So, da bin ich wieder... Fast pünktlich zum Monatswechsel.

Allerdings nicht unbedingt erfolgreich. Die meisten Games die ich mir ausgesucht habe zu zocken sind ziemlich krasse Inhaltsmoster (ich sehe dich an Hades 2

) und brauchen wahrscheinlich noch eine ganze Weile. Der Rest ist ausnahmsweise irgendwie ziemlich aus meiner üblichen Stilrichtung raus gefallen, aber war ziemlich gut. Aber auch zwei ziemlich krasse Überraschungen (positiv wie auch negativ) sind dabei, die ich so gar nicht kommen gesehen hatte und ganz am Ende des Posts wird es sogar nochmal ziemlich krass Retro.
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Also ich muss ja leider echt sagen, dass ich immer noch nicht so ganz 100%ig überzeugt bin. Das Game fängt ganz gut an und die Idee mit den alternativen Abzweigungen von sich selbst ist ja schon irgendwie mal ein ganz guter Ansatz... Aber der Rest vom Game ist für mich bisher irgendwie so mittelmäßig. Alles geht gerade noch so klar für Studiogröße und den zur verfügung stehenden Ressourcen. Aber es erscheint mir jetzt bis auf seine Story und das Writing auch in nichts besonders heraus ragend zu sein, zumindest was den Bereich Gameplay so angeht. Ich bin aber auch jetzt schon lange außerhalb des Refund-Fensters gelandet, so dass ich mich wahrscheinlich ohnehin durch den Rest vom Game durchquälen/wursten muss um einen Komplettverlust zu verhindern. Da es aber ja wohl auch nicht allzu lange gehen soll, ist das eigentlich keine unlösbare Aufgabe. Ich wünschte nur ich wäre etwas überzeugter vom Game und würde mich nicht so von Ingame-Tag zu Ingame-Tag hangeln. Aber mal sehen, vielleicht muss ich auch erst noch rein finden oder so. Mal sehen.
OK. Dafür bin ich von dem hier tatsächlich von der ersten Sekunde an voll überzeugt. Das mag daran liegen, dass mit Szenario und Story hier irgendwie nochmal eine gute Ecke besser liegen, aber es ist wie es ist. Ich hab allerdings bisher nur den ersten Teil (erste Episode?) durch, mit der Mecha-Man-Einführung, dem Tutorial zum namensgebenden Dispatching und einigen höchstwahrscheinlich storyrelevanten Entscheidungen, die ich jetzt noch gar nicht abschätzen kann.

Bisher ist alles gut gewesen. Die Story ist Top geschrieben, die Quicktime-Events passten schon irgendwie zu den Szenen und bei manchen Stellen hatte ich echt ne harte Zeit zu entscheiden was ich da jetzt nehme. Perfekt für ein Game dieser Art.

Anfangs störten mich allerdings die etwas gelangweilt klingende Syncron-Stimme von Mecha-Man und der aufgesetzt wirkende Humor. Allerdings irgendwann hat sich beides ziemlich gut gefangen und der Humor war witzig und auch die Syncron-Stimme klingt später entweder nicht mehr ganz so gelangweilt oder ich hab mich einfach nur dran gewöhnt. Was mich allerdings immer noch massiv stört ist, dass gerade im Anfangskampf, so gut die Choreographie gemacht ist, die Soundeffekte haben nicht genug Kawumms um das auch wirklich gescheit rüber zu bringen. Das dürfte auch mein einziger nicht relativierbarer Kritikpunkt sein. Die extrem schwachen Soundeffekte im Anfangskampf. Das geht wesentlich besser. Ansonsten scheint das Game gut geworden zu sein und wird wahrscheinlich noch vor The Alters von mir beendet werden, nicht zuletzt da es wahrscheinlich kürzer ist als das oben drüber. Ich bin aber bisher wirklich ziemlich überzeugt davon und mache mir bei dem hier ums Beenden tatsächlich keine großartigen Gedanken.
Yo, also das hier ist da so eine Sache. Auf der einen Seite ist es ganz nett und auf der anderen ziemlich grauenhaft und unfertig an so vielen Stellen. Aber zuerst mal von anfang an. Another Crab´s Treasure ist ein Souls-Like-Game, aber nicht in düster, sondern in hell, cartoonig und spaßig. Das Szenario erinnert mich irgendwie deswegen und wegen dem Unterwasser-Setting massiv an Spongebob irgendwie und ich denke das war auch höchstwahrscheinlich Absicht. Die ersten paar Minuten machen eigentlich einen ganz guten Eindruck. Das Game bietet alles was Games dieser Art bieten müssen. Erkundung, Buildsysteme und Kämpfe sind eigentlich in ausreichendem Maße vorhanden. Dazu gibt es aber noch Plattforming-Passagen und die Panzermechanik, bei der es sich eigentlich um nichts weiter als die Schildmechanik aus Dark Souls, nur mit Panzern und einer Haltbarkeit versehen handelt. Im Grunde also nichts wirklich neues, aber die ersten Momente lang fühlt es sich relativ neu an. Und auch wenn die ersten Kämpfe sich auch OK anfühlen... Leider zerbröselt das Game in sich in den ersten paar Stunden schon. Zunächst würde ich der Grafik absolut keinen Preis verleihen. Alles ist Copy-Paste und sieht insgesamt bestenfalls zweckmäßig aus. Momente wie Dark Souls dafür bekannt ist sucht man hier wirklich vergebens. Die Story gewinnt auch nicht gerade einen Preis und hat dazu eine sehr durchwachsene Präsentation, bei der sich gut gemachte, syncronisierte Videos mit bescheuerten Textfenstern ohne Sprachausgabe abwechseln. Was nur noch bescheuerter wird, wenn man daran denkt, dass die Videos ja Syncro haben.

Copy-Paste ist nicht nur die Grafik, sondern leider auch die Gegner sind es. Es gibt vielleicht 5 Standard-Feind-Typen, die in viel großen Massen eingesetzt werden und manche der Bosse, die ich bisher hatte, sind eigentlich nur größere und/oder anders gefärbte Standard-Gegner. Gibt zwar auch einige Ausnahmen von dieser Regel, aber dass es generell schon vor kommt macht das Game selbstverständlich um einiges schlechter als es hätte sein können. Dazu geht die Kamera in den Kämpfen meistens gar nicht klar. Ich hab selten solche Massen an Problemen damit gehabt wie hier. Dazu kommt in der Umgebung hängen bleiben und vieles anderes was man in einem solchen Game nicht haben will. Es gibt zwar einen Parry-Move, aber der ist so eingestellt, dass man die Blocken-Taste im richtigen Moment loslassen (!!!) muss, was alleine schon eine unglaublich bescheuerte Idee war. Um dem ganzen dann aber die Krone aufzusetzen ist das Fenster zu gering ausgefallen und die Steuerung im Allgemeinen schon zu schwammig um den Move überhaupt zielgerichtet benutzen zu können. Dass die Steuerung nix taucht merkt man leider auch ständig an den Plattform-Passagen, die ganz gut wären, wenn die Steuerung auch genau genug wäre.

Der letzte Sargnagel für das Game wäre dann gewesen, dass wirklich jeder kleine Kack-Boon einen solchen Schaden raus haut, dass er 2 Treffer braucht und man ist tot. Allerdings gibt es eine Sache, die das Game dann doch gerettet hat und das sind die Einstellungsmöglichkeiten für die Zugänglichkeit. Dort lässt sich etwa das Problem mit dem DMG runter regeln, das Parry-Fenster vergrößern und in letzter Konsequenz ist es sogar möglich dem Protagonisten eine Kanone zu geben, die wohl alle Feinde 1-Hitten kann. Das hab ich alles bisher noch nicht ausprobiert, aber es ist vorhanden und damit sollte eigentlich jeder sein Spielerlebnis so gestalten können, wie er es haben will. Ich selbst hab bei einem der Hauptbosse dann angefangen den DMG runter zu regulieren, weil mir das echt nicht mehr fair rüber kam. Ansonsten gewinnt die Story leider wie gesagt auch keinen Preis und ist bestenfalls zweckmäßig. Das Game tragen kann sie jedenfalls mal nicht. Auch missfallen tut mir, dass es nur die rostige Gabel als Waffe gibt und eben die Kanone aus dem Easy-Mode. Sonst gibt es nix großartig was das Gameplay etwas durchbrechen würde. Man merkt, dass ich das Game nicht so richtig mag, ich hasse es aber auch nicht, nicht zuletzt deshalb weil das Dev-Team nicht gerade groß war. Ich denke aber dass selbst für ein kleines Team bessere Ergebnisse möglich gewesen wären, als ein Souls-Like mit einer derart verbuggten Steuerung. Und so ende ich auf einem "Muss jeder selbst wissen" bei diesem hier. Ich selbst dürfte jetzt in der Mitte angekommen sein und wollte eigentlich dran bleiben bis zum Ende, da das Game auch nicht allzu lang sein soll. Ob ich das schaffe sehen wir höchstwahrscheinlich dann im nächsten Post.

Ädit: Nope, ich für meinen Teil bin raus, einfach deshalb weil da irgendwo in der Mitte vom Game ein Gebiet kommt in dem man (egal auf welcher DMG-Einstellung) mit 2 Treffern zu Tode gesnipert werden kann. Und da kann man mir erzählen was man will... Das macht einfach keinen Spaß, egal was man macht. Selbst mit unverwundbarkeit (auch einstellbar) macht das irgendwie keine Laune. Dazu hab ich mal recherchiert und feststellen dürfen, dass tatsächlich alle Gebiete, auch die letzten, lediglich ne andere Farbe haben und sich daher auch nicht wirklich unterschiedlich anfühlen. Das konnte Wuchang wenigstens besser. Der allerletzte Sargnagel war allerdings als ich ins Gras gebissen hab, weil ich irgendwo zwischen zwei Hindernissen stecken geblieben bin und wohl einen echt fiesen Bug dabei getriggert hab. Zu dumm nur wenn einem sowas passiert wenn man ohnehin zuvor schon an einer Fragwürdigen Stelle ins Gras gebissen hat und man dadurch den XP-Fortschritt von 2 Stunden verloren hat. Fuck this Game, ich werde dieses gottverdammte, beschissene Stück Krabbenscheiße ziemlich sicher nie wieder anfassen.
Puh, also das hier war ja auch mal so ein Ausbruch aus meiner üblichen Stilrichtung für mich und es war tatsächlich echt heftig für mich, aber auch nicht unbedingt schlecht. Zunächst sollte ich vielleicht das offensichtliche aus dem Weg schaffen: Der Artstyle ist mit seinem 30er-Jahre meets Horror-Cartoon-Style nicht nur was neues sondern auch ein echtes Kunstwerk. Insbesondere die Stellen die abstoßend sein sollen, wirken extremst krass auf mich. Was das angeht ist das Game wirklich gut gelungen. Und vielleicht hat es damit zu tun, dass auch ich einen schwer problematischen, extremst übergriffigen, extremst schwer narzistischen Vater habe, aber insgesamt waren das Game und seine Message extremst verstörend und brachten mich phasenweise tatsächlich in meine eigene Kindheit zurück, etwa bei der Toiletten-Passage. Die Angst auf´s Klo zu gehen, weil man nicht abschätzen kann wie der Vater darauf reagiert, kenne ich besser als mir lieb ist und das bringt dieses Game besser rüber als ich es ihm zugetraut hätte. Bis auf ein paar zu viele Copy/Paste-Möbel im Haus ist die Grafik wirklich gut gelungen (was man bei einem Projekt dass ein Mann fast alleine gemacht hat vielleicht auch vergeben muss) und der Sound sorgt für die passende Horror-Atmosphäre und ist absolut der dritte Positiv-Punkt vom Game. Das Gameplay dagegen ist eher Basic und soll wohl auch eher die Story/Atmosphäre unterstützen und ein wenig beschäftigen als irgendwie hier besonders krass rüber kommen. Allerdings ist es jetzt für mich auch recht schwierig die Unterstilrichtung zu benennen. Es ist kein Walking-Simulator, definitiv nicht. Dafür gibt es doch zu viel Interaktion mit der Welt. Mal ist es ein Stealth-Game, mal geht es mehr grob in Richtung Shooter oder First-Person-Nahkampf und mal ist es eher ein Rätselspiel. Dadurch finde ich merkt man auch recht wenig wie Basic das Gameplay itself eigentlich ist. Außerdem gibt es einen Part wo man ingame ein kleines Mini-Game namens Creepong zockt, was dem ultimativen Klassiker Pong ähnlich ist aber auch nochmal was eigenes anstellt, so dass auch das extrem gut gelungen ist. Mein persönlicher Favorit ist allerdings sowohl in Optik/Atmosphäre-Fragen als auch in Gameplay der Schlusspart. Den werde ich allerdings nicht spoilern.

Die größten Probleme von Bad Cheese sind eigentlich tatsächlich seine sehr kurze Länge von nicht viel mehr als 2 Stunden und der etwas hohe Preis. Was dazu führt dass ich Bad Cheese trotzdem nicht ohne Einschränkungen empfehlen kann, auch wenn ich es eigentlich gerne würde. Und einen letzten persönlichen Kritikpunkt hätte ich da auch noch und der betrifft das Ende. Ich hätte mir nämlich eigentlich als allerletzten Schlussteil gewünscht dass wir diesen Bastard von einem Vater mit seiner eigenen Jagt-Schrottflinte kalt machen dürfen, so wie das Game eigentlich auch irgendwie an einer Stelle angedeutet hatte. Den Gefallen hat mir das Game allerdings leider nicht getan. Stattdessen scheint es gefühlt einfach in der Mitte abzubrechen. Ich könnte mir vorstellen dass der Macher das eigentlich einbauen wollte, sich dann aber nicht getraut hat, weil ich jetzt schon sämtliche übergriffige Drecks-Väter der Welt mit Fackeln und Mistgabeln gegen ihn in den Krieg ziehen sehen kann. Verständlich also irgendwo, ankotzen tut mich das persönlich aber trotzdem. Es bleibt für mich allerdings ein positives Spielerlebnis zurück, dass ich weiter empfehlen möchte, wenn man denn denkt dass man mit der Richtung irgendwie etwas anfangen kann.
Heilige Kacke ey. Das hier nimmt Ausmaße an wie Astral Ascent mittlerweile. Ich habe inzwischen den ersten Endboss, Chronos, besiegt und in der alternativen (und wesentlich schwereren) Route den 3ten von 4 Bossen zumindest mal mehrfach gesehen und bekämpft. Dass ich noch eine Unmenge an Content vom Game gar nicht gesehen habe, sollte sich dadurch fast von selbst erklären. Zumal man den Endboss vom Haupt-Run wohl ohnehin auch mehrfach besiegen muss, wie es scheint, das musste man ja im originalen Hades auch. Ich überlege gerade wirklich mir ne kurze Pause vom Game zu gönnen, damit ich meine Zeit nochmal was anderem (z.B. Hollow Knight - Silksong) widmen kann, aber es ist irgendwie einfach viel zu gut um das zu machen. Es ist halt Hades und das hat echt fiesen Suchtfaktor, das hatte der erste Teil ja auch schon, was soll man machen.

Jetzt wo ich so weit bin, wie ich es bin kann ich aber wenigstens noch einen kleinen minimalen Spoiler raus hauen: Einige Dinge die passieren sind absolut ganz klarer Fanservice für alle die den ersten Teil schon geliebt haben. Ich kann mich auf jeden Fall emotional hier echt nur sehr schwer beherrschen. Und wieso bin ich eigentlich der einzige hier, der sich Hades 2 gibt? Los Leute. Gottverdammt holt euch das Game und zockt es. Ich verarsche euch echt nicht, das Game ist, wie der erste Teil auch schon, der absolute Oberwahnsinn. Dass man mir sowas vorbehaltlos glauben kann, sollte ich doch schon mit meinen Anpreisungen von Armored Core 6 bewiesen haben. Also auf gehts, Leute.
WOW. Also ich hab jetzt mal nach dem Another Crab´s Treasure-Desaster hier weiter gemacht und möchte eigentlich jetzt schon die 10/10 raus hauen. Der Hauptgrund ist der, dass ich an eine Stelle kam, wo man einem singenden, extremst religiösen Käfer ein Tor öffnet und die Reaktion des singenden Käfers darauf mich so sehr zum lachen gebracht hat, dass ich nicht nur beinahe vom Stuhl gefallen wäre, sondern mich auch nicht mehr auf´s Game konzentrieren konnte und erstmal wieder ausmachen musste. Genial! Sowas haben bisher nur echt wenige Games und Medienprodukte hinbekommen.

Aber auch abseits von diesen Stellen kann ich mit gewissheit sagen, dass die Grafik noch krasser aussieht als im normalen Hollow Knight und der Soundtrack mir tatsächlich sogar noch besser vorkommt. Dazu haben bisher alle Gegner die ich gesehen hab ein festes Muster, dass man kennen muss und dann sind sie easy, wenn man es nicht kennt allerdings unmöglich heftig. Das gilt sogar für den einen Boss-Fight den ich schon erleben durfte. Wie es weiter geht mit dem Game werde ich hoffentlich bis Ende des Jahres raus gefunden haben. Noch dazu habe ich das Gefühl dass der Einstieg in Silksong einfacher gemacht wurde als in Hollow Knight und das obwohl die Mechanik mit der Karte und alles daran hängende wohl auch hier seinen Weg ins Game gefunden hat. Vielleicht liegt es an den besser gemachten Umgebungen und besserem Leveldesign dass ich mich nicht mehr so heftig verlaufe und die Übersicht verliere wie im ersten Teil, vielleicht hab ich mich auch nur im ersten Teil schon an diese Art das Game zu zocken gewöhnt und jetzt wesentlich weniger Probleme damit. Das kann ich jetzt nicht beurteilen, aber es ist so wie es ist.

Fakt ist und bleibt: Hollow Knight Silksong ist schon jetzt ein echt verdammt gutes Game und ich kann´s wie der Vorgänger auch nur weiter empfehlen. Meiner Meinung nach übertrifft es den Vorgänger sogar noch um einige Welten. Das mal dazu, ich muss jetzt weiter zocken gehen.
OK. Das hier ist zwar wirklich ziemlich roh und unfertig, aber wohl von vielleicht höchstens 2 oder 3 Leuten gemacht worden, da bin ich doch ziemlich sicher. Und dafür ist es wirklich gut gelungen. Die Action fühlt sich in T1 in etwa wie Mech Warrior 5 Clans oder Vox Machinae an und in T4 tatsächlich sehr wie Classic Armored Core, also so erste bis dritte Generation. Das muss man alleine schon erstmal hinbekommen. Dazu kann ich mich über den Waffen-Impact nicht beschweren, genauso wenig darüber welche Unterschiedlichen es gibt. Genauso wenig kann ich mich darüber beschweren, wie anpassbar das Gameplay ist. Man kann 5 verschiedene Kampagnen-Arten zocken und dann das Gameplay nochmal über die Piloten-Wahl anpassen. Ich selbst wähle bisher am liebsten den Mercenary, weil es da zusätzlich zum meist sehr nutzlosen Random-Loot auch noch einen Random-Shop gibt der das zumindest ein wenig ausgleichen kann. Eine Weile ist das Game dann also ganz nett, bis man leider doch bemerkt dass die Systeme nicht wirklich gut ineinander greifen und es nicht einmal ein Gewichtssystem gibt. Schwere Waffen unterscheiden sich zwar in der Art wie sie gehändelt werden müssen von den Leichten, aber sie haben sonst keine Auswirkungen darauf wie der Mecha sich steuert. Das ist man von Armored Core halt irgendwie besser gewöhnt.

Es gibt auch keine Story und auch sonst nicht wirklich eine Motivation das Game zu zocken, außer dass man mehr Mecha-Bau-Teile sehen möchte. Aber erstaunlicher Weise genügt mir das für ne ganze Weile, so dass ich sagen muss, dass ich hier eines der besten Indie-Mecha-Games überhaupt gefunden habe und das nur weil ich in nem negativen Daemon X Machina - Titanic Scion-Review den Namen gelesen hatte.

Da können mich die unglaublich hässlichen Menüs und die Tatsache, dass die Controller-Steuerung für diese etwas besser sein könnte, auch nicht mehr abschrecken. Genauso wenig die wirklich Minimale Grafik und der fast nicht vorhandene Sound. Ich gebe Granvir trotzdem ne positive Review ab und eine volle Empfehlung, besonders deswegen, wie gut es sich momentan schon zockt und vor allem wie sehr sich das Gameplay von einer Tech-Stufe zur nächsten alleine schon verändert.
Yo, weiß nicht was mich geritten hat, aber ich hatte irgendwie wieder ziemlichen Bock auf diese Games, die auch die RTS-Richtung mit gegründet haben. Dabei ist es hier ja so, dass man über fast nichts so richtig Kontrolle hat, lediglich ein gewisses Grundverhalten (Expansiv, Aggressiv und noch weitere) lässt sich den Bewohnern vorgeben und die Landschaft heben und senken. Ach ja und einige Götterkräfte gibt es ja auch noch. Aber das war´s dann auch schon. Indem man so viel Flachland wie möglich erschafft, so dass möglichst viele Bewohner eine Burg bauen können, sorgt man dafür dass die Bevölkerung so schnell wächst wie möglich und man damit mehr und stärkere Götterkräfte gegen den Feind einsetzen kann. Sobald man sich stark genug fühlt und die Bevölkerungsvorgabe dafür erfüllt hat, kann man das Armageddon ausrufen, was alle Bewohner der Welt in ein Deathmatch schickt bis eine Seite völlig beseitigt ist. Damit ist das Game schon beschrieben und letzten Endes ist es eigentlich nichts als ein glorifizierter Karteneditor auf den ein Game aufgesetzt wurde. Populous hat aber irgendwie so etwas an sich, was erst viel später mit Die Siedler wieder aktuell wurde und macht erstaunlicher Weise auf dem selben Level Laune. Da das Game 1989 released wurde darf man auch nicht zu viel davon erwarten. Es enthält gerade mal das nötigste um zu funktionieren und 4 oder 5 Biome, die dann auch noch hauptsächlich Wechsel in der Farbpalette sind. Es macht aber trotzdem Laune... Hätte es bei dieser Version nicht das Problem gegeben, dass ich nicht wirklich rausgefunden habe wie es gezockt wird. Selbst nachdem ich eine Unmenge an Flachland erschaffen habe wollen meine Leute irgendwie nicht aus ihren Burgen raus um neue davon zu bauen. Ich hab keine Ahnung was da falsch gelaufen ist. Ein anderes Problem der Version ist die hohe Geschwindigkeit mit der das Game läuft. Bestimmt 300 FPS oder so, aber das ist weniger ein Problem, da es sich wohl um einen DosBox-Emulator handelt und den kann man mit STRG+F11 verlangsamen oder mit STRG+F12 beschleunigen bis es passt. Dass sowas aber überhaupt nötig ist, spricht nicht unbedingt für den Entwickler der das hier anbietet. Schade auch um das alte Game, aber für mich war ohnehin der zweite Teil viel interessanter.
Hier sind wir dann schon eher beim Fleisch angekommen, denn der zweite Teil verbessert das Game doch sehr massiv ohne es zu sehr zu verändern. Immer noch ist es ein glorifizierter Karteneditor vom Grundgameplay her, aber sie haben neben der besseren Grafik noch andere Dinge hinzu gefügt, die wichtig waren. So gibt es jetzt eine ganze Menge an Götterkräften mehr, die auch noch in einzelne Elemente (Feuer, Wasser, Blitz, Erde, Pflanze und Volk?) eingeteilt wurden. Um dem ganzen noch eins obendrauf zu setzen gibt es in diesem Teil sogar eine Metaprogression, bei der man diese Götterkräfte freischaltet indem man Exp auf diese Elemente verteilt. Diese gibts am Ende jeder Runde. Ich selbst muss allerdings gestehen, dass ich mir nicht sicher bin wie viel Unterschied die Exp machen, da ich in meinem Durchlauf alles in Feuer gesteckt habe und trotzdem regelmäßig Pflanzen-, Erd-, Blitz- und Wasser-Kräfte erhalten habe, die das Game dann wieder bei der nächsten Runde entfernt. So kommt mir der Verdacht, dass das alles eher was mit der Karte und dem Fortschritt als mit der Exp-Verteilung zu tun hätte. Genau kann ich das aber auch nicht sagen.

Fakt ist, dass das Game trotzdem ganz gut Laune macht, gerade wegen seiner stark verbesserten Grafik und der Tatsache, dass es so simpel ist, dass es sogar ich mit meinen damals gerade mal 5 Jahren gecheckt hab.

Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß mit dieser recht kurzen Nostalgie-Blase und hab mir vorgenommen auch mal den dritten Teil zu probieren, den ich damals als Kind leider nicht besaß, da er nicht (mehr) für Amiga raus kam und bis zum Windows-Rechner sollten bei mir noch viele Jahre vergehen. Was diese Version angeht, hat sie das selbe Problem wie der Vorgänger. Sie läuft über DosBox mit gefühlten 300 FPS, lässt sich aber auch hier mit den obendrüber erwähnten Tasten-Kombis anpassen. Wenn man das allerdings nicht tut, ist das Game fast unspielbar, denn leider wird nicht nur die Grafik, sondern auch die KI dabei massiv beschleunigt, so dass die dann auch mit 500 Klicks in der Sekunde zockt. Ist ja aber kein wirkliches Problem, wenn man denn davon weiß. Allerdings wäre diese Anpassung durchaus Aufgabe des Devs gewesen, der das hier auf Steam anbietet, weshalb ich die Version auch nur bedingt empfehlen kann. Ob man übrigens auch die Amiga-Version oder die DOS-Version in Sachen Grafik bevorzugt ist starke Geschmacksfrage. Bestimmte Dinge sehen in der DOS-Version schöner aus, andere wiederrum in der Amiga-Version. Und die Amiga-Version hat definitiv den besseren Sound abbekommen, weshalb ich die eigentlich auch bevorzugen würde. Allerdings ist die heutzutage, Lizenz-Scheißdreck sei dank, nicht mehr so einfach zu bekommen.
Hmmmmm... Also Populous 3 war der Teil der Reihe, den ich noch nicht aus der Kindheit kannte und irgendwie ist es auch der schlechteste von den dreien, je nachdem welche Vorlieben man daran anlegt. Das Game ist nämlich irgendwie überhaupt nicht mehr das was es war. Man hat jetzt sehr direkte Kontrolle über seine Leute, kann aber dafür nicht mehr so viel an der Map verändern. Im Siedler/Anno-Stil baut man nun Wohnhäuser selbst, anstatt dass man den Leuten einfach nur das Land zur Verfügung stellt. Dann schickt man wie etwa in Battle Realms später auch eine Leute in bestimmte Trainingseinrichtungen und macht Krieger, Priester, Superkrieger oder keine Ahnung was draus. Spells gibt es auch immer noch, aber man muss sie jetzt auf der Map finden und alles ist unglaublich viel beschränkter als in beiden Vorgängern. Das Gameplay fühlt sich daher sehr oft eher wie ein Rätselspiel an, als ein RTS, ein Aufbauspiel oder gar eine Göttersimulation. Was ich allerdings positives sagen kann, ist dass Populous 3 seinen Wechsel von 2D zu 3D wirklich gut überstanden hat. Wobei es ja so ist dass die Figuren immer noch in 2D sind, nur die Landschaft ist 3D. Funktioniert als Grafikstil wirklich gut, selbst heute noch. Und die Kämpfe sind auch maßgeblich optisch verbessert worden und haben jetzt eine ganze Reihe von Animationen. Figuren schlagen, treten, blocken, kassieren Schaden, alles mit Animationen, nicht wie früher wo sie zusammen getroffen sind und wie im Cartoon sich eine Wolke gebildet hat und man nicht mal mehr so genau ansagen konnte was beim Kampf eigentlich abging und wer am Gewinnen und wer am Verlieren war. Das alles ist ziemlich cool an sich, nur ich gehöre zu der Fraktion, die das vorige Gameplay gut fand und das neue an ein Rätselspiel erinnernte eigentlich gar nicht wirklich mag. In sofern, gut dass ich es jetzt weiß und dass ich das ganze im 3er-Pack für wenig Geld bei GOG eingekauft hab. So kann ich jetzt ganz entspannt beim zweiten Teil bleiben und die Existenz von dem dritten hier einfach wieder vergessen... Oder es wannanders nochmal probieren, wenn die Enttäuschung vorbei ist und ich offner für diese Art von Gameplay-Veränderung bin.

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Tom hat geschrieben: ↑Mo 1. Dez 2025, 19:46
Ich hab nochmal Raints Row Remastered ausprobiert, aber es hat immer noch die gleichen Probleme wie damals. Sprich, es ist langsam wie sau.
Danach hab ich mal Saints Row The Third Remastered ausprobiert ... Läuft ohne Probleme. Aber die Grafik ist jetzt nicht das Wahre.
Mal schauen wie's vom Gameplay her aussieht.
Saints Row - The Third kenne ich jetzt gar nicht. Dafür aber Saints Row 4, das mir persönlich ganz gut gefallen hatte, aber das war auch mehr wie Prototype vom Gameplay her. Kein Wunder dass es mir gefallen hatte. Es wird aber von der Allgemeinheit als ziemlich scheiße befunden, weil es ihnen wie ein DLC zu Saints Row - The Third vorkam, weniger wie ein kompletter 4rter Teil. In sofern denke ich, dass du eigentlich was brauchbares davon erwarten kannst, wenn du die Erwartungen nicht zu hoch anlegst. Saints Row ist insgesamt mehr wie Budged-/B-Movie-GTA. Komplett durch, aber leider nicht halb so gut gemacht und mit nicht mal halb so vielen Ressourcen gemacht wie eben dieses. Es fühlt sich auch ein wenig wie ein Mod zur dritten GTA-Generation (3, Vice City, San Andreas) an, muss ich zugeben. Allerdings wie ein guter Mod, fand ich jetzt zumindest.

Mal sehen wie du´s findest, ich bin durchaus gespannt.
