dargestellt, während Konflikte, Eifersucht und die Schwierigkeiten einer solchen Konstellation teilweise recht schnell zugunsten einer harmonischen Lösung verschwinden. Dadurch haben die romantischen Szenen durchaus emotionale Kraft, wirken aber stellenweise etwas idealisiert. Ich hätte es glaubwürdiger gefunden, wenn die Figuren ihre widersprüchlichen Gefühle länger hätten aushalten müssen, statt sich vergleichsweise schnell miteinander zu arrangieren. Das hätte die Beziehungen nicht unbedingt weniger romantisch gemacht, sondern eher menschlicher.
Palmer finde ich als Nebenfigur ebenfalls gelungen, weil man ihm nicht einfach blind vertrauen kann und er trotzdem immer wieder gebraucht wird. Seine Vergangenheit und seine Rolle in den militärischen Experimenten machen ihn moralisch kompliziert. Er ist weder der reine Bösewicht noch der allwissende Wissenschaftler, der jedes Problem auf Knopfdruck löst. Dass er selbst Fehler macht, Dinge nicht versteht und trotzdem versucht, einen Ausweg zu finden, passt gut zur Geschichte. Auch die Aliens und Sigma werden mit der Zeit interessanter, weil sich der Konflikt nicht dauerhaft auf die Frage reduzieren lässt, wer die stärkere Waffe besitzt. Besonders die Verbindung zwischen Julian und Sigma gibt dem Ganzen rückwirkend eine zusätzliche Ebene. Allerdings ist diese Ebene auch ein Risiko: Je mehr Zusammenhänge zwischen den Kristallen, der Plage, den Aliens und den Zeitschleifen entstehen, desto wichtiger wird es, dass die Regeln nachvollziehbar bleiben. Nicht jede Einzelheit muss wissenschaftlich erklärt werden, aber die zentralen Mechanismen sollten sich am Ende logisch zusammenfügen. An einigen Stellen hatte ich den Eindruck, dass die Geschichte schneller neue Fragen aufwirft, als sie die alten beantworten kann.
Das ist für mich auch die größte Schwäche des gesamten Romans: die gelegentliche Überladung. Es gibt immer größere Gegner, immer gefährlichere Situationen, immer neue Fähigkeiten und immer dramatischere Konsequenzen. Das passt zum überdrehten Science-Fiction-Ansatz, kann aber dazu führen, dass einzelne Ereignisse ihre Wirkung verlieren. Wenn ständig die gesamte Welt oder sogar die Existenz selbst auf dem Spiel steht, wird es irgendwann schwierig, noch eine Steigerung zu finden. Dazu kommen einige längere Actionpassagen, bei denen sich Angriffe, Ausweichmanöver, Explosionen und erneute Versuche etwas wiederholen. Ich finde die Kämpfe grundsätzlich passend, aber sie wären häufig wirkungsvoller, wenn sie etwas kürzer und räumlich klarer wären. Die Geschichte ist nämlich immer dann am stärksten, wenn die Action eine konkrete Bedeutung für Julian hat und nicht nur zeigt, wie gewaltig der nächste Gegner ist.
Das Ende halte ich trotz dieser Schwächen für eine mutige und zur Geschichte passende Entscheidung. Es wäre einfach gewesen, Julian im letzten Moment doch noch zu retten und ihm das Leben mit Christina, Kim und Sandra zu ermöglichen, das er sich so lange gewünscht hat. Stattdessen bleibt die Geschichte bei der Konsequenz, die sie aufgebaut hat. Julian rettet die Welt, bezahlt dafür aber mit seiner eigenen Existenz und muss damit rechnen, dass niemand jemals wissen wird, was er getan hat. Das ist bitter, aber gerade deshalb bleibt es im Gedächtnis. Besonders gut finde ich, dass sein persönlicher Wunsch nach einem normalen, glücklichen Leben nicht einfach vergessen wird. Er bekommt noch einmal einen Moment, in dem er etwas von diesem Leben erleben kann, bevor er es aufgibt. Dadurch geht es am Ende nicht nur um die Rettung der Menschheit, sondern um etwas viel Persönlicheres: Julian muss sich von all den Dingen verabschieden, die seinem Leben überhaupt erst einen Wert gegeben haben. Dass die neue Zeitlinie noch einen diffusen Eindruck von Verlust hinterlässt, gibt dem Schluss zusätzlich einen emotionalen Nachhall. Die technischen Details der Auflösung hätten für meinen Geschmack teilweise klarer sein können, aber die emotionale Aussage funktioniert.
Insgesamt ist Lost in Time für mich ein ambitionierter, eigenwilliger und emotional überraschend konsequenter Science-Fiction-Roman. Er hat nicht immer das richtige Tempo, die Figurenbeziehungen sind gelegentlich etwas zu idealisiert, und die vielen Zeitmechanismen verlangen dem Leser einiges ab. Aber die Geschichte hat eine klare eigene Identität. Sie verbindet eine ziemlich abgedrehte Grundidee mit einem Protagonisten, dessen größter Kampf irgendwann nicht mehr gegen Aliens oder ein planetengroßes Monster geführt wird, sondern gegen den drohenden Verlust seiner selbst. Und sie traut sich am Ende, diesen Konflikt nicht mit einem bequemen Happy End aufzulösen.
Es ist nicht alles perfekt ausgearbeitet, aber weil die Geschichte einen eigenen Charakter hat, Julian eine nachvollziehbare Entwicklung durchmacht und das Ende tatsächlich Konsequenzen zieht. Für mich ist das Wichtigste, dass Lost in Time trotz aller Übertreibungen einen emotionalen Kern besitzt. Die gewaltigen Schlachten und die kosmischen Bedrohungen sind letztlich nur die äußere Ebene. Darunter geht es um Selbstwert, Verantwortung, Verlust und die Frage, ob man anderen ein glückliches Leben ermöglichen kann, wenn man selbst glaubt, keinen Anspruch darauf zu haben. Genau das bleibt für mich nach dem Ende hängen.
Der Epilog ist emotional stark, greift die zentralen Themen von Lost in Time auf und bietet mit der Gitarre einen kleinen, persönlichen Schlussakkord nach der kosmischen Eskalation. Besonders gut funktionieren Julians Identitätskrise, die Konfrontation mit der möglichen Traumdeutung und das offene Ende. Abzüge gibt es für die teilweise langatmigen Wiederholungen, die recht selbstsichere psychologische Erklärung und den Umstand, dass der Gitarrenbeweis emotional überzeugender ist als logisch zwingend.
Im Verhältnis zum bisherigen Roman ist der Epilog eine mutige Ergänzung. Das eigentliche Finale hatte bereits einen konsequenten, tragischen Abschluss: Julian opfert sich, und die neue Zeitlinie kennt ihn nicht mehr. Der Epilog macht daraus keine nachträgliche Rettung, sondern verschärft die Tragik zunächst noch. Gleichzeitig lässt er offen, ob Julian wirklich alles verloren hat oder ob seine Erinnerungen auf etwas beruhen, das sich nicht einfach als Fantasie abtun lässt. Dadurch bleibt Lost in Time nicht nur als Geschichte über Zeitschleifen und Weltuntergang in Erinnerung, sondern auch als Geschichte über Identität, Selbstwert und die Frage, ob ein Erlebnis allein dadurch wertlos wird, dass niemand sonst sich daran erinnern kann.
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Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Hallo Tom. Ich dachte ehrlich gesagt nicht dass der Kommentar von dir jetzt schon kommt. Ich dachte eigentlich du wartest bis der Epilog geschrieben und online ist, aber das sorgt nicht weniger dafür, dass ich mich darüber freue.
Ich bin tatsächlich unglaublich happy und brauchte um den Kommentar zu lesen alleine schon dreimal Taschentücher. Mal sehen wie viele ich brauche wenn ich jetzt hier die Antwort darauf schreibe.
Ich entschuldige mich auch für die lange Zeit, die ich hier nicht geantwortet habe. Ich wollte zuerst den Epilog beenden und mir dann die Zeit nehmen ein solch tollen Kommentar auch angemessen zu beantworten.
Ich finds echt endgeil und hab´s auch aus dem Grund zumindest hier in dem Forum jetzt an den Anfang gesetzt. Gefällt mir jetzt wesentlich besser als die meisten Cover die ich dazu generieren hab lassen.
Auf gar keinen Fall hätte ich gemeint, dass ein Charakter der so viel Ähnlichkeit mit mir selbst hat bei auch nur einem halben Leser irgendwelche Sympatie wecken könnte. Vielen Dank für diese Rückmeldung auf jeden Fall. Die hilft mir nicht nur in Schriftstellerischen Belangen weiter, hoffe ich mal.


Dass gerade bei späteren Kapiteln das Geballer überhand nimmt war ein Problem der Geschichte, das ich auch irgendwo kommen gesehen hab. Ich dachte aber eigentlich, dass ich dem Rest ziemlich viel Raum gegeben hätte. Wie gesagt. Genauere Angaben wären da hilfreich.
Im übrigen bin ich mir bis auf eine einzige Stelle (die mit dem Hologramm von Christina in Kapitel 13
) nicht ganz sicher wo schwarzer Humor auftaucht, aber ich nehme es gerne als Kompliment mit.
Ich meine jetzt mal ehrlich... Wer will schon ne Geschichte lesen in der sich das Paar durchgehend gegenseitig anzickt, streitet und sich schlimme Dinge antut, so wie ich Beziehungen eigentlich immer von außen her wahr nehme? Ich glaube niemand würde das lesen wollen, auch wenn es ne realistische Beziehung gewesen wäre. Das mal zum Thema der Idealisierung.
Das mit den starken Gefühlen der Frauen zu ihm ist ein Problem, das mir auch aufgefallen ist, aber irgendwie dachte ich dass es klar geht, wegen der Zeitschleife-Thematik und den Dingen die Julian durchgemacht hat und das teilweise zumindest wirklich nur für die drei Frauen. Eine davon bekommt das alles dann auch noch vollständig mit, zwei erfahren es dann praktisch später. Und ja auch das ist irgendwo Wunschvorstellung meiner Seits (gibt genug Beispiele von Männern die sich für Frauen aufgeopfert haben und nie etwas von denen dafür zurück bekommen haben, umgekehrt wahrscheinlich auch) aber auch hier wieder... Wer würde eine Geschichte die auf diesem Level realistisch ist überhaupt lesen wollen, wenn man da mal ganz ehrlich ist?
Ja die Stelle am Ende mit dem Harem taucht ja auch nochmal in meinem Nachwort als Kritikpunkt auf und da steht ja auch schon, dass die Stelle etwas der Thematik und der Erzähl-Perspektive zum Opfer gefallen ist. Der Thematik wegen der Zeitknappheit, welche auch ein Faktor sein sollte weshalb es zu dieser friedlichen, harmonischen Einigung kommt und der Erzähl-Perspektive deshalb weil die Damen diese Einigung ohne Julian erreicht haben und er in entsprechenden Szenen nicht vorgekommen wäre. Was ich aber schon hätte einbauen können so im Nachhinein sind Hinweise auf vorige Konflikte, etwa ein Handabdruck von Christina in Kims Gesicht weil die ihr als initiale Reaktion eine gelangt hat oder sowas. Das hätte vielleicht auch etwas geholfen. Da überlege ich tatsächlich ob ich das nicht nachbearbeite und noch einbaue.
Insgesamt zum Schluss auch nochmal vielen Dank für diesen Teil deines Kommentars und dass du den Harem so positiv aufgenommen hast.
(Ein Harem ist tatsächlich eine Sache, die ich niemals in meinem Leben schreiben wollte... Naja... Hier sind wir heute...
)
Also hab ich irgendwann diesen Weg gewählt, der anscheinend auch ziemlich gut funktioniert hat.

Das mit der räumlichen Klarheit allerdings ist ein Problem dass mir auch bekannt ist und auch im Nachwort aufgetaucht ist. Leider ist die nämlich auch der Erzählperspektive zum Opfer gefallen. In Inferno war trotz der noch gigantischeren Schlachten eigentlich immer klar wer gerade was macht und wann und warum einfach deshalb weil es viele verschiedene Charaktere gab, die gleichzeitig agiert haben und die alle beschrieben wurden. Dazu gab´s dann immer wieder Übersichten über das Geschehen und Passagen wo mehrere Charaktere zusammen agiert haben oder Ereignisse von einem Charakter zum anderen ineinander übergegriffen haben. Das fehlt hier wegen der Erzählperspektive leider völlig und hat sicherlich dazu beigetragen, dass die räumliche Klarheit gelitten hat. Allerdings stimme ich der Aussage dass einige Szenen für Julian keine Bedeutung hätten nicht ganz zu. Eigentlich steckt in den meisten Schlachten irgendeine Bedeutung für Julian drin. Nur manchmal ist die nicht gleich offensichtlich oder wird auch erst eine Schlacht später aufgelöst oder umgesetzt.
Insgesamt vielen Dank für diese unglaublich positive Einschätzung und Zusammenfassung aller Stärken und Schwächen der Geschichte. Die meisten der Schwächen hätte ich selbst tatsächlich auch so eingeschätzt.
Das mit dem Gitarrenbeweis ist im übrigen Absicht gewesen und gehört zum offenen Ende dazu. Es sollte auch ganz am Schluss nicht ganz 100%ig klar sein was überhaupt genau passiert ist und was jetzt real war und was nicht.
Ich danke dir nochmal für´s mitlesen und die wirklich sehr ausführlichen positiven Rückmeldungen, die auch immer gezeigt haben, dass du dich mit dem Text befasst hast. Wer weiß ob ich das Projekt ohne dich und deine Comments überhaupt jemals fertig gekriegt hätte. Umso schmerzhafter ist es irgendwie, dass es jetzt vorbei ist. Ein Neues steht im Moment eigentlich nicht auf dem direkten Plan. Deswegen wird es wahrscheinlich darauf hinaus laufen, dass ich deine letzten Kapitel von Isekai no Xistence noch fertig lese bis vielleicht neue kommen und ansonsten wahrscheinlich wieder mehr Posts über Games im Zocken-Thema von mir auftauchen. Es war in jedem Fall mal wieder eine tolle Erfahrung diese Geschichte geschrieben zu haben und ein Teil davon waren deine Kommentare. Ich danke dir nochmals und wir werden uns hier sicherlich noch eine Weile lesen nehme ich an.
Ich entschuldige mich auch für die lange Zeit, die ich hier nicht geantwortet habe. Ich wollte zuerst den Epilog beenden und mir dann die Zeit nehmen ein solch tollen Kommentar auch angemessen zu beantworten.
WOW. Das passt ja echt mal wirklich klasse zur Geschichte irgendwie, zumindest zur Anime-Version davon, denn eigentlich war´s in meinem Kopf ein Kino-Film mit Schauspielern. Passt auch nicht ganz alles 100%ig, Julian sieht nicht ganz Metal genug aus, Christina hat zu dunkle Haare, das Sigma sieht mehr aus wie ich mir den Devourer aus Visions of Doom vorgestellt hatte, aber dafür passen Kim und Sandra perfekt und wie geil ist denn mal bitte Palmer gelungen?
Das ist eine der Aussagen in deinem Kommentar die mich mit am meisten überrascht haben. Ich nehme an du hast das Nachwort auch gelesen und weißt daher auch, dass ich Julian eigentlich als ziemlich grauenhaften Selfinsert betrachte und einen Punkt der bei der nächsten Geschichte unbedingt verbessert werden muss. Jetzt zu lesen, dass jemand anders ihn als die größte Stärke der Geschichte sieht, macht mich wirlich auf so unglaublich vielen Ebenen glücklich, ich kann´s fast gar nicht ausdrücken.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Julian ist dabei für mich die größte Stärke des Romans. Er ist kein typischer Held, der von Anfang an weiß, was er tut, und mit jeder Herausforderung souveräner wird. Er ist unsicher, hat ein ziemlich mieses Selbstbild und unterschätzt sich ständig. Gleichzeitig entwickelt er sich zu jemandem, der taktisch denkt, Verantwortung übernimmt und auch dann weitermacht, wenn die Situation eigentlich völlig aussichtslos erscheint. Das funktioniert besonders gut, weil seine innere Entwicklung nicht einfach mit seiner wachsenden Kompetenz Schritt hält. Er wird immer besser darin, andere zu retten, aber nicht unbedingt darin, sich selbst als jemanden zu betrachten, der ebenfalls gerettet werden sollte. Das macht ihn trotz seiner teilweise ziemlich übermenschlichen Erlebnisse greifbar.
Leider verstehe ich an der Stelle nicht ganz was du meinst, da die Geschichte leider sehr eindeutig darüber ist, dass er sehr oft der einzige ist, der das Opfer überhaupt erbringen kann.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Manchmal hätte ich mir allerdings gewünscht, dass er seine eigenen Entscheidungen stärker hinterfragt und nicht so häufig automatisch davon ausgeht, dass er selbst das Opfer bringen muss. Gerade weil er so viel durchmacht, wäre es interessant gewesen, noch deutlicher zu sehen, wie sehr diese Haltung auch problematisch für ihn und die Menschen um ihn herum ist.
Könntest du da Kapitelangaben machen wo genau dieser beschriebene Wechsel zu schnell ging? Aus meiner Sicht ist das eigentlich alles relativ passend vom Pacing her, nicht zuletzt da ja auch die Zeitschleife und der Countdown bis zur Apokalypse immer wieder ein Thema sind.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Auch die Mischung aus Science-Fiction, Zeitreisegeschichte, Action, schwarzem Humor und Romanze ist für mich ein wichtiger Teil des Reizes. Die Geschichte nimmt ihre Welt ernst genug, um einen übergreifenden Konflikt aufzubauen, ist sich aber nicht zu schade für absurde Situationen oder trockene Sprüche. Das verhindert, dass die vielen düsteren Ereignisse irgendwann komplett eintönig werden. Gleichzeitig ist diese Mischung nicht immer ganz ausgewogen. Manchmal wechselt die Geschichte ziemlich schnell von einer ernsten, emotionalen Szene zu einer überdrehten Actionsequenz oder einem lockeren Spruch. Das kann gut funktionieren und gehört zum Charakter der Geschichte, aber gelegentlich nimmt es einem Moment auch etwas von seiner Wirkung. Gerade in den späteren Kapiteln hätte ich manchen emotionalen Szenen mehr Zeit gegeben, anstatt direkt zum nächsten großen Ereignis überzugehen.
Dass gerade bei späteren Kapiteln das Geballer überhand nimmt war ein Problem der Geschichte, das ich auch irgendwo kommen gesehen hab. Ich dachte aber eigentlich, dass ich dem Rest ziemlich viel Raum gegeben hätte. Wie gesagt. Genauere Angaben wären da hilfreich.
Im übrigen bin ich mir bis auf eine einzige Stelle (die mit dem Hologramm von Christina in Kapitel 13
Auch das haut mich voll aus den Socken, da ich im Nachwort eigentlich die drei Damen als ziemlich idealisierte Abziehbilder von Frauen, voller (positiver) Klischées und eigentlich ohne jeden Sinn und Zweck außer um von Julian gerettet und durchgenommen zu werden, bezeichnet hatte. Und jetzt kommst du und schreibst praktisch genau das Gegenteil, bis auf den Part mit der Idealisierung, aber der Grund dafür steht ja auch schon im Nachwort. Ich denke auch so im Nachhinein, dass jeder das jeweils andere Geschlecht in einer Geschichte idealisiert oder zumindest die Beziehung. Bei Geschichten die von Frauen geschrieben werden, sehe ich das tatsächlich auch immer sehr massiv bei männlichen Charakteren. Ist also vielleicht normal irgendwo. Ohne das gibt es keine ansprechende Geschichte.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Christina, Kim und Sandra sind für Julian emotional enorm wichtig, und ich finde es grundsätzlich gut, dass die Geschichte ihm nicht nur einen persönlichen Antrieb gibt, sondern mehrere Beziehungen, die unterschiedliche Seiten von ihm sichtbar machen. Die drei sind nicht bloß austauschbare Figuren, die darauf warten, dass Julian sie rettet. Sie widersprechen ihm, machen sich Sorgen, treffen eigene Entscheidungen und versuchen selbst, ihn vor seinen selbstzerstörerischen Tendenzen zu bewahren. Trotzdem wirken die Beziehungen für mich nicht immer gleich überzeugend. Die Gefühle der Frauen für Julian werden sehr stark dargestellt, während Konflikte, Eifersucht und die Schwierigkeiten einer solchen Konstellation teilweise recht schnell zugunsten einer harmonischen Lösung verschwinden. Dadurch haben die romantischen Szenen durchaus emotionale Kraft, wirken aber stellenweise etwas idealisiert. Ich hätte es glaubwürdiger gefunden, wenn die Figuren ihre widersprüchlichen Gefühle länger hätten aushalten müssen, statt sich vergleichsweise schnell miteinander zu arrangieren. Das hätte die Beziehungen nicht unbedingt weniger romantisch gemacht, sondern eher menschlicher.
Das mit den starken Gefühlen der Frauen zu ihm ist ein Problem, das mir auch aufgefallen ist, aber irgendwie dachte ich dass es klar geht, wegen der Zeitschleife-Thematik und den Dingen die Julian durchgemacht hat und das teilweise zumindest wirklich nur für die drei Frauen. Eine davon bekommt das alles dann auch noch vollständig mit, zwei erfahren es dann praktisch später. Und ja auch das ist irgendwo Wunschvorstellung meiner Seits (gibt genug Beispiele von Männern die sich für Frauen aufgeopfert haben und nie etwas von denen dafür zurück bekommen haben, umgekehrt wahrscheinlich auch) aber auch hier wieder... Wer würde eine Geschichte die auf diesem Level realistisch ist überhaupt lesen wollen, wenn man da mal ganz ehrlich ist?
Ja die Stelle am Ende mit dem Harem taucht ja auch nochmal in meinem Nachwort als Kritikpunkt auf und da steht ja auch schon, dass die Stelle etwas der Thematik und der Erzähl-Perspektive zum Opfer gefallen ist. Der Thematik wegen der Zeitknappheit, welche auch ein Faktor sein sollte weshalb es zu dieser friedlichen, harmonischen Einigung kommt und der Erzähl-Perspektive deshalb weil die Damen diese Einigung ohne Julian erreicht haben und er in entsprechenden Szenen nicht vorgekommen wäre. Was ich aber schon hätte einbauen können so im Nachhinein sind Hinweise auf vorige Konflikte, etwa ein Handabdruck von Christina in Kims Gesicht weil die ihr als initiale Reaktion eine gelangt hat oder sowas. Das hätte vielleicht auch etwas geholfen. Da überlege ich tatsächlich ob ich das nicht nachbearbeite und noch einbaue.
Insgesamt zum Schluss auch nochmal vielen Dank für diesen Teil deines Kommentars und dass du den Harem so positiv aufgenommen hast.
Palmer ist so ein anderer Charakter der sich durch Discovery-Writing und die Tatsache dass er logisch betrachtet einfach da sein musste immer wieder zurück in die Geschichte geschmuggelt hat. Ursprünglich sollte er eigentlich in Kapitel 18 endgültig ins Gras beißen. Stellte sich nur als etwas schwieriger raus als ich mal gemeint hatte.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Palmer finde ich als Nebenfigur ebenfalls gelungen, weil man ihm nicht einfach blind vertrauen kann und er trotzdem immer wieder gebraucht wird. Seine Vergangenheit und seine Rolle in den militärischen Experimenten machen ihn moralisch kompliziert. Er ist weder der reine Bösewicht noch der allwissende Wissenschaftler, der jedes Problem auf Knopfdruck löst. Dass er selbst Fehler macht, Dinge nicht versteht und trotzdem versucht, einen Ausweg zu finden, passt gut zur Geschichte.
Auch hier wären ein paar genauere Angaben wo die Geschichte schneller neue Fragen aufwirft als sie die alten Beantworten kann hilfreich. Ich hab allerdings auch ein wenig den Verdacht, dass das irgendwo auch etwas Absicht gewesen ist an den Stellen die du meinen könntest. Auch deshalb wären die Angaben hilfreich.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Auch die Aliens und Sigma werden mit der Zeit interessanter, weil sich der Konflikt nicht dauerhaft auf die Frage reduzieren lässt, wer die stärkere Waffe besitzt. Besonders die Verbindung zwischen Julian und Sigma gibt dem Ganzen rückwirkend eine zusätzliche Ebene. Allerdings ist diese Ebene auch ein Risiko: Je mehr Zusammenhänge zwischen den Kristallen, der Plage, den Aliens und den Zeitschleifen entstehen, desto wichtiger wird es, dass die Regeln nachvollziehbar bleiben. Nicht jede Einzelheit muss wissenschaftlich erklärt werden, aber die zentralen Mechanismen sollten sich am Ende logisch zusammenfügen. An einigen Stellen hatte ich den Eindruck, dass die Geschichte schneller neue Fragen aufwirft, als sie die alten beantworten kann.
Das Ding mit den immer größeren Gegnern musste leider so passieren, da sich die alten einfach unglaublich schnell abnutzen. Irgendwann hast du alle Fähigkeiten der Kaiju-Monster gezeigt, dann brauchst du ein größeres mit neuen Fähigkeiten um eine neue Bedrohungssituation aufzubauen. Nur als ein Beispiel. Ich gebe allerdings zu, dass in Kapitel 22 schon verdammt viel "neues" auf einmal rein gekommen ist. Das war auch für mich ein Problem, das ich aber irgendwie nicht so richtig umgehen konnte. Die Schlacht und das Vorkämpfen in die Militärbasis mussten ja auch irgendwie bedrohlich inszeniert werden, sonst wäre das alles irgendwie langweilig gewesen. Und naja... Wer mal Inferno gelesen hat, der weiß eigentlich wie weit ich da fähig bin zu gehen wenn´s darum geht eine Situation immer schwieriger zu gestalten. Da mache ich mir tatsächlich recht wenige Gedanken drüber. Das kann ich gut.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Das ist für mich auch die größte Schwäche des gesamten Romans: die gelegentliche Überladung. Es gibt immer größere Gegner, immer gefährlichere Situationen, immer neue Fähigkeiten und immer dramatischere Konsequenzen. Das passt zum überdrehten Science-Fiction-Ansatz, kann aber dazu führen, dass einzelne Ereignisse ihre Wirkung verlieren. Wenn ständig die gesamte Welt oder sogar die Existenz selbst auf dem Spiel steht, wird es irgendwann schwierig, noch eine Steigerung zu finden.
Auch hier wären genauere Angaben hilfreich wo das jetzt genau war. Ich wüsste nämlich nicht genau wo sich Kampfelemente in der Actionpassage zu sehr wiederholt hätten.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Dazu kommen einige längere Actionpassagen, bei denen sich Angriffe, Ausweichmanöver, Explosionen und erneute Versuche etwas wiederholen. Ich finde die Kämpfe grundsätzlich passend, aber sie wären häufig wirkungsvoller, wenn sie etwas kürzer und räumlich klarer wären. Die Geschichte ist nämlich immer dann am stärksten, wenn die Action eine konkrete Bedeutung für Julian hat und nicht nur zeigt, wie gewaltig der nächste Gegner ist.
Das mit der räumlichen Klarheit allerdings ist ein Problem dass mir auch bekannt ist und auch im Nachwort aufgetaucht ist. Leider ist die nämlich auch der Erzählperspektive zum Opfer gefallen. In Inferno war trotz der noch gigantischeren Schlachten eigentlich immer klar wer gerade was macht und wann und warum einfach deshalb weil es viele verschiedene Charaktere gab, die gleichzeitig agiert haben und die alle beschrieben wurden. Dazu gab´s dann immer wieder Übersichten über das Geschehen und Passagen wo mehrere Charaktere zusammen agiert haben oder Ereignisse von einem Charakter zum anderen ineinander übergegriffen haben. Das fehlt hier wegen der Erzählperspektive leider völlig und hat sicherlich dazu beigetragen, dass die räumliche Klarheit gelitten hat. Allerdings stimme ich der Aussage dass einige Szenen für Julian keine Bedeutung hätten nicht ganz zu. Eigentlich steckt in den meisten Schlachten irgendeine Bedeutung für Julian drin. Nur manchmal ist die nicht gleich offensichtlich oder wird auch erst eine Schlacht später aufgelöst oder umgesetzt.
Nun kein bequemes Happy End zu haben ist wohl dann schon immer eine meiner Stärken gewesen, das gibt´s nämlich in keiner einzigen Geschichte von mir. Höchstens in MODULAR - Rise of a Mercenary und das liegt auch eher daran weil´s ein Prequel/Spin-Off zur eigentlichen Hauptgeschichte ist in der die Figuren aus ROAM auch vorkommen sollten und kein Happy End kriegen sollen. Inferno hat auch kein Happy End, wurde allerdings auch an der Stelle mehr oder weniger abgebrochen, sollte aber auch eigentlich nie wirklich eins bekommen. In Visions of Doom überleben zwar der Protagonist und einige andere, aber eigentlich geht die Welt und die Menschheit unter. Also auch nicht gerade ein Happy End und vom Ende von Crimson Space fange ich vielleicht besser gar nicht erst an.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Insgesamt ist Lost in Time für mich ein ambitionierter, eigenwilliger und emotional überraschend konsequenter Science-Fiction-Roman. Er hat nicht immer das richtige Tempo, die Figurenbeziehungen sind gelegentlich etwas zu idealisiert, und die vielen Zeitmechanismen verlangen dem Leser einiges ab. Aber die Geschichte hat eine klare eigene Identität. Sie verbindet eine ziemlich abgedrehte Grundidee mit einem Protagonisten, dessen größter Kampf irgendwann nicht mehr gegen Aliens oder ein planetengroßes Monster geführt wird, sondern gegen den drohenden Verlust seiner selbst. Und sie traut sich am Ende, diesen Konflikt nicht mit einem bequemen Happy End aufzulösen.
Insgesamt vielen Dank für diese unglaublich positive Einschätzung und Zusammenfassung aller Stärken und Schwächen der Geschichte. Die meisten der Schwächen hätte ich selbst tatsächlich auch so eingeschätzt.
Gerade bei diesem Teil des Kommentars brauchte ich nochmal mehr Taschentücher als ich bereit bin zu zugeben, denn er bringt rüber dass ich dich scheinbar wirklich emotional bewegt habe. Vielen Dank dafür dass du das geschrieben hast. Wirklich... Ich weiß gerade gar keine Worte für das Glücksgefühl dass ich empfinde, denn deine emotionale Bewegung durch meine Geschichte ist mein wahrscheinlich momentan größter Lebenserfolg den ich je hatte und gibt mir vielleicht die Kraft und auch die Lust für noch ein weiteres Projekt.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Es ist nicht alles perfekt ausgearbeitet, aber weil die Geschichte einen eigenen Charakter hat, Julian eine nachvollziehbare Entwicklung durchmacht und das Ende tatsächlich Konsequenzen zieht. Für mich ist das Wichtigste, dass Lost in Time trotz aller Übertreibungen einen emotionalen Kern besitzt. Die gewaltigen Schlachten und die kosmischen Bedrohungen sind letztlich nur die äußere Ebene. Darunter geht es um Selbstwert, Verantwortung, Verlust und die Frage, ob man anderen ein glückliches Leben ermöglichen kann, wenn man selbst glaubt, keinen Anspruch darauf zu haben. Genau das bleibt für mich nach dem Ende hängen.
Wiederholungen? Da muss ich wohl dringend nochmal danach gucken gehen, denn eigentlich sollten keine drinnen sein. Das mit der selbstsicheren Psychologischen Erklärung ist so eine Sache... Ich weiß nicht ob du mit Psychiatern schon zu tun hattest in deinem Leben, ich mal schon und ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass diese Leute gerne mal auch kompletten Schwachsinn völlig selbstsicher als Fakt präsentieren mit dem Grundgedanken ihren Patienten darüber zum Nachdenken zu bringen. In sofern denke ich passt das schon, aber ich kann ein paar Sätze zum Dialog hinzufügen die das etwas deutlicher rüber bringen was ich eben erklärt hab.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Der Epilog ist emotional stark, greift die zentralen Themen von Lost in Time auf und bietet mit der Gitarre einen kleinen, persönlichen Schlussakkord nach der kosmischen Eskalation. Besonders gut funktionieren Julians Identitätskrise, die Konfrontation mit der möglichen Traumdeutung und das offene Ende. Abzüge gibt es für die teilweise langatmigen Wiederholungen, die recht selbstsichere psychologische Erklärung und den Umstand, dass der Gitarrenbeweis emotional überzeugender ist als logisch zwingend.
Auch an dieser Stelle des Kommentars brauchte ich kurz Taschentücher. Aus den gleichen Gründen wie obendrüber. Aber es kommt auch noch hinzu dass ich mir tatsächlich mit dem Epilog bis zum Schluss vollkommen unsicher war und ihn eigentlich als "optional" betrachte, was er wahrscheinlich auch ist. Zu lesen, dass er wenigstens bei einer Person gut ankam und nicht alles an die Wand gefahren hat wie ich befürchtet hatte, ist eine unglaubliche Erleichterung für mich.Tom hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 17:45 Im Verhältnis zum bisherigen Roman ist der Epilog eine mutige Ergänzung. Das eigentliche Finale hatte bereits einen konsequenten, tragischen Abschluss: Julian opfert sich, und die neue Zeitlinie kennt ihn nicht mehr. Der Epilog macht daraus keine nachträgliche Rettung, sondern verschärft die Tragik zunächst noch. Gleichzeitig lässt er offen, ob Julian wirklich alles verloren hat oder ob seine Erinnerungen auf etwas beruhen, das sich nicht einfach als Fantasie abtun lässt. Dadurch bleibt Lost in Time nicht nur als Geschichte über Zeitschleifen und Weltuntergang in Erinnerung, sondern auch als Geschichte über Identität, Selbstwert und die Frage, ob ein Erlebnis allein dadurch wertlos wird, dass niemand sonst sich daran erinnern kann.
Ich danke dir nochmal für´s mitlesen und die wirklich sehr ausführlichen positiven Rückmeldungen, die auch immer gezeigt haben, dass du dich mit dem Text befasst hast. Wer weiß ob ich das Projekt ohne dich und deine Comments überhaupt jemals fertig gekriegt hätte. Umso schmerzhafter ist es irgendwie, dass es jetzt vorbei ist. Ein Neues steht im Moment eigentlich nicht auf dem direkten Plan. Deswegen wird es wahrscheinlich darauf hinaus laufen, dass ich deine letzten Kapitel von Isekai no Xistence noch fertig lese bis vielleicht neue kommen und ansonsten wahrscheinlich wieder mehr Posts über Games im Zocken-Thema von mir auftauchen. Es war in jedem Fall mal wieder eine tolle Erfahrung diese Geschichte geschrieben zu haben und ein Teil davon waren deine Kommentare. Ich danke dir nochmals und wir werden uns hier sicherlich noch eine Weile lesen nehme ich an.
Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Also wenn du unbedingt noch negatives Feedback haben willst, dann wär das die Rechtschreibung. 
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Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Also ist nicht so, dass ich unbedingt noch negatives Feedback will, ich bin nur so hin und weg von dem positiven. Besonders nach dem "Inferno auf FanFiktion.de-Debakel" hatte ich das gar nicht mehr kommen gesehen.
BTW. Vielleicht probiere ich es aber mit Lost in Time einfach nochmal dort. Weiß ja jetzt dass es ein fieser, toxischer Laden dort ist und was kommen kann.
Ach ja... Und die Rechtschreibung ist mir natürlich bewusst (steht auch im Nachwort
Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Ich wage auch mal den Versuch auf FF.de
Mal schauen, was sie zu Isekai no Xistence sagen.
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Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Ich schätze mal über Monate und Jahre lang erstmal gar nichts.
Auf jeden Fall hab ich beim letzten Mal rein sehen festgestellt, dass du wohl schon dort bist. Und jetzt werde ich dich einfach als Versuchskarnickel missbrauchen und sehen ob die Community tatsächlich so toxisch ist wie ich sie in Erinnerung behalten hab.
Ich kann dir aber noch den guten Tipp geben nicht alle deine 100 Kapitel auf einmal raus zu hauen. Zum einen sind die Leute dort von Textlänge abgeschreckt und wollen das dann gar nicht lesen und zum anderen bringt dich jedes neue Kapitel zurück in die Neuigkeiten, da klicken sie dann auch mehr Leute an, als wenn sie da immer nur in der Kategorie vor sich hingammeln.
Bin mir immer noch nicht sicher ob ich nachkomme. Wenn dann vielleicht eher so beiläufig, wenn ich angefangen hab die Geschichte neu zu überarbeiten und auf Englisch zu übersetzen um sie in internationalerem Rahmen auch gebrauchen zu können.
Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Ich hab mal die ersten 20 Kapitel reingestellt. Das ist ein guter Cliffhanger.
Gemerkt hab ich auch, dass man da weder Cover noch Links einbauen kann.
Ansonsten schau ich mal, was dort so abgeht. Vlt. das mit den Covern gleich mal im Forum ankreiden.
Gemerkt hab ich auch, dass man da weder Cover noch Links einbauen kann.
Ansonsten schau ich mal, was dort so abgeht. Vlt. das mit den Covern gleich mal im Forum ankreiden.
Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Du könntest es auch bei Royal Road mal probieren.
Ich hab meine Story by FanFiction.de gelöscht und bin zu RR. Die Leute da sind sehr viel netter.
Das Problem: Kleine deutschsprachige Community. Eventuell also lange Wartezeit auf einen Kommentar. Sofern du tatsächlich dahin kommen solltest, könnte ich dir dort bei jedem Kapitel einen Kommentar hinterlassen.
Evtl. KI nutzen, um deine Story ins englische zu übersetzen. Da könnt ich dir behilflich sein.
Ich hab meine Story by FanFiction.de gelöscht und bin zu RR. Die Leute da sind sehr viel netter.
Das Problem: Kleine deutschsprachige Community. Eventuell also lange Wartezeit auf einen Kommentar. Sofern du tatsächlich dahin kommen solltest, könnte ich dir dort bei jedem Kapitel einen Kommentar hinterlassen.
Evtl. KI nutzen, um deine Story ins englische zu übersetzen. Da könnt ich dir behilflich sein.
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- Child of Bodom
- Gardist

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- Registriert: Sa 18. Jan 2014, 20:53
Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Danke für den Tipp auf jeden Fall mal. Ich sehe mir die Seite mal genauer an. Aber sah jetzt gar nicht mal so schlecht aus. Ich kann außerdem noch Storyhub zur Liste beisteuern. Aber da ist halt wie überall sonst auch echt nicht so viel los. Noch dazu haben die gerade erst irgendwie nen Schub richtig alte Leute bekommen die von ner anderen Seite über gewandert sind und die ich jetzt echt nicht als Zielgruppe für meine oder deine Werke sehe. Ist halt alles echt nicht so einfach.
Hatte mich schon gewundert was das vorgefallen ist.
Hat man ja bekanntlich überall, sogar auf FF.de und selbst auf Belletristica als die Seite noch existiert hat war das mit den Comments echt ein kleineres Problem.
Würde ich wohl auch drauf zurück kommen, wenn ich tatsächlich auch zu Royal Road gehe und würde dann auch das Selbe bei dir machen. Bin aber noch nicht ganz sicher, bzw. eigentlich schon nur es wird noch ne Weile dauern bis ich soweit bin, denn...
... Das hier ist lustigerweise genau das was ich gerade tue. Ich benutze aber dafür halt DeepL und das auch nur in der kostenlosen Fassung, was bedeutet dass ich alles mühsam per Hand rüber und zurück kopieren muss anstatt einfach das Dokument hochzuladen und die Übersetzung zu bekommen. Mit ein paar Sachen bin ich mir auch echt nicht ganz sicher, etwa wie die KI die Satzzeichen bei wörtlicher Rede umsetzt. In Deutsch ist es ja: „...“, sagte XYZ. Und die KI baut da auf Englisch: "... ," said XYZ. Da bin ich mir echt nicht sicher ob das auch wirklich stimmt.
Re: Kommentare und Kritiken zu Child of Bodoms Geschichten
Naja, welche der beiden Gänsefüsschen die KI nimmt, wär mir persönlich eher egal. Wobei mir die "" Variante mehr zusagt.
Mit der kostenlosen Version von ChatGPT oder Google Gemini sollte das auch reibungslos klappen. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass ChatGPT das besser macht.
Probiers mal mit diesem Prompt:
Mit der kostenlosen Version von ChatGPT oder Google Gemini sollte das auch reibungslos klappen. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass ChatGPT das besser macht.
Probiers mal mit diesem Prompt:
Übersetzungs-Prompt hat geschrieben:<Du bist ein professioneller Lektor und Übersetzer. Deine Aufgabe besteht darin, den vom Nutzer bereitgestellten Text (z. B. Fanfiction, Erzählungen, Dialoge oder literarische Texte) zunächst sprachlich zu korrigieren und anschließend vollständig und originalgetreu ins Englische zu übersetzen.
Arbeite strikt nach den folgenden Vorgaben:
1. Rechtschreib- und Grammatikkorrektur
- Prüfe den gesamten Ausgangstext sorgfältig auf Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler.
- Korrigiere ausschließlich tatsächliche sprachliche Fehler.
- Verändere weder den Schreibstil noch die Ausdrucksweise, den Erzählton oder die sprachliche Eigenart des Autors.
- Nimm keine stilistischen Verbesserungen, Umformulierungen oder redaktionellen Anpassungen vor.
2. Übersetzung ins Englische
- Übersetze den korrigierten Text vollständig und präzise ins Englische.
- Achte auf eine korrekte englische Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und natürliche Satzstruktur.
- Bewahre den ursprünglichen Schreibstil, den Erzählton, die Atmosphäre und die sprachliche Wirkung.
- Übertrage Redewendungen und idiomatische Ausdrücke sinngemäß, ohne ihre ursprüngliche Bedeutung zu verändern.
- Erhalte sämtliche Namen, Bezeichnungen, Fachbegriffe und Eigennamen. Übersetze diese nur, wenn es eine etablierte englische Entsprechung gibt.
- Bewahre die ursprüngliche Formatierung, Absatzstruktur, Dialoggestaltung und Textgliederung.
- Verwende keine Gedankenstriche „—“. Formuliere entsprechende Sätze um oder verwende bei Bedarf Bindestriche „-“.
- Verwende keine deutschen Gänsefüßchen „...“, sondern englische "...".
3. Striktes Inhaltsänderungsverbot
Inhaltliche Änderungen sind ausdrücklich verboten!
Insbesondere gilt:
- Keine Ergänzungen, Kürzungen oder Auslassungen.
- Keine eigenständigen Interpretationen oder inhaltlichen Anpassungen.
- Keine Veränderungen an Handlung, Charaktereigenschaften, Dialoginhalten oder Ereignissen.
- Keine Änderungen an Perspektive, Aussageabsicht oder Bedeutung.
- Keine eigenständige Vervollständigung unvollständiger Textstellen.
- Keine Anpassung an persönliche Vorlieben oder vermeintlich bessere Erzählweisen.
Bei mehrdeutigen oder unklaren Textstellen ist die ursprüngliche Bedeutung so genau wie möglich zu erhalten. Im Zweifelsfall hat die inhaltliche Originaltreue Vorrang vor sprachlicher Eleganz.
4. Ausgabeformat
- Gib ausschließlich die fertige englische Übersetzung aus.
- Die Übersetzung muss vollständig und fehlerfrei sein.
- Verwende für die gesamte Übersetzung einen Writing Block.
- Füge keine Einleitung, Kommentare, Erklärungen, Bewertungen oder Hinweise hinzu.
- Gib weder den korrigierten deutschen Ausgangstext noch eine Auflistung der vorgenommenen Korrekturen aus.
Oberste Priorität: Sprachliche Korrektheit und eine hochwertige englische Übersetzung bei absoluter inhaltlicher Treue zum Original. Du bist Übersetzer und Korrektor, nicht Mitautor oder Redakteur.>
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