[RC18](Horror/Sci-Fi/Fantasy) Lost in Time

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Child of Bodom
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Re: [RC18](Horror/Sci-Fi/Fantasy) Lost in Time

Beitrag von Child of Bodom »

Kapitel 17 – Ein richtig dummer Plan:

Julian konnte nicht vermeiden, dass er laut aufschrie als er dieses Mal im neuen Zyklus wieder erwachen sollte. Diese Schmerzen waren einfach selbst nach dem tausendsten Mal absolut unerträglich. Nur sehr langsam gewöhnte er sich daran. Das musste er aber, denn es gab viel wichtigere Probleme um die er sich dringend kümmern musste. Wo befand er sich? Offensichtlich in einem Bett, so viel konnte er alleine durch das Liegegefühl sagen. Schnell dachte Julian an die Sonne und aktivierte so den Arm-Panzer den er immer noch am linken Arm trug. Die holographische Projektion einer Sonne erhellte das Innere des Raums ausreichend, dass Julian erkennen konnte, dass es sich immer noch um seinen Miet-Transporter handelte. Das Militär war offensichtlich auch noch nicht da und so entschied sich Julian das Vehikel schnell durch die Schiebetür zu verlassen, bevor die ersten Soldaten eintreffen könnten. Und tatsächlich konnte er die ersten Soldaten bereits um die Ecke stürmen sehen, als er draußen war. Schnell nahm Julian sich Deckung an der Frontseite seines Fahrzeugs, wo sie ihn nicht sehen konnten und entschied dann schnell aber möglichst leise zum nächsten Vehikel zu schleichen und von dort weiter zum übernächsten.
„AUFMACHEN!!! SOFORT!!!“, konnte er einen der Soldaten wie beim letzten Mal autoritär ausschreien hören, während er weiter zum nächsten Vehikel schlich und weiter versuchte Abstand zu den Soldaten zu gewinnen. Er konnte hören wie sie die Tür gewaltsam mit einem Brecheisen öffneten und dann das Fahrzeug stürmten.
„Er ist nicht hier, Sir!“, konnte er dann einen der Soldaten ausrufen hören.
„Ausschwärmen! Über das gesamte Gelände wenn nötig! Lasst ihn nicht entkommen!“, antwortete ein weiterer im Befehlston und Julian wurde schnell klar, dass er nicht die Zeit hatte sich von einem Fahrzeug zum anderen zu schleichen. Die Armee würde ihn trotzdem finden. Er brauchte einen anderen Plan. Kämpfen? Nein, das war eine echte Kackidee. Schnell flüchten? Nein, genauso kacke. Die würden ihn erschießen bevor er auch nur ansatzweise vom Festival-Gelände runter kommen würde. Schnell entschied Julian den Fabrikator seines Arm-Panzers zu benutzen und ein Plasma-Gewehr aus einer der Felgen der Autos herstellen zu lassen. Dieses Mal würde er sich zumindest verteidigen, wenn er das glaubte zu müssen. Dann schlich er weiter zum nächsten Fahrzeug, ebenfalls ein Transporter, der ihm guten Sichtschutz bieten würde und leider dann aber auch für eine weitere Strecke das letzte wäre, denn nun folgte ein breiter Zwischenraum, der als Zufahrtsstrecke für die Stellplätze auf dem Festival diente. Immer wieder stürmten Soldaten an seiner Deckung vorbei. Nun kam es auf den richtigen Moment an, den Julian jetzt meinte gefunden zu haben. Noch ein Blick nach rechts und einer nach links. Als er jedoch losstürmen wollte packte ihn jemand an beiden Schultern und zog ihn zunächst zurück in die Deckung. Als Julian laut aufschreien wollte, war ihm das nicht möglich, da dieser Jemand nun auch die Hand über seinen Mund hielt. Anhand des Aussehens der Hände und des Körperbaus hatte Julian bereits erkannt, dass es sich um eine Frau handeln musste und daher überraschte es ihn erstaunlich wenig als er sich nach ihr umdrehte und sah, dass es sich um Christina handelte. Diese nahm schnell ihre Hand von seinem Mund und hielt sich schnell als Geste für Julian, dass er ruhig sein sollte den Zeigefinger vor ihren Mund. Julian hatte genauso schnell verstanden und nickte zustimmend. Dann gab Christina ihm ein Handzeichen, dass er ihr folgen sollte, was er schnell tat. Christina führte ihn in die Gegenrichtung zu seinem eigentlichen Ziel, das der offizielle Ein- und Ausgang des Festivals war. Immer wieder stoppten sie und ließen Soldaten-Gruppen passieren, bevor sie weiter gingen. Tatsächlich hatte Christina ihn an eine offene Stelle in der Umzäunung geführt, durch die sie beide völlig unbemerkt das Festival-Gelände verlassen konnten und nun zusammen unterwegs in den Wald waren.

Immer tiefer drangen sie beide in den Wald vor, der auch immer dichter und schwieriger zu durchqueren wurde. Das Militär hatte sie nicht bemerkt und folgte ihnen auch nicht weiter. Für Julian war es jedoch nur eine Frage der Zeit bis ihnen auffallen würde, dass weder Julian noch Christina an den Orten sein sollten, an denen sie vom Militär vermutet wurden. Für den Moment waren sie jedoch sicher hier und entschieden sich, sich entkräftet mit dem Rücken an jeweils einen Baum zu setzen und erst einmal tief durchzuatmen.
„Ich danke dir… Ich weiß nicht ob ich das ohne deine Hilfe geschafft hätte“, kommentierte Julian dann entkräftet.
„Wenn du auf mich und die anderen beiden gehört hättest, wäre das gar nicht erst nötig gewesen“, antwortete Christina und Julian sackte innerlich kurz in sich zusammen, da ihm klar wurde, dass sie absolut recht hatte. „Was war denn jetzt da unten los?“, fragte sie dann wesentlich verständnisvoller als Julian sehr lange geschwiegen hatte.
„Es war eine Falle. Leutnant Palmer war nicht dort unten. Er war immer noch in der Basis. Wenn wir an ihn heran kommen wollen, müssen wir dort noch einmal rein... Irgendwie…“, erklärte Julian dann.
„Ja, aber die Aliens sagten, dass es sich um einen Angriff dieser Tentakel-Monster handeln würde und dass sich ein, warte kurz... Ein Dimensionaler Riss gebildet hätte…“, warf Christina verwirrt und unsicher wegen der wissenschaftlichen Details ein.
„Das ist der Teil, der mich auch noch sehr verwirrt dabei. Anscheinend kann das Militär diese Mistviecher her rufen. Aber sie können sie wohl noch nicht kontrollieren. Wieder etwas, das uns wahrscheinlich Leutnant Palmer genauer sagen könnte, wenn wir nur irgendwie an ihn heran kämen“, antwortete Julian niedergeschlagen. „Was ist mit Kim und Sandra und ihren Erinnerungen?“, fragte er dann noch einmal nach, aber bereits an ihrem Kopfschütteln konnte Julian die bevorstehende negative Antwort erkennen.
„Sie haben wohl scheinbar alles versucht, aber nichts hat funktioniert. Ganz am Ende wollten sie so ein Gerät in dem Raum aufstellen in dem wir dich gefunden hatten… Ich glaube sie nannten es einen Chronoton-Anker oder so ähnlich… Und meinten dass das vielleicht helfen würde, weil du dann da an dieser Stelle wieder aufwachen würdest oder so ähnlich. Aber leider hat der Zyklus geendet bevor sie es hatten starten können“, erklärte Christina ihre Reaktion nun auch noch und Julian brach weiter innerlich zusammen. Jetzt hatte er auch noch Kim und Sandra verloren… Schon wieder. Und dieses Mal war es auch noch durch sein eigenes Versagen. Er wusste nicht wie lange er diesen Zustand noch ertragen könnte und er war sich unsicher ob er fähig war diese Konsequenzen zu tragen, die sein Handeln gerade gehabt hatten.
„Gottverdammt! Ich hab´s verkackt!“, rief er dann wütend aus und schlug einmal mit der Faust auf den weichen Moosboden. „Ich bekomme auch wirklich gar nichts auf die Reihe. Ich bin zu blöd für wirklich alles… Ich…“, sprach er dann weiter und konnte nicht vermeiden, dass er in Verzweiflungstränen ausbrechen sollte. „Ich bin einfach ein beschissener, kleiner Vollversager… Ich…“, brachte er dabei noch zwischen seinen Schluchzern heraus als er plötzlich Christinas sanften Griff an seiner Hand fühlte. Sie hatte sich ferner vor ihm platziert und sah ihm nun direkt in die Augen. Himmel war diese Frau so wunderschön.
„Julian, bitte… Du kannst mir eine Sache glauben… Ich hätte dich niemals angesprochen und mich dir mit der Sache mit dem Time Loop anvertraut, wenn ich dich auch nur im Ansatz für einen Versager halten würde“, sagte sie dann sehr zu Julians Verwirrung. Er wusste überhaupt nicht wie er reagieren sollte. Noch dazu kam, dass er gerade wirklich jedes kleine bisschen Selbstkontrolle aufbringen musste um nicht etwas gefährlich dummes zu tun. Ein Rascheln im Wald riss sie beide aus dem Moment und lenkte die gesamte Aufmerksamkeit der beiden wieder auf die Gesamtsituation bei der sie immer noch auf der Flucht vor dem Militär waren. Selbst wenn es sich lediglich um ein Tier gehandelt hatte, sie konnten es unmöglich riskieren.
„Wir müssen weiter“, kommentierte Christina nun und Julian nickte zustimmend, bevor sie beide wieder aufstanden und sich weiter durch den Wald kämpften.
„Und als nächstes müssen wir irgendwie zuerst Kim und Sandra überzeugen uns zu helfen und dann die Aliens“, sprach Julian dann plötzlich.
„Das klingt so als hättest du einen Plan…“, kommentierte Christina.
„Den hab ich, aber der wird keinem von uns wirklich gefallen“, antwortete er.
„Das sehen wir dann. Überlass deine beiden besten Freundinnen mir“, sagte sie, während sie beide eine Straße erreichten und dieser vorsichtig zu folgen begannen. Immerhin nutzte auch das Militär diese Wege und wenn sie nicht aufpassten könnten sie gerade dort gefunden werden.

Tatsächlich sollte alles gut gehen und sie das nächste Dorf ohne größere Zwischenfälle erreichen. Von dort aus stahlen sie beide ein Auto, dass Christina mit Hilfe der Alien-Technologie in ihrem Arm-Panzer gehackt hatte. Eines dieser fortschrittlichen Elektro-Autos, ein Tesla oder sowas. Julian kannte sich mit dieser Sorte Vehikel überhaupt nicht aus.
„Du musst mir unbedingt zeigen, wie du das hinbekommen hast“, kommentierte Julian dennoch bevor er auf der Beifahrer-Seite einstieg und Christina fahren ließ. Auch diese Fahrt verlief erstaunlicher Weise ohne Zwischenfälle mit dem Militär und sie erreichten Kim und Sandras Unterkunft, wo Christina sehr schnell die beiden mit Hilfe von holographischen Projektionen aus ihrem Arm-Panzer, Voraussehen ihrer Handlungen und einer guten Portion eines selbstbewussten aber sehr freundlichen Auftritts von der Wahrheit überzeugt hatte. Schneller als Julian es jemals hätte können. Wäre Christina weniger hübsch gewesen, wäre er wahrscheinlich auch schrecklich neidisch geworden. Nun war es jedoch an der Zeit seinen Plan zu erklären und den dreien zu offenbaren.
„Julian! Das ist wirklich das dümmste das jemals jemand für mich tun wollte!“, rief Christina schockiert aus.
„Bist du wirklich sicher, dass du dich sowas nochmal aussetzen willst?“, fügte Sandra schnell an.
„Und überhaupt. Das kommt gar nicht in Frage, Julian! Wir finden einen anderen Weg“, kommentierte nun auch noch Kim.
„Und wie genau sollte der aussehen? Wir haben nur diese eine Möglichkeit. Es ist der einzige Weg an Palmer heran zu kommen. Und wenn wir ihn haben werden wir dem ganzen hier ein Ende setzen“, sagte Julian nun erstaunlich selbstsicher für seine Zwecke. Er hatte das Gefühl genau zu wissen was er da gerade tat.
„Und wenn der schlimmste Fall eintritt?“, warf nun dennoch eine unglaublich besorgte Christina ein.
„Dann werdet ihr drei da sein und mich raus holen“, antwortete Julian erneut äußerst selbstsicher.
„Ich weiß ja echt nicht… Von dem was du erzählst her scheint es wirklich der einzige Weg zu sein, aber der Plan ist irgendwie so… richtig dumm und setzt dich ganz alleine schlimmsten Höllenqualen aus wenn er schief geht“, kommentierte Sandra noch einmal.
„Ist mir immer noch lieber als dass ich eine von euch Dreien diesen Qualen aussetzen würde“, antwortete Julian darauf und unerwarteter Weise erhielt er darauf keine Antwort. Aber was hätten sie darauf auch antworten können? „Ich möchte auf gar keinen Fall je wieder, dass jemand der mir etwas bedeutet darunter leiden muss, dass ich mal wieder irgendwelchen Mist gebaut hab“, erklärte er sich dann leise noch weiter.

Huh? Was war denn nun geschehen? Der Zyklus hatte sich neu gestartet und Julian fand sich in seinem Bett im Transporter wieder. Aber wieso? Hatte ihn jemand getötet ohne dass Julian es bemerkt hatte? War es einer von diesen Dreien gewesen? Spielte es überhaupt eine Rolle? Lautstark begann Julian drauf los zu lachen, da ihm das alles gerade wirklich zu viel wurde. Jetzt war eine seiner drei Freundinnen auch noch eine Serien-Killerin oder wie? Julian hatte gar nicht mal richtig mitbekommen wie Soldaten die Seitentür aufgerissen hatten und ihn auf den Boden schleuderten. Er ließ einfach alles ohne jeden Wiederstand über sich ergehen. Auch dass man ihn einfach wieder in die Militär-Basis zurück brachte ließ er einfach über sich ergehen. Er lachte lediglich hin und wieder ein wenig verstandlos über alles. Ansonsten starrte er einfach in die Leere, so wie er das letzte Mal schon getan hatte als ihn das Militär in seiner Gewalt hatte. Mittlerweile waren sie in der Basis angekommen und Julian wurde aus dem Geländewagen geholt, der sie dorthin gebracht hatte. Nur langsam schlossen sich die gewaltigen Tore der unterirdischen Basis und besiegelten Julians Schicksal. Nun würde er für immer ein Versuchsobjekt des Militärs sein. Aber das war ihm egal. Vielleicht war es ein Weg hier raus. Ein Weg aus diesem sich immer und immer und immer wieder wiederholenden Weltuntergang. Drei Soldaten bewachten ihn mit bereiten Sturmgewehren. Darauf ihn mit Kabelbindern zu fesseln hatte man offensichtlich wegen seines geringen Wiederstandes verzichtet. Anscheinend warteten sie dort am Eingang auf etwas. Und als sich plötzlich Oberst Kurzmann und Leutnant Palmer durch das geordnete Chaos im Eingangsraum kämpften, wusste selbst Julian worauf sie gewartet hatten. Das Problem war jedoch einfach dass es ihm völlig egal war. Genauso wie es ihm egal war, dass sich Oberst Kurzmann äußerst provokativ vor ihm platzierte und versuchte einen tiefen Blick in seine Augen zu bekommen. Julian behielt seinen Blick in die Leere einfach weiter bei und reagierte nicht auf den Oberst.
„Was stimmt denn mit dem nicht?“, warf er dann äußerst irritiert ein.
„Das kann ich leider auch nicht so genau sagen, Sir. Aber wenn sie wünschen, kann ich es versuchen heraus zu finden, Sir“, antwortete Palmer schnell.
„Nein, Nein. Schon gut Palmer. Es interessiert mich nicht wirklich warum diese beschissene, kleine Schneeflocke hier sich aufführt als ob sie schon tot wäre. Wird sie bestimmt ohnehin bald sein“, kommentierte Kurzmann dann und sah Julian noch einmal skeptisch ins Gesicht, als würde er nicht glauben, dass Julians Zustand real wäre. „Nun… Ich denke dann, es handelt sich um ihr Versuchsobjekt, Leutnant Palmer“, sagte er dann und Palmer bestätigte schnell mit einem Salutieren und einem lautstarken „Sir!“, bevor er sich Julian ebenfalls noch einmal genau ansah.
„Bringen sie ihn zunächst in den Chronoton-Abschirmungs-Raum. Ich werde ihnen Bescheid geben, wenn sie ihn von dort aus in den Kristall-Raum verlegen sollen“, befahl nun Leutnant Palmer an die drei Soldaten, die Julian bewachten, welche ebenfalls mit einem lautstarken „Sir!“ bestätigten und dann Julian links und rechts am Arm packten um ihn in den leeren, sterilen Raum zu bringen in dem Julian schon zuvor viel mehr Zeit verbracht hatte als es ihm lieb gewesen war. Nur noch diese kurze Wartezeit und dann wäre bald alles vorbei.

Julian hatte erneut jedes Zeitgefühl in diesem viel zu kleinen Räumchen verloren. Dieses Mal hatten sie ihm nicht einmal diese Schiebeliege darin platziert. Nicht einmal einen Stuhl oder einen Tisch oder irgendetwas anderes, was ihm sein Dasein in irgendeiner Weise angenehmer hätte gestalten können. Nein, dieses Mal waren es nur er und dieser sterile Raum. Wie gut, dass ihm das alles eigentlich vollkommen egal war, so konnte es ihn auch nicht treffen. Er hatte sich lediglich auf den blanken Boden gesetzt, wo er verstandlos vor sich hin kicherte und in die Leere des Raumes starrte. Sein Vater hatte es immer gewusst. Er hatte immer gewusst, dass Julian kein gutes Ende nehmen würde und nun würde er offensichtlich recht behalten. Plötzlich begann sich die Tür vor ihm zu öffnen und drei Männer traten ein. Zwei davon waren Soldaten mit Sturmgewehren. Der dritte war Leutnant Palmer.
„Es ist soweit. Bringen wir´s zu Ende“, sagte Palmer als die beiden Soldaten sich Julian packten und ihn vom Boden auf die Beine hoben. Bis auf die Schwerkraft leistete Julian dabei keinen Wiederstand, ebenso wenig als er durch die Gänge der Basis geführt wurde. Julian hatte schon längst jeden Überblick verloren wo er eigentlich genau war und bekanntlich interessierte ihn das jetzt auch nicht mehr. Dennoch konnte er sich der Schönheit des Kristalls nicht entziehen, den er dort vor sich sah. Vielleicht wirkte er auch nur so schön weil Julian ihn als Schlüssel zum Ende betrachtete. Zum Ende seines Leidens. Er hatte lange genug in dieser Zeitschleife gesteckt und wenn er jetzt dem Militär half dieses Problem zu lösen, dann würde das Leben ihn mit dem Ende und einer Erlösung belohnen.
„Was war das?“, warf plötzlich einer der Soldaten ein als ein Erdbeben die Basis durchzog. Dann ein weiteres und noch ein weiteres.
„Wir werden angegriffen! Die selben Aliens wie einige Zyklen zuvor schon“, rief einer der Männer an den Computern aus.
„Dieses Mal werden sie nicht einmal…“, begann Leutnant Palmer auszurufen, bevor sich gleich 15 Aliens unterschiedlicher Größe und Bewaffnung in dem gewaltigen Kristall-Raum per Teleporter materialisierten und ihre Plasma-Gewehre in die Reihen der Soldaten richteten, welche in einer schnellen Reaktion die seltsamen Energie-Waffen die Julian schon bei seinem letzten Aufenthalt in der Basis gesehen hatte auf die Aliens richteten. Julian fiel direkt auf, dass dieser Angriffstrupp der Aliens größer war, aber wesentlich schlechter ausgerüstet.
„FEUER!“, schrie einer der Soldaten aus und das Chaos sollte beginnen. Blaue Plasma-Projektile fegten massenweise in die eine Richtung und rote Energie-Projektile in die andere. Der erste Soldat sollte von einem der Plasma-Projektile verdampft werden und hatte nicht einmal richtig Zeit zum Schreien. Allerdings wurde auch einem der Aliens durch eines der roten Energie-Projektile des Militärs der Kopf zur Explosion gebracht. Blut und Hirnmasse verteilten sich dabei auch über Julian, der immer noch wirkte als wäre ihm alles egal und einen völlig schockierten Leutnant Palmer, der völlig überfordert mit der gesamten Situation wirkte. Schnell suchten sich die Soldaten Deckung, während die Aliens versuchten ihnen genauso schnell dorthin zu folgen. Auch Leutnant Palmer suchte offensichtlich schnell nach etwas, dass ihm als Deckung dienen könnte. Er war allein. Er war in Julians Nähe. Niemand achtete gerade auf ihn. Einen besseren Moment würde Julian nicht bekommen. Und so begann er intensiv an eines der Alien-Schwerter zu denken, während er eine der ersten Barrikaden vor dem Kristall als Grundmaterial für seinen Fabrikator benutzte. Der Vorgang dauerte keine ganze Sekunde. Nun sollte es darauf ankommen. Das Timing musste genau passen.


Leutnant Palmer reagierte offensichtlich vollkommen irritiert als Julian ihm das Schwert an den Hals hielt und sich schnell seine Pistole aus dem Waffengürtel nahm, die er dem irritierten Leutnant zusätzlich noch an den Kopf hielt.
„Was zum…?“, brachte er lediglich noch raus. „DU!“, schrie er dann wütend auf. „Dein Zustand… Das war alles nur gespielt!“, fügte er dann noch hinzu.
„Bingo... Und du bist drauf rein gefallen“, antwortete Julian gelassen und zog den wütenden aber wehrlosen Leutnant langsam nach hinten in Richtung der Tür ungeachtet des Projektil-Regens der sich vor den beiden ereignete. Palmer leistete bei allem dem erstaunlich wenig Wiederstand, aber Julian wusste auch genau, dass er wachsam bleiben musste. Vielleicht wartete er nur auf eine besonders gute Gelegenheit. Mittlerweile hatten sie den Raum verlassen und schnell musste Julian feststellen, dass dies ein gewaltiger Großangriff war mit dem Ziel die Militär-Basis zu vernichten. Die Aliens griffen das Militär mit einer gewaltigen Einsatz-Truppe an. Julian hatte längst den Überblick über ihre Anzahl und Bewaffnung verloren. Mal ganz davon zu Schweigen, dass Julian sich unsicher war ob die Aliens das überhaupt schaffen konnten, das war nicht der Plan gewesen. Ursprünglich hatten sie lediglich etwas Chaos verursachen sollen, so dass Julian mit Palmer entkommen konnte. Eine kleine Ablenkung eben. Da waren Christina, Sandra und Kim wohl offensichtlich massiv über ihr eigentliches Ziel hinaus geschossen, als die Aliens von dem Angriff überzeugt hatten. Julian wusste nicht was er jetzt tun sollte. Aber er musste schnell etwas tun, denn nun kam ein kleinerer Militär-Trupp mit Energie-Waffen auf ihn und Palmer zu.
„Waffen fallen lassen!!! SOFORT!!!“, schrie einer von ihnen Julian autoritär an und hätte Julian fast zum Lachen gebracht durch die Absurdität der Situation. Aber er wusste auch, dass er jetzt unbedingt konzentriert und bei der Sache bleiben musste. Außerdem wusste er, dass sie ihm nichts tun konnten so lange wie er Leutnant Palmer in seiner Gewalt hatte. Plötzlich krachte ein Plasma-Projektil von einer Quelle hinter Julian in einen der Soldaten und ließ diesen umgehend in einem blutigen Vorgang zerplatzen. Die Soldaten erwiederten das Feuer mit ihren roten Energie-Waffen. Julian bekam noch mit wie eines der Aliens hinter ihm von einem der Projektile am Torso durchschlagen wurde und laut schreiend zu Boden ging. Julian entschied sich Palmer weiter voran zu treiben, da die Soldaten jetzt definitiv mit dem Kampf mit den Aliens beschäftigt waren. Julian zählte die Projektile die ihn knapp verfehlt hatten schon gar nicht mehr, als er Palmer an den Soldaten vorbei, weiter in Richtung Ausgang führte. Dabei krachten plötzlich zwei Exoskelete der beiden Fraktionen durch die linke Wand direkt vor ihnen, die sich gerade in einem Kräftemessen befanden und verschwanden wieder durch die rechte. Da war der Ausgang. Es war nicht mehr allzu weit. Die Tür war sogar schon aufgesprengt worden. Allerdings war der gesamte Eingangsbereich ein einziges Chaos. Eine einzige Todeszone. Projektile von unterschiedlichen Waffensystemen, Raketen, Strahlen. Alles flog in völlig chaotisch wirkenden Mustern von einer Seite auf die andere und manchmal hinterließ es nicht zu unterschätzende Explosionen. Exoskelete befanden sich in Faust und Schwert-Kämpfen oder waren Teil dieses Projektil-Infernos. Nur langsam sollte Julian mit Palmer voran kommen, da dieser sich massiv dagegen wehrte in diese Todeszone gebracht zu werden. Ein Schwarm Raketen krachte direkt neben den beiden in den Boden und hinterließ dort nicht zu unterschätzende Explosionen. Ein Plasma-Projektil fegte knapp an Palmers Kopf vorbei und ein rotes Energie-Projektil verfehlte Julians Fuß nur sehr knapp. Ein Militär-Exoskelet schleuderte eines der Aliens mit deiner gewaltigen Kraft gerade zurück, wo es nur wenige Zentimeter an Julian und Palmer vorbei fegte. Anschließend verwickelten sich beide Kampfanzüge direkt hinter den Beiden in einen gewaltigen Faustkampf. Plötzlich fühlte Julian einen gewaltigen Schmerz in seinem Fuß, den Palmer mit einem kräftigen Tritt darauf hinterlassen hatte. Er konnte nicht vermeiden, dass er seinen Griff lockerte und Palmer die Möglichkeit eröffnete einen Tritt gegen sein Bein hinzu zu fügen. Unter starken Schmerzen ging Julian kurz zu Boden, während Palmer schnell voran stürmte.
„STOPP!“, rief Julian noch aus als in dem gewaltigen Chaos ein rotes Energie-Projektil den Leutnant treffen sollte und direkt seinen Torso zerplatzen ließ. Die Blutfontäne traf sogar noch Julian, der sich in Reaktion darauf flach auf den Boden warf um möglichst keinem Projektil in den Weg zu kommen. „FUCK! SCHEIßE!“, fluchte er dann lautstark als ihm klar geworden war, dass Leutnant Palmer gerade gestorben war und damit der einzige Weg das Geheimnis hinter den Time Loops als auch das hinter dieser Monster-Apokalypse zu erfahren verschwunden war. Aber das aller schlimmste war dass es Julian jetzt nicht mehr möglich sein sollte sich an diesem Schwein, das ihm all diese Dinge angetan hatte, dass es jetzt nicht mehr möglich werden sollte sich an ihm zu rächen. Julian musste sich die Verzweiflungstränen zurück halten, denn er befand sich immer noch mitten in einer Großoffensive gegen eine Militärbasis. Plötzlich begannen sich jedoch völlig von selbst die Blutspritzer an Julian abzulösen und selbstständig zurück zu den Resten von Palmer zurück zu kehren. Langsam setzte sich der Leutnant wieder zusammen und reagierte im Anschluss genauso wie Julian es immer nach einer Zeitschleife getan hatte. Erst jetzt fiel Julian das metallische Armband am rechten Arm des Leutnants auf, der sich immer noch nach Verletzungen abtastete und weder auf Julian, noch auf die Schlacht achtete.
„Praktisch…“, kommentierte Julian diese unerwartete Wiederauferstehung noch, bevor er schnell aufsprang und sich den Leutnant wieder packte, wobei er ihn erneut mit Pistole und Schwert bedrohte. Plötzlich platzierte sich ein Panzer des Militärs in den Weg der beiden und richtete seine Kanone in ihre Richtung. Julian entschied sich jedoch in einem unglaublichen Geistesblitz den Holoprojektor seines Arm-Panzers einzusetzen und eine Projektion eines Alien-Exoskelets dass den Panzer von rechts angreifen würde zu bilden. Und tatsächlich reagierte das Panzerfahrzeug darauf. So konnte Julian Palmer unbehelligt am Panzer vorbei führen und den Ausgang der Basis erreichen. Als der Panzer die Hauptwaffe abfeuerte und lediglich ein Hologramm treffen sollte waren sie schon längst an diesem vorbei und hatten die Basis verlassen. Tatsächlich hatte dort bereits eines der größeren Raumschiffe auf ihn gewartet und teleportierte sie alle beide an Bord.
„Was zum…? Was geschieht hier? Was…?“, fragte Palmer direkt verwirrt aus, bevor ihn zwei gewaltige Alien-Kämpfer an beiden Armen packten. „Was werdet ihr mit mir machen? Hey du da! Hey!“, rief er dann Julian zu, der ihn die ganze Zeit bewusst ignoriert hatte.
„Was weiß ich? Seh ich aus als ob mich das irgendwie interessieren würde?“, fragte Julian lediglich in ehrlichem Desinteresse zurück und sah zu wie die Aliens den schreienden Palmer weg brachten. Erst jetzt bemerkte Julian wie angespannt er immer noch war und wie schwer es ihm fallen sollte zu entspannen, trotz der Tatsache, dass sein schrecklich dummer Plan gerade tatsächlich funktioniert hatte, trotz der Tatsache, dass gerade keine offensichtliche Gefahr mehr drohte. Noch immer war sein Atem im Notfallmodus und durch gezwungenes tiefes Ein- und Ausatmen schaffte Julian es langsam seine Anspannung etwas zu senken. Zumindest so lange bis eine Erschütterung das Schiff durchzog und ihn auf den Boden der Tatsachen zurück brachte. Eine weitere folgte. Dann wies ein anderes Alien ihn durch ein Handzeichen an ihm zu folgen. Julian tat wie ihm geheißen, obwohl ihm die ständigen Erschütterungen missfallen sollten und er sich immer noch nicht sicher war ob er diesen Aliens vertrauen konnte.

Tatsächlich hatten sie Julian dieses Mal in einen zumindest minimal freundlicher wirkenden Raum gebracht als beim letzten Mal. Das lag vor allem daran, dass sich zumindest ein Tisch in Stehhöhe dieser Aliens darin befand, wenngleich Julian sich auch wenigstens ein paar Sitzplätze gewünscht hätte. Außerdem gab es einen Blick nach draußen, wo Julian erkennen konnte, dass sie sich einige tausend Meter über der Erdoberfläche befanden und die Tatsache dass die Erschütterungen gestoppt hatten sagte Julian dass sie wohl auch die Nähe der Militärbasis verlassen hatten mussten und jetzt auch nicht in direkter Gefahr waren. Zumindest wenn man von Gefahr durch diese Aliens absah. Ansonsten war der Raum so steril und düster wie alles in diesem Schiff es war. Was Julian allerdings überhaupt nicht düster erscheinen sollte, war die Tatsache dass sich die Tür öffnete und sowohl Kim und Sandra als auch Christina eintraten. Julian konnte fühlen wie er ganz automatisch begann zu lächeln da er sich definitiv sehr freute die drei zu sehen. Erneut war es Kim, die sich nicht zurück halten konnte und Julian direkt umarmte. Sandra folgte als nächste. Christina hielt sich lieber etwas zurück und platzierte sich einfach ein Stück abseits der Gruppe am Tisch. Irgendetwas missfiel ihr an der gesamten Situation und Julian war sich unsicher was es war.
„So, jetzt haben wir diesen Typ eingefangen… Und wie hilft uns das jetzt genau das Festival und meinen Freund zu retten?“, warf sie dann als erste ein und zog Julian zurück in die Realität in gleich so vielen Belangen.
„Naja… Ich bin mir sicher, dass Palmer weiß wie wir die Zeitschleife beenden können“, antwortete Julian gelassen.
„Und selbst wenn… Er wird es uns niemals freiwillig sagen“, wiedersprach Christina ziemlich aufgebracht.
„Lass das doch einfach mal meine Sorge sein“, versuchte Julian sie zu beschwichtigen.
„Julian? Was hast du vor?“, warf nun Sandra äußerst besorgt ein.
„Ich hab da einen Plan. Und wenn ich fertig bin, werde ich alles wissen was ich wissen muss“, antwortete Julian absichtlich sehr wage.
„Das beantwortet unsere Frage aber ganz und gar nicht“, stellte Kim jetzt jedoch fest.
„Das sollte es auch nicht“, kommentierte Julian immer noch unglaublich gelassen und selbstsicher und sowohl Kim als auch Sandra reagierten in einer schockierten Art und Weise. Christina eher weniger. Julian wusste, dass sie ahnte was er vor hatte, aber sich absichtlich heraus hielt, da sie erkannte dass es der einzige Weg sein würde um ihren Freund zu retten.
„Aber jetzt mal ganz nebenbei… Ihr hattet die Aliens zu einer kleinen Show überreden sollen, nicht gleich zu einem kompletten Großangriff“, warf er dann mit einem leicht scherzhaften Tonfall ein.
„Naja… Das war insgesamt nicht so einfach sie überhaupt dazu zu bewegen“, antwortete Kim.
„Wie habt ihr es überhaupt geschafft?“, fragte Julian weiter.
„Indem wir ihnen gesagt haben, dass das Militär diese Monsterviecher herrufen wird“, antwortete Christina anstelle der anderen beiden, die ohnehin gewirkt hatten als ob sie etwas zu verbergen hätten.
„Moment… IHR HABT WAS?“, rief nun Julian schockiert aus.
„Wir hatten kaum eine andere Wahl. Irgendeinen Grund der ihnen gereicht hätte, mussten wir ihnen geben. Wegen einem oder zwei Menschen, die dort gefangen gehalten werden, würden sie niemals eingreifen, das war letztes Mal auch schon so. Selbst wenn es du und dieser Leutnant Palmer sind“, antwortete Christina.
„Verstehe…“, kommentierte Julian, der das ganze zwar erst einmal verarbeiten musste, aber nicht leugnen konnte, dass er verstehen konnte, weshalb die drei diese Entscheidung getroffen hatten.
„Aber ernsthaft Julian! Bitte mach sowas nie wieder, auch wenn´s dieses Mal gut gegangen ist“, meldete sich nun Sandra zu Wort.
„Sobald die Sache hier vorbei ist werde ich sowas auch nie wieder machen, das kann ich dir versprechen“, antwortete Julian als sich die Tür öffnete und eines der Aliens eintrat.
„Es ist nun möglich den Gefangenen zu sehen und zu verhören, Terraner“, sprach die bekannte Computer der Übersetzungsgeräte Julian an und ohne ein weiteres Wort machte Julian sich auf den Weg aus dem Raum. Er konnte nicht leugnen, dass er sich unglaublich auf das freute was ihm nun bevor stehen würde. Sogar so sehr, dass er ungewollt seine Schritte beschleunigte. Der Plan, den er im letzten Loop mit den dreien gemacht hatte, hatte funktioniert und gleich würde er endlich die Rache bekommen, die er verdiente nach allem dem was dieser Palmer ihm angetan hatte.
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OK. Ganz unerwarteter Weise bin ich tatsächlich in diesem Teil genau dorthin gekommen wo ich hin wollte. Der Weg missfällt mir aber teilweise (nur teilweise, die Idee dass er sich absichtlich vom Militär einkassieren lässt und dann Palmer entführt gefällt mir selbst schon ziemlich :mrgreen:, bloß der Rest irgendwie nicht so sehr :headbang: ) und ich werde das Gefühl nicht ganz los, dass hier irgendetwas nicht mehr ganz stimmt. Aber selbst nach einem ganzen Zusatztag Bedenkzeit, wollte mir das einfach nicht dämmern. Ansonsten hoffe ich, dass alle weiterhin Spaß mit der Geschichte haben und zum nächsten Kapitel wieder da sind. :D
Ob das allerdings so bald kommt, kann ich noch nicht sagen. Ich hab jetzt noch vier Tage zeit, dann bin ich eine Woche weg... Mal wieder ein Metal Festival. :rofl: Es ist möglich dass der nächste Teil nicht mehr vorher fertig wird und dann erst in zwei Wochen oder so kommt. Bisher war´s ja so zwei Teile pro Woche. ^^"
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Re: [RC18](Horror/Sci-Fi/Fantasy) Lost in Time

Beitrag von Child of Bodom »

Neues Intro: The Amity Affliction – Break These Chains

Neues Outro: Cyhra – Miss Me When I Am Gone

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Kapitel 18 – Rache wird am besten kalt serviert:

Bild

Tatsächlich hatte das Alien Julian in den Raum geführt in dem sie Leutnant Palmer gefangen hielten. Offensichtlich eine dafür vorgesehene Zelle, anders als die Räume in denen sie Julian unter gebracht hatten. Dieser Raum wurde offensichtlich von außen mit gleich vier Wachposten bewacht und war zusätzlich zur Tür mit einer Art Schleuse versehen, welche wiederrum von zwei Energie-Feldern geschützt wurden. Eindeutig sollte das was sich dort drinnen befand nicht so einfach wieder heraus kommen können. Der Raum selbst war extrem düster und wohl auch nicht unbedingt im besten Zustand. Es gab keine Fenster nach draußen. Lediglich eine für Menschen möglicherweise gar nicht geeignete sanitäre Anlage und eine harte Metall-Liege. Obwohl es sich genauso gut um einen Tisch handeln konnte, das ließ sich anhand der Optik des Gebildes gar nicht so genau sagen. Leutnant Palmer saß dort an der hintersten Wand des Raums und hatte sich so klein gemacht wie es ihm mit seinen in Metallfesseln vor ihm völlig fixierten Armen möglich war. Er sah verängstigt und ein wenig herunter gekommen aus. Julian war nicht bewusst, dass bereits so viel Zeit vergangen war. Als er Julian sah riss Palmer direkt die Augen auf und zeigte direkt erste Anzeichen von neu gewonnener Hoffnung. Nicht unbedingt das was Julian sich gewünscht hatte, aber irgendwo war es zu erwarten gewesen. Schnell sprang der Leutnant auf und stürmte so nahe an der Energiefeld, das die beiden voneinander trennte, wie es ihm möglich war ohne es zu berühren.
„Hey! Du musst mir unbedingt helfen! Du hast doch Einfluss auf sie. Das hier ist doch bestimmt nur irgendein Missverständnis. Sag denen, dass sie mich gehen lassen sollen“, sprach er Julian direkt aufgeregt an. Dieser spannte direkt jeden einzelnen Muskel in seinem Körper an und brachte jedes bisschen Selbstkontrolle auf um nicht gleich zu versuchen dem Leutnant durch das Energiefeld hindurch einen Schlag zu verpassen. Hatte er gerade wirklich so etwas zu Julian gesagt? Zu dem Menschen an dem er qualvolle Experimente durchgeführt hatte? Dem er 50 Mal den Arm versucht hatte abzuschneiden? Den er so oft qualvoll getötet hatte, dass Julian gar nicht mehr so genau wusste wie oft eigentlich?
„Lasst mich rein“, sprach er die Aliens ruhig aber bereits hörbar wütend an und nach ein paar Sekunden, die sich für Julian wie Stunden anfühlten, deaktivierte sich das Energiefeld vor ihm.
„Bitte… Du musst mir helfen… Ich…“, konnte Palmer gerade noch heraus bringen bevor ihn der Schlag von Julian mit voller Wucht ins Gesicht traf. Blut spritzte zur Seite und Palmer verlor das Gleichgewicht, so dass er nach hinten umfiel. Julian war gar nicht klar gewesen, dass er so fest zugeschlagen hatte. Es war ihm aber auch vollkommen egal. Er genoss gerade viel zu sehr den erschrockenen Blick von Palmer, dem offensichtlich gerade völlig die Worte fehlten. „Nein… Bitte… Bitte…“, bettelte der Militär-Wissenschaftler bevor Julian noch einen weiteren Schlag in dessen Gesicht hinzu fügte und dann noch einen und noch einen weiteren. Blut begann durch den gesamten Raum zu spritzen, gefolgt von einem Schneidezahn und dann gleich zwei Backenzähnen des Leutnants. Julian stoppte lediglich weil seine Arme anfingen zu schmerzen vor Anstrengung und nicht mehr die Kraft hatten für noch einen weiteren Schlag. Palmer blutete stark und sein gesamtes Gesicht war dick und blau von den Schlägen. Dazu fehlten ihm nun sehr offensichtlich Zähne. Unter Schmerzen stöhnend blieb der Leutnant auf dem Rücken auf dem Boden liegen, während Julian einmal tief durchatmete und es noch einmal innerlich besonders genoss dem Mann solche Schmerzen zugefügt zu haben, der dies vorher mit ihm getan hatte.
„Du hast an mir herum experimentiert, mich gequält, mich getötet… Und du hast tatsächlich die Dreistigkeit mich in dieser Situation auch noch um Hilfe zu bitten, du beschissenes kleines Stück Hühnerdreck?“, sprach er dann den fast bewusstlosen Palmer noch an. Dann ging er zu ihm und packte ihn an seiner Kleidung um ihm direkt in die Augen sehen zu können. „Damit das klar ist. Es interessiert mich einen Scheißdreck was die mit dir anstellen, wenn ich mit dir fertig bin. Und das bin ich noch lange nicht“, sagte er dann, schleuderte Palmer wieder unsanft zu Boden und schlug weiter auf dessen Kopf ein. Julian stoppte auch nicht als Palmer sich nicht mehr bewegte. Erst als er bemerkte dass er dessen Schädel völlig zertrümmert haben musste mit seinen vielen Schlägen stand er auf und ging ein paar Schritte zurück. Direkt darauf piepste das Armband an Palmers Arm und Blut, Zähne, Hirnmasse und alles andere kehrten zu der Leiche zurück woraufhin sich der Kopf neu zusammen setzte als wäre das gerade geschehene nicht passiert.

Palmer nahm ähnlich wie Julian, wenn er nach einem Time Loop wieder erwachte, einen tiefen Atemzug und tastete seinen Kopf nach Verletzungen ab, die nicht mehr da waren.
„Hmmmm… Das ist tatsächlich ein ziemlich praktisches Ding. Ich bin mir sicher, dass meine Freunde das gerne haben wollen, zu rein wissenschaftlichen Zwecken natürlich“, kommentierte Julian dann mit einem gewissen Maß an Sarkasmus bevor er zu einem der Aliens hinter dem Energiefeld ging. „Gebt mir bitte folgende Gegenstände oder welche die ähnlich sind“, sagte er zu diesem und nutzte seinen Holoprojektor um eine Kreissäge, ein großes Messer, eines der Plasma-Gewehre und noch einige andere Gegenstände zu projezieren.
„Wir benötigen Zeit. Warte hier Terraner“, antwortete das Alien und machte sich auf den Weg. Dann wandte Julian sich wieder einem völlig schockierten Leutnant Palmer zu. Er schien zu verstehen was Julian gleich vor hatte und hatte offensichtlich Angst davor.
„Bitte… Was willst du? Ich geb dir alles… Bitte…“, bettelte Palmer, während Julian wie ein Raubvogel Kreise um den Leutnant zog.
„Nun… Wie wäre es wenn du mir sagst, was es mit diesen Time Loops die ich erlebe auf sich hat und vor allem… Wie wir sie wieder beenden können“, sagte Julian nun gezwungen freundlich.
„Aber das… Nein… Das ist ein Militärgeheimnis… Das kann ich dir nicht sagen“, antwortete Palmer und wirkte sogar noch panischer als vorher.
„Du kannst und du wirst mir das sagen. Du weißt genau was ansonsten passiert“, kommentierte Julian etwas eindringlicher als zuvor noch.
„Nein… Niemals… Er wird mich töten…“, sagte Palmer und irritierte Julian einen kurzen Moment. Wer würde ihn töten? Etwa dieser Oberst Kurzmann? Und was interessierte Julian das überhaupt?
„Wenn du es mir nicht sagst, werde ich schlimmere Dinge als das tun“, antwortete Julian als sich das Alien am Energiefeld meldete.
„Terraner… Die von dir geforderten Gegenstände sind jetzt bereit“, sprach die Computerstimme des Übersetzungsgeräts und Julian wandte sich kurz von Palmer ab um einen Rollwagen mit diesen darauf am Ausgang entgegen zu nehmen. Nachdem sich das Energiefeld wieder aufgebaut hatte, nahm Julian sich das Gerät, dass einer Kreissäge am ähnlichsten wirkte. Der größte Unterschied bestand darin, dass es sich eher um fünf Klingen handelte die im Kreis rotierten anstelle einer einzigen Kreisförmigen, aber ansonsten schien es ähnlich zu funktionieren.
„Bitte… Ich… Nein… Bitte…“, wimmerte Palmer, brach in Tränen aus und versuchte sich mit seinen Beinen verzweifelt von Julian weg zu schieben, kam aber lediglich in ein paar Zentimetern voran.
„Denkst du wirklich, dass mich dein Gewimmere und Geflenne von irgendetwas abhält? Hat dich etwa meins damals von irgendetwas abgehalten?“, fragte Julian noch und sah in Palmers erschrockenes Gesicht als diesem genau das klar wurde. „Moment mal… Das ist doch jetzt nicht dein beschissener Ernst… Hast du dich etwa wirklich voll gepinkelt du mieser kleiner Wurm?“, fragte Julian dann hörbar wütend darüber, bevor er die Kreissäge startete und den Arm des Leutnants abtrennte. Er sollte sich weder an dessen Schmerzensschreien noch an dem ganzen Blut dass er dabei über den Raum und sich selbst spritzte noch am Vorgang selbst besonders stören. Im Gegenteil. Julian genoss es so unglaublich. Jeder einzelne Schrei dieser miesen kleinen Ratte gab ihm mehr Befriedigung als es seine ersten Liebschaften auf dem Festival hatten können. Direkt als der abgetrennte Arm zu Boden fiel begann das Armband zu piepsen und setzte wohl für Palmer den Zyklus zurück, so dass sich Arm recht schnell wieder an Palmer befand. „Hmmmm… Interessant…“, kommentierte Julian gelassen. „Sieht aus als ob wir das noch einmal mit mehr Sorgfalt probieren müssten“, fügte er dann noch sarkastisch hinzu, bevor er den Arm einfach noch einmal absägte. Und dann noch einmal und dann noch ein weiteres Mal.

Julian genoss es einfach zu sehr wie Palmer sich unter Schmerzen wandte und wie er litt. Erst nach dem fünfzigsten Mal fühlte Julian sich langsam davon gelangweilt seinen Arm ständig abzusägen. Es war Zeit für die nächste Stufe. Und so ging Julian langsam und gelassen zu dem Wagen voller Werkzeuge und Waffensysteme und begann sie ruhig und ausgiebig zu begutachten. Er musste jetzt ganz genau wählen was er als nächstes tun würde. Schließlich sollte Palmer leider, aber Julian musste auch aufpassen. Nicht dass er ihn in einen ähnlichen Zustand versetzen würde wie Palmer das bei ihm selbst getan hatte. Dann könnte er ihm auch nichts mehr mitteilen.
„B… B… Bitte… Ich… Ich… Ich… Es tut mir leid… Es… Ich…“, stotterte Palmer und Julian hob mit einem unglaublich wütenden Blick den Kopf und sah ihm direkt in die Augen. „Ich wollte das alles nicht… Ich hatte meine Befehle… Ich hatte keine andere Wahl…“, begann Palmer dann weiter zu stottern und konnte gar nicht ahnen wie sehr er Julian mit dieser Aussage gegen sich aufgebracht hatte. Schnell hatte Julian sich für das nächste Gerät entschieden, dass er gegen Palmer einsetzen wollte und nahm es vom Rollwagen. Dann stürmte er auf Palmer zu und rammte sein Knie einmal so fest in dessen Bauch, dass ihm die Luft weg blieb. Dann folgte die Faust, die er Palmer ins Gesicht rammte.
„Du kleines Stück Scheiße willst mir jetzt tatsächlich verkaufen, dass du das alles nur getan hast weil du wegen eines Befehls keine andere Wahl hattest?!?!“, schrie er den Leutnant an. „IST DAS DEIN GOTTVERDAMMTER ERNST DU BESCHISSENER MILITÄR-ABSCHAUM?!?!“, fügte er dann noch hinzu während Palmer begann in Tränen auszubrechen.
„Es tut mir so leid“, wimmerte er dabei.
„Vielleicht würde ich dir das abkaufen, wenn unsere Rollen gerade nicht vertauscht wären. So muss ich leider sagen… Fick dich, du Ratte“, antwortete Julian nun wesentlich ruhiger als vorher noch. „Aber ich bin gnädig mit dir Palmer… Ich werde hiermit aufhören, wenn du mir sagst was ich wissen will. Das ist mehr Ausweg als ich damals bei dir hatte und wesentlich mehr als ein beschissenes kleines Stück Dreck wie du verdient hat“, fügte er dann noch äußerst eindringlich hinzu und sah Palmer noch einmal tief in die Augen.
„Das kann ich aber nicht tun…“, antwortete Palmer leise und weiterhin unter Tränen.
„Echt nicht… Schade aber auch…“, kommentierte Julian wieder extrem sarkastisch und nahm mit seinem anderen Arm eines der Plasma-Gewehre der Aliens hinter seinem Rücken hervor, dass er direkt auf Palmer abfeuerte. Diesem blieb nicht einmal eine ganze Sekunde um aufzuschreien, bevor das Projektil ihn traf und er einfach in einem unglaublich blutigen Vorgang zerplatzte. Im Anschluss begann das Arm-Band wieder zu piepen und Palmer setzte sich wieder zusammen und warf sich auf den Boden wo er laut vor Schmerzen aufschrie und sich auf dem Boden wälste als würde er versuchen ein Feuer an einem Körper zu löschen. „Himmel das ist ja jetzt mal richtig erbärmlich. Reiß sich mal zusammen, du Loser. Reagiert ihr Offiziers-Müll vom Militär immer so, wenn ihr selbst in Probleme geratet?“, kommentierte Julian dann im Anschluss.
„Fick dich, Mann! Du kannst ja mal bei Millionen Grad verdampfen und dich wieder zusammen setzen, dann…“, antwortete nun Palmer wütend und stoppte als ihm plötzlich klar wurde zu wem er diese Worte da eigentlich gerade sprach.
„Schön, dass es dir von alleine aufgefallen ist“, kommentierte Julian, richtete die Waffe aus und feuerte sie noch einmal ab. Und dann noch einmal.

Julian musste nach allem dem was er bereits getan hatte eine Sache zugeben. Palmer war entweder offensichtlich ziemlich hart im Nehmen oder, was Julian eigentlich eher annahm, irgendjemand hatte ihm so sehr Angst gemacht, dass selbst das was Julian ihm gerade antat ihm lieber war als das was man ihm angedroht hatte. Und Julian war wesentlich kreativer gewesen in seinen Methoden wie Palmer es gewesen war. Neben Zerstückeln, bei lebendigem Leib Verbrennen, mit Plasma-Waffen erschießen, den Arm abschneiden, abstechen und vielen anderen vergleichsweise schnellen Todesarten hatte Julian ihm auch noch Knochen überall im Körper mehrmals zertrümmert und ihm Zähne und Augen mit einer Zange ausgerissen und das alles auch noch mehrmals, da Palmer sich ja durch sein Armband wieder zusammen setzte sobald sein Blutdruck unter einen bestimmten Wert fallen sollte, so viel hatte Julian bereits durch seine Aktionen und einfache Beobachtung in Erfahrung bringen können. Mittlerweile wusste er nicht einmal mehr wie lange er sich mit Palmer befasst hatte. Es mussten bereits unzählige Stunden vergangen sein, zumindest nach Julians eigenem Gefühl. Und mittlerweile musste Julian sich auch eingestehen, dass es ihn angefangen hatte zu langweilen Palmer auf diese Weise zu quälen. Irgendetwas musste er sich überlegen wie er doch noch an die Informationen kommen könnte.
„Wenn ich dir sage was du wissen willst… Darf ich dann hier raus?“, fragte Palmer plötzlich auf eine Art die Julian überraschte. Es war nicht die übliche unterwürfige Art eines Lehrer- und Vorgesetztenschleimers, die er sonst immer an sich hatte. Eher die Art wie ein gebrochener Mensch diese Frage stellen würde.
„Palmer, du solltest dir über eine Sache absolut im Klaren sein… Du wirst hier nie wieder raus kommen. Egal was du tust oder sagst“, antwortete Julian gelassen und überlegen, bevor Palmer erneut in Tränen ausbrechen sollte. Aber dieses Mal war es ebenfalls anders. Dieses Mal fühlten sich seine Tränen realer an, weniger wie Etwas dass er tat um Mitleid zu erregen und Julian zu manipulieren.
„Bitte… Ich werde dir alles sagen, was du wissen willst… Aber lass mich hinter her gehen… Ich… Ich hab Familie… Eine Frau… Eine kleine Tochter… Eine niedliche kleine Katze… Ein Haus…“, begann er dann vorsichtig zu verhandeln.
„Wenn du mir gleich alles sagst, was ich wissen will, dann werde ich dem hier in jedem Fall ein Ende setzen“, fügte er dann noch hinzu und konnte sehen wie neue Hoffnung in Palmer Blick aufkommen sollte.
„Klar doch… Also wo soll ich anfangen?“, sagte der Leutnant dann und Julian ging zurück zu seiner Ansammlung an Folter-Werkzeugen um das, was er gerade in der Hand hatte zu verstauen. Während dessen hörte er sich Palmers Ausführungen über den Kristall in der Basis, dimensionale Risse, Tentakel-Monster, Kaiju-Monster, Raumfaltung, Zeitdehnung, Zeitstreckung, Zeitblasen und letzten Endes auch Zeitschleifen an. Er hörte sich an wie es dazu kam und wer dafür verantwortlich war. Und er hörte sich Palmers Theorien darüber an wie man das alles beenden könnte, allerdings sollte ihm jedes einzelne Wort über dieses Thema stark missfallen.
„Soll das jetzt etwa ein Witz sein oder so? Willst du mich gerade verarschen?“, fragte Julian extremst aggressiv den davon völlig schockierten Leutnant Palmer.
„Wieso? Ich… Nein… Ich schwöre… Das ist die Wahrheit… Alles was ich weiß… Alles was ich rausfinden konnte… Und alles was ich damit zu tun hatte…“, versuchte Palmer offensichtlich schnell zu beschwichtigen und Julian begann wütend eine Runde um den Rollwagen voller Werkzeuge zu gehen. Das konnte doch nicht der einzige Weg sein… Das war völlig unmöglich... Es musste irgendetwas anderes geben, dass sie alle zusammen tun könnten. Immerhin gab es hier an Bord Alien-Technologie. „Ähm… Entschuldigung… Sir…“, sprach Palmer Julian noch einmal nach einer ganzen Weile an. „Darf ich bitte gehen?“, fragte er dann vorsichtig und Julian nahm sich daraufhin noch einmal ohne ein weiteres Wort das Plasma-Gewehr. „Sir? Bitte… Was haben sie vor?“, fragte Palmer dann schrecklich schockiert, während Julian mit der Waffe auf Palmer zukam und begann das Zeit-Armband zu untersuchen. Er suchte nach einem Öffnungsmechanismus und nahm das Armband ab nachdem er diesen gefunden hatte. „Bitte… Nicht… Bitte… Meine Familie… Meine Tochter…“, begann er dann zu wimmern als ihm klar wurde was gleich geschehen würde.
„…Deine kleine Katze und dein Goldfisch… Jaja, schon klar… Hab verstanden…“, vervollständigte Julian sarkastisch den Satz des Leutnants. „Du kannst dir mit einer Sache sicher sein... Wenn ich mit dir fertig bin, werde ich mit denen gleich als nächstes weiter machen“, fügte er dann noch hinzu.
„Das würdest du niemals tun…“, kommentierte Palmer leise und unsicher.
„Denkst du wirklich, dass der Mann der dazu fähig war dir das alles anzutun nicht dazu fähig ist deine gesamte Drecksippe auszulöschen? Um ehrlich zu sein kommt mir die Kotze hoch, wenn ich nur schon dran denke dass von solchem Abschaum wie dir noch Abkömmlinge auf diesem Planeten rum laufen“, antwortete Julian und schockiert begann Palmer im Anschluss völlig verstandlos zu lachen.
„Aber… Aber… Du hattest versprochen mich gehen zu lassen…“, warf er dann noch schockierter ein.
„Das einzige was ich dir jemals versprochen habe ist dass ich dem hier eine Ende setzen würde… Und das werde ich“, antwortete Julian bevor er das Plasma-Gewehr auf seinen Peiniger ausrichtete.
„Bitte… Bitte… Hab doch Mitleid…“, wimmerte Palmer noch ein letztes Mal besonders erbärmlich.
„Faschistendreck wie du verdient kein Mitleid“, antwortete Julian ihm lediglich bevor er ein letztes Mal die Waffe auf den völlig verstandlos lachenden Palmer abfeuerte und ein letztes Mal genoss wie er zerplatzte und sich in blutigen Stücken im gesamten Raum verteilte. Julian war dieses Mal weit genug von ihm weg geblieben um von der roten Flüssigkeit nichts abzubekommen. Er wollte nicht unbedingt dass Kim, Sandra oder auch nur Christina irgendwie davon erfahren würden, was er gerade getan hatte. Und wenn er keine Spuren davon an sich trug würden sie das wahrscheinlich auch nie. Schnell begann er sich selbst noch einmal auf welche zu überprüfen, aber er konnte keine finden. Erleichtert wie wahrscheinlich noch niemals zuvor in seinem Leben atmete Julian zunächst einmal tief durch, verstaute die Waffe wieder auf dem Rollwagen und meldete sich dann bei einem der Alien-Wachposten um seine Ergebnisse mitzuteilen.

Julian konnte kaum beschreiben wie gut er sich auf der einen Seite fühlte, weil er Palmer endlich das hatte antun können was er verdient hatte, und sich auf der anderen Seite völlig zerstört fühlte wegen der Informationen die dieser ihm gegeben hatte. Am liebsten würde er den gesamten Vorgang gerade noch einmal wiederholen, so sehr regte Julian das Ganze auf. Er hatte zwar gelogen was das vernichten von Palmers Familie anging, aber zumindest hatte er ihn in dem Glauben sterben lassen, dass er das tun würde. Das gab ihm doch zumindest ein wenig Befriedigung wenn er daran dachte was nun alleine schon auf ihn zukommen würde. Er müsste es allen anderen sagen. Und das würde schwierig genug für ihn werden. Dazu hatte er sowohl Christina, Sandra und Kim als auch einige der Aliens in einen der Räume mit einem großen Tisch bestellt an dem jeder bereits die vorgesehenen Plätze eingenommen hatte.
„Alle für dieses Treffen vorgesehenen Personen sind anwesend. Nun sprich, Terraner“, sprach die Übersetzerstimme direkt darauf Julian an.
„Nun zu aller erst mal. Es stimmt wohl tatsächlich dass diese Arschlöcher vom Militär diese Horror-Monster in unsere Welt geholt haben. Sie haben mit diesem Kristall dort unten Experimente gemacht und dabei einen Dimensionsriss gebildet, der sich auch auf das Raum-Zeit-Kontinuum ausgebreitet hat und jetzt diese Zeitschleifen in denen ich und Christina stecken ausgelöst hat“, erklärte Julian ungewöhnlich gefasst und konnte bei den drei Damen lediglich Verwirrung im Gesicht erkennen. Das war wohl etwas zu viel Wissenschaft für sie gewesen.
„Wenn sie einen Riss gebildet haben, der sich auf diese Weise ausgebreitet hat, sind die Monster der Plage die wir gesehen haben und Zeitschleifen das weit geringste Problem“, begann sich die Computerstimme nun zu Wort zu melden und irritierte alle vier Menschen im Raum, inklusive Julian mit dieser Aussage. Plötzlich erinnerte sich Julian an das gewaltige dreiköpfige Super-Kaiju-Monster dass er bereits in zwei seiner Zeitschleifen gesehen hatte.
„Ihr meint dieses drei-köpfige Viech, dass in den vorigen Loops die gesamte Armee platt gemacht hat?“, warf er dann immer noch verwirrt ein.
„Was du beschreibst ist ein Omega der Plage, Terraner. Die Bedrohung von der ich gesprochen habe, ist weitaus schlimmer als ein Omega“, antwortete die Übersetzerstimme. „Wenn sie tatsächlich einen Sigma in dieses Universum gerufen haben gibt es nichts was wir noch unternehmen könnten“, fügten die Aliens dann noch hinzu.
„Wieso das denn? Was ist so schlimm an diesem Sigma-Dingsda?“, warf nun Kim ein.
„Der Sigma ist das höchste Wesen der Plage und kontrolliert diese. Er verfügt über gewaltige Ausmaße, Angriffs- und Defensiv-Kapazitäten und hat einen dimensionalen Kristall in seinen Körper integriert. Sobald er stirbt, wird er den Zyklus zurück setzen“, erklärten die Aliens und Julian konnte nicht vermeiden, dass er schlucken musste. Diese Bestie klang selbst nach allem was er bereits gesehen, erlebt und durchgemacht hatte noch furchterregend.
„Dann hat das Vieh also die gleichen Fähigkeiten wie Julian und Christina?“, fragte Sandra noch einmal genauer nach.
„Das ist korrekt“, antwortete die Übersetzerstimme und einen kurzen Moment sagte niemand etwas, da alle vier Menschen zu sehr damit beschäftigt waren diese Information zu verdauen.
„Naja… Keiner von uns beiden hat so einen Sigma jemals zu Gesicht bekommen, also ist er wahrscheinlich gar nicht da“, kommentierte nun Christina, die offensichtlich versuchte ein paar positive Punkte in der negativen Situation zu finden. Und dabei wusste sie das schlimmste ja noch überhaupt gar nicht.
„Das ist korrekt. Allerdings steigt die Chance seines Erscheinens mit jeder Zeitschleife die vergeht“, erklärten die Aliens weiter.
„Ich verstehe…“, kommentierte Julian ziemlich niedergeschlagen, denn es bedeutete auch, dass er nicht mehr leichtfertig die Zeit zurück setzen durfte um seine Pläne ausführen zu können.
„Hat er denn auch irgendetwas gesagt wie wir dem Ganzen ein Ende setzen können?“, warf nun Sandra ein und riss Julian zurück in die Realität. Aber sollte er diese Information wirklich mit den anderen teilen? Wer wusste schon wie sie darauf reagieren würden?
„Um den Riss zu schließen muss jemand mit sehr hohen Chronoton-Werten… Also Christina oder ich… Zu dem Kristall gehen und ihn berühren. Er hatte mir erklärt wie es genau funktioniert und dass die Chronotonen über den Kristall die Raum-Zeit versiegeln und dann alles reparieren oder so ähnlich. Allerdings lief es einfach darauf hinaus, dass wir das Ding berühren müssten. Aber er kann nicht genau sagen was dann mit demjenigen passiert der es tut. Im schlimmsten Fall könnte derjenige komplett aus der Zeit gelöscht werden“, erklärte Julian weiter und schockierte die drei Damen offensichtlich sehr. Kim hob sogar schnell die Hand vor den Mund und Sandra gab einen schockierten Laut von sich.
„So als ob derjenige nie existiert hätte?“, versicherte Christina sich noch einmal und Julian nickte lediglich zustimmend mit dem Kopf.
„Das erscheint uns das wahrscheinlichste Szenario zu sein, Terraner“, meldete sich auch noch die Übersetzerstimme und schockierte Julian noch weiter.
„Das bedeutet einer von euch beiden muss sich opfern um die Sache hier zu beenden?“, warf nun auch noch Kim ein und auch dieses Mal nickte Julian einfach nur zustimmend.
„Nein! Das werde ich nicht einfach hinnehmen. Dieser Palmer ist auch nur ein Mensch und bestimmt gibt es irgendeinen anderen Weg, den er nur nicht kannte“, rief nun Sandra aus und schlug wütend beide Fäuste auf den Tisch, was die anwesenden Aliens kurz aufschrecken ließ, zum Glück jedoch nicht mehr.
„Im nächsten Loop werden wir uns an die nächst gelegene Universität wenden oder sowas. Dann werden sich Leute das Problem ansehen die von der Sache wesentlich mehr verstehen als wir“, schlug nun Kim vor.
„Ich hätte da noch eine bessere Idee“, meldete Christina sich zu Wort. „Ihr könntet uns helfen“, sagte sie dann und sprach die fünf anwesenden Aliens direkt an. „Es ist in eurem Interesse dass diese Sache beendet wird. Dann werden auch diese Monster nicht in unsere Welt kommen und ihr müsst gar nicht hier sein. Aber wir beide werden nicht kooperieren wenn es das Ende von einem von uns bedeutet und dann kommt eben dieses Sigma-Viech in unsere Welt vor dem ihr solche Angst habt“, erklärte sie den fremden Wesen weiter.

Die Spannung im Raum war absolut spürbar geworden. Julian konnte nicht mehr im geringsten abschätzen wie diese Aliens jetzt reagieren würden. Es wäre möglich dass sie ihn und Christina sofort gefangen nehmen würden und Kim und Sandra auf der Stelle töten würden nach dieser Ansage. Dann würden sie einen von beiden einfach mit Gewalt dazu zwingen zu kooperieren. Anscheinend zog sich diese Spannung jedoch auch durch die Reihen der Aliens, denn diese fünf schienen sich nicht um geringsten einig zu sein. Hektischer und aggressiver als jemals zuvor schienen sie ihre seltsamen Laute auszutauschen, die immer noch keiner der Vier zu verstehen schien. Einer schlug mit der Faust auf den Tisch und schockierte nun stattdessen die vier Menschen, dann schubste ein anderer seinen Kollegen. Dann hob der größte der fünf seine Arme und schien die anderen vier zu beschwichtigen. Anscheinend waren sie im Anschluss zu einer Einigung gekommen.
„Wir werden euch helfen. Unsere Wissenschaftler werden sich der Sache umgehend annehmen, Terraner“, sprach die Übersetzerstimme nun und alle vier atmeten erleichtert aus.
„Wie lange wird es dauern?“, warf nun Christina noch schnell ein.
„Das lässt sich unmöglich vorher sagen. Und es ist unabdingbar, dass die vier Terraner aus Sicherheitsgründen bei eingeschränkter Bewegungsfreiheit für die Dauer dieser Forschungsarbeiten auf diesem Schiff bleiben. Wir können nicht riskieren den Zyklus erneut zu starten“, antworteten die Aliens. „Damit ist dieses Treffen beendet. Die Entscheidung ist endgültig“, kommentierten sie dann noch und verließen dann nacheinander den Raum. Julian sollte mit Christina, Sandra und Kim zurück bleiben.
„Na toll… Jetzt sollen wir hier bei ihnen bleiben, für unbestimmte Zeit, während da unten auf der Erde alle sterben oder schon tot sind“, kommentierte Christina niedergeschlagen.
„Was sollen wir denn die ganze Zeit über machen? Ich hab nicht mal Klamotten zum Wechseln mitgenommen!“, stellte Kim nun erschrocken fest.
„Und das dann vielleicht über mehrere Monate oder Jahre?“, fügte Sandra noch hinzu.
„Ihr müsst euch keine Sorgen machen. Ich werde nochmal versuchen mit ihnen zu reden“, meldete sich Julian nun zu Wort.
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Yoah... Ich hab mich tatsächlich hingesetzt und das Ding hier in 3 Tagen noch zusammen getippt. Es hat sich allerdings auch irgendwie wie geschnitten Brot schreiben lassen. ^^" Eigentlich hat´s nur zwei Tage gedauert... Und dann hab ich noch einen gerätselt ob ich das Ding tatsächlich bringen soll. ^^" :headbang: Wie ihr sehen könnt hab ich mich dazu entschieden es zu bringen. Wir sind hier immerhin a) im Horror-Bereich und b) ist die Szene für mich eigentlich eher vergleichbar mit der wo Ramsey Bolton in Game of Thrones von seinen eigenen Hunden gefressen wird. Ich bin nicht unbedingt unzufrieden mit meinem Erzeugnis, aber denke natürlich wie meistens dass es eigentlich noch wesentlich besser geht. Ich hoffe irgendwer fand die Szene genauso befriedigend zu lesen wie ich es fand sie zu schreiben und dass alle Leser auch in ungefähr zwei Wochen zum nächsten Teil wieder mit dabei sein werden.
Bis dahin mal...
:grinsundweg: :suw: :ichmussweg:
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Re: [RC18](Horror/Sci-Fi/Fantasy) Lost in Time

Beitrag von Child of Bodom »

Kapitel 19 – Das große Duell:

Nur vorsichtig traute Julian sich durch die Gänge des Alien-Schiffes zu bewegen auf dem er und die drei Damen gezwungen sein sollten zu bleiben. Zumindest wenn Julian es nicht gleich irgendwie schaffen würde das Ganze zu verhindern.
„Terraner. Zurück in deinen Aufenthaltsraum“, sprach ihn plötzlich eines der Aliens an, das von einer seitlichen Abzweigung her gekommen war und ihm nun auch im Weg stand.
„Ich wünsche noch einmal mit eurem Anführer zu sprechen. Ich kann die Bedingungen unmöglich so akzeptieren“, antwortete Julian dann selbst für seine eigenen Zwecke erschreckend selbstsicher.
„Du genießt zwar unseren Respekt, weil du in einem anderen Zyklus für unsere Sache gekämpft hast, Terraner, aber Respekt kann genauso schnell wieder verloren gehen wie er aufgebaut wurde“, sprach das Alien weiter.
„Und dennoch sind die Bedingungen untragbar und ich muss darüber noch einmal mit eurem Anführer verhandeln“, antwortete Julian erneut und das Alien begann in seinen komischen Lauten in eines seiner Geräte zu sprechen.
„Folge mir, Terraner“, sagte es dann zu ihm und ging in hohem Tempo voraus. Julian hatte sehr große Schwierigkeiten mit dem Alien Schritt zu halten. Es sollte Julian in einen kleinen Raum führen, der sich als Aufzug heraus stellen sollte, denn nachdem sich die Tür geschlossen hatte, hatte sich auch offensichtlich die Anordnung der Gänge und der Türen geändert. Das Alien ging weiter voraus, Julian folgte ihm bis zu einer Tür, die sich beim Öffnen als Eingang zu dem heraus stellen sollte was wohl bei den Aliens einer Brücke oder einem Kontrollzentrum entsprechen sollte. Mehrere Aliens arbeiteten hier an unterschiedlichen Konsolen vor einem Panorama-Fenster, welches einen sehr krassen Ausblick auf die Erde von geschätzten 8000 bis 10.000 Metern Höhe bot. Eines der Aliens trat im Anschluss direkt vor Julian und seinen Artgenossen. Es war von der Größe her vergleichbar mit dem größten der fünf aus dem letzten Verhandlungsraum und wahrscheinlich handelte es sich dabei auch um das Selbe. Schnell und hektisch tauschten die beiden Laute aus, dann drehte sich das kleinere der beiden Aliens um und verließ den Raum.
„Sprich Terraner. Welche Bedingungen sind zu deiner Unzufriedenheit“, sagte der Anführer der Aliens dann im Anschluss.
„Es ist untragbar für uns Terraner über mehrere Jahre hier mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit zu verbringen. Insbesondere weil eure Schiffe nicht unseren Bedürfnissen entsprechen“, antwortete Julian erneut mit einer Selbstsicherheit die ihn selbst erschreckte.
„Es ist unabdingbar, dass insbesondere die Terraner mit hohen Chronoton-Werten zu ihrer eigenen Sicherheit in unserer Nähe bleiben. Dass wir den anderen beiden Weibchen gestattet haben ebenfalls zu bleiben ist bereits ein massives Zugeständnis gewesen“, antwortete der Alien-Anführer.
„Wenn ihr uns in einer Umgebung haltet die nicht unseren Bedürfnissen entspricht werden wir genauso sterben wie wenn ihr uns einfach da unten in diese Apokalypse entlasst“, kommentierte Julian schnell und eine Weile wirkte sein Gesprächspartner nachdenklich auf ihn, was sich jedoch recht schwer durch die gewaltigen Metallrüstungen erkennen ließ.
„Was schlägst du stattdessen vor, Terraner?“, fragte er dann nach einer Weile.
„Ich würde vorschlagen, dass ihr uns in Absprache mit uns Räume zuteilt, die wir dann entsprechend unserer eigenen Bedürfnisse einrichten können. Dazu können wir in Begleitung von Schutzstaffeln Gegenstände vom Planeten hier hoch bringen oder ihr könnt sie mit euren Fabrikatoren selbst herstellen. Genauso müsst ihr uns Nahrung mithilfe eurer Fabrikatoren bereitstellen. Diese komischen Würmer und Pampen die ihr zu euch nehmt haben möglicherweise Nährwert aber sind nicht besonders Schmackhaft für uns oder nicht für unsere Verdauung geeignet“, erklärte Julian dem Anführer schnell der sich das alles sehr aufmerksam anhörte.
„In Ordnung. Wir werden eine entsprechende Mission vorbereiten. Nun geh und teile es deinen Begleiterinnen mit, Terraner“, kommentierte der Anführer und Julian bemerkte erst jetzt wie sehr ihn dieses Gespräch angespannt hatte. Nun fiel diese Anspannung auf einmal von ihm ab. Er hatte jedoch noch weitere Fragen.
„Gibt es denn bereits Fortschritte in irgendeiner Art?“, traute er sich dann nach einer kurzen Bedenkzeit zu fragen.
„Das Armband deines verstorbenen Spezies-Genossen erweist sich als äußerst nützlich. Wir haben noch nicht heraus gefunden wie genau es funktioniert, aber es scheint sein eigenes Chronoton-Feld und eine starke Chronoton-Strahlung um den Träger zu erzeugen, was es diesem ermöglicht den Zyklus lokal zurück zu setzen sollte er sterben“, antwortete der Alien-Anführer und Julian brauchte einen kurzen Moment um das was er da gehört hatte zu verstehen und einzuordnen. Offensichtlich hatte Palmer mit diesen Armbändern das umgesetzt wofür er Julian zuvor gequält hatte und Julian verstand auch dass die Armbänder um jeden der es trug eine eigene Zeitblase erzeugten und scheinbar Julians und Christinas Fähigkeit auf andere übertrugen. So lange das Armband Energie hatte, war scheinbar jeder der eines davon trug unsterblich und konnte selbst die schwersten Verletzungen überleben und regenerieren. So viel war ihm jedoch auch schon durch Beobachtung klar gewesen. Als er eine weitere Frage stellen wollte wurde das gesamte Schiff jedoch von einem gewaltigen Ruck durchgeschüttelt, der Julian beinahe zu Boden geworfen hätte und auch einige der Aliens schienen Schwierigkeiten mit ihrem Gleichgewicht bekommen zu haben. Es folgte ein weiterer und noch einer. Dann krachte irgendetwas direkt gegen die Front des Schiffes und explodierte dort so gewaltig dass es für einen kurzen Moment unmöglich war durch die Frontscheibe zu sehen, da die gesamte Front des Schiffes davon erfasst worden war.
„Was war das?“, rief Julian direkt aus und erhielt zunächst keine Antwort.
„Wir werden angegriffen. Sehr große Flugkörper vom Boden aus mit gewaltiger Sprengkraft. Wir wissen nicht sicher wie lange unsere Schilde dies aushalten können“, antwortete der Alien-Anführer und begann dann wieder undefinierbare Laute mit seinen Artgenossen zu wechseln.

Ein weiterer Ruck durchzog das Schiff, welches bereits einige kleinere Waffentürme ausgefahren hatte und mit kleinen blauen Energie-Projektilen auf anfliegende Flugkörper feuerte. Manche schienen jedoch trotzdem in die Schilde einzuschlagen, da der Schutz nicht ausreichend flächendeckend war. Und überhaupt… Bombardierte das Militär gerade wirklich dieses Schiff mit Cruise Missiles oder sogar mit Atom-Raketen? Ein weiterer Treffer folgte und dann ein weiterer nachdem ein Geräusch folgte, dass nur Hochtechnologie die sich abschaltete von sich geben konnte. Offensichtlich waren gerade die Schilde des Schiffes zusammen gebrochen. Die Aliens begannen weiter irgendwelche Laute sehr hektisch auszutauschen und der Anführer sichtbar schnell einige Befehle zu erteilen. Als er einem bestimmten Alien auf der Brücke einen Befehl erteilt hatte geschah jedoch etwas womit Julian nicht im geringsten gerechnet hätte. Die Stimme von Oberst Kurzmann sollte sich über Lautsprecher zu Wort melden.
„Eindringlinge aus einer anderen Welt... Ihr habt einen von uns in eurer Gewalt. Übergebt ihn umgehend an uns oder wir werden euch zusammen mit ihm und den anderen Menschen bei euch an Bord vernichten“, sprach er als zusätzlich noch mehrere Militär-Jets über die Brücke des Schiffes fegten und ein Wendemanöver starteten. Sicherlich würden sie angreifen, wenn Kurzmann nicht die Antwort erhielt die er wünschte. Offensichtlich wollte er Palmer zurück, was selbst dann keine Option gewesen wäre, wenn Julian ihn am Leben gelassen hätte. Dazu war dieser Typ einfach viel zu gefährlich gewesen. Wenn er ein Armband entwickeln konnte das unsterbliche Soldaten erschaffen konnte, was könnte er dann noch für Waffensysteme erschaffen? Das war aber wahrscheinlich genau der Grund weshalb Kurzmann ihn unbedingt zurück haben wollte.
„Lasst mich mit ihm sprechen“, warf Julian nun schnell ein und der Alien-Anführer drehte sich irritiert zu ihm um.
„Ich bezweifle dass du im Stande sein wirst ihn davon zu überzeugen diese Angriffe zu einzustellen, Terraner“, kommentierte dieser lediglich.
„Oh doch, das werde ich“, wiedersprach Julian nun erneut erschreckend selbstsicher.
„Sprich, Terraner… Er kann dich nun hören“, sagte das Alien nun.
„Oberst Kurzmann…“, meldete sich Julian kurz testweise zu Wort.
„Ah… Ich kenne deine Stimme… Du bist diese Schneeflocke von diesem Festival voller Schlappschwänze an der Palmer Tests durchgeführt hat“, kommentierte Oberst Kurzmann direkt abwertend und direkt konnte Julian fühlen wie seine Selbstsicherheit zusammen brechen wollte. Nichts machte ihm mehr Angst als autoritär auftretende Menschen, früher vielleicht noch hübsche Frauen. Aber Julian hatte bereits diese Angst besiegt und er würde sich nun auch nicht von diesem Oberst Kurzmann klein machen lassen.
„Wenn du Palmer willst, werde ich ihn dir geben. Triff mich dazu an einem neutralen Ort. Dieser eine Berg in der Nähe des früheren Festivals wäre passend. Alleine… Nur du, ich und Palmer. Bedenke dabei dass ich hier Verbündete mit hochentwickelter Sensor-Technologie an meiner Seite habe. Wenn du versuchst mir irgendeine Falle zu stellen werden sie das bemerken und mich rechtzeitig warnen“, begann Julian dann dennoch mit gefestigter Stimme zu sprechen und hoffte darauf dass Kurzmann die Lüge die er erzählte nicht bemerkte. Dieser begann jedoch zunächst einmal laut los zu lachen.
„Interessant… Der kleinen Schneeflocke sind anscheinend ein paar Eier gewachsen. Ich werde tun was du sagst. Aber bedenke auch du… Wenn du mich belogen hast oder mir irgendetwas versuchst unter zu schieben, werde ich dieses Schiff und alle deine Freunde und Verbündeten ins Nirvana bomben lassen“, kommentierte er Julians Ultimatum dann und ein Knacksen schien auf das Ende der Kommunikation hinzudeuten.
„Was hast du vor, Terraner?“, fragte der Anführer der Aliens direkt.
„Wenn alles gut geht uns ein Druckmittel gegen das terranische Militär auftreiben“, antwortete Julian erstaunlich gelassen.
„Und wenn es nicht funktioniert?“, harkte das Alien noch einmal genauer nach.
„Dann werde ich wahrscheinlich sterben und der Zyklus setzt sich zurück. Könnte schlimmer sein, glaube ich“, antwortete Julian immer noch sehr gelassen. „Ich würde euch aber um eines eurer Exoskelete bitten. Das wird die Chance auf einen Erfolg um einiges erhöhen. Ihr wisst auch aus euren Daten, dass ich ein solches Teil schon einmal verwendet habe. Ich weiß also wie es funktioniert“, sprach er dann weiter. Das Alien reagierte eine Weile nicht. Wahrscheinlich wog es gerade das Risiko ab ihm Technologie zu überlassen, gegen das Risiko dass der Plan scheiterte.
„Die gewünschte Technologie wird sich bei deinem Aufbruch im Teleportationsraum befinden, Terraner“, antwortete das Alien dann sehr zu Julians Erleichterung.
„Ich danke euch mehr als ihr euch vorstellen könnt“, kommentierte er dann und machte sich dann in Begleitung eines anderen, niederrangigeren Außerirdischen umgehend auf den Weg.

Eine Aufzugfahrt und eine nicht mehr feststellbare Anzahl an Schritten später sollten Julian und dem Alien Christina, Sandra und Kim in einem der Gänge über den Weg laufen.
„Terraner… Zurück in die Räume die wir euch zugeteilt haben“, sprach das Alien die drei sofort an.
„Nicht bevor uns irgendwer gesagt hat was hier los ist“, antwortete Sandra direkt bevor es eine der anderen beiden hätte können. Das Alien wollte gerade antworten als Julian sich zwischen es und die drei Frauen drängte und beschwichtigend die Arme hob.
„Tut einfach was er sagt“, kommentierte er dabei.
„Ja, aber was ist denn da draußen los?“, warf nun Kim ein.
„Wir wurden angegriffen. Vom Militär. Sie wollen Palmer zurück“, antwortete Julian kurz und knapp.
„Ja… Und weiter?“, fragte nun Christina.
„Sie werden ihn nicht bekommen“, antwortete Julian erneut kurz und knapp. Die Drei wussten noch gar nicht dass Julian Palmer bereits getötet hatte und das Beste wäre aus Julians Sicht, wenn sie das niemals erfahren würden.
„Und was hast du eigentlich vor? Ich bezweifle dass der da dich zu deinem Raum bringen wollte“, warf nun wieder Sandra ein und deutete bei „der da“ auf das Alien, das ihn durch die Gänge führte. Julian schüttelte verneinend den Kopf.
„Ich hab mit Oberst Kurzmann verhandelt und bin jetzt auf dem Weg mich ihm zu stellen. Alleine“, erklärte Julian sich dann schnell.
„Und du glaubst nicht, dass er dir eine Falle stellen, dich einkassieren und noch schlimmer foltern als vorher wird?“, kommentierte Christina das Vorhaben und Julian schüttelte erneut verneinend den Kopf bevor er sprach.
„Er will Palmer zurück haben weil der ihm neue Waffen bauen kann. Und er hat euch und dieses Schiff als Druckmittel. Er wird mir da unten keine Falle stellen, da bin ich mir sicher“, erklärte sich Julian schnell.
„Aber du hast gesagt, dass du ihm diesen Palmer nicht geben willst… Was hast du dann vor?“, fragte Kim, die mittlerweile noch wesentlich aufgebrachter wirkte als vorher schon.
„Wie ich schon sagte. Ich werde mich ihm stellen. Wenn wir ihn haben können wir das Militär kontrollieren oder zumindest seine Einheit. Dann schaffen wir es vielleicht auf diesem Weg allem dem ein Ende zu setzen“, erklärte Julian weiter.
„Und wenn du es nicht schaffst?“, warf nun Christina besorgt ein.
„Dann werde ich sterben und der Zyklus startet neu. Eine Sache die wir ohnehin tun müssen, wenn wir wirklich Jake und das Festival retten wollen“, antwortete Julian gelassen und sowohl Christina als auch die anderen beiden Frauen reagierten mit offensichtlich schockierten Blicken darauf.
„Aber… Wir wollen nicht dass du…“, begannen Sandra und Kim fast gleichzeitig zu sprechen und Julian unterbrach sie erneut durch das Heben seiner Arme.
„Ich weiß… Ich will auch nicht sterben, glaubt mir… Aber es wird uns an einem bestimmten Punkt keine andere Wahl bleiben. Und vielleicht ist es wirklich am besten wenn ich beim Versuch euch alle zu beschützen sterbe“, antwortete er dann so einfühlsam wie es die hektische Situation gerade zuließ.
„Aber…“, stotterte Kim noch einmal als sich das Alien wieder zu Wort meldete.
„Die Zeit drängt. Das geplante Treffen beginnt jeden Moment“, sprach es mit der monotonen Computer-Stimme des Übersetzungsgeräts.
„Ihr seht… Ich muss leider los… Aber ihr könnt mir glauben… Ich würde jetzt lieber hier bei euch bleiben“, erklärte Julian sich noch einmal als Kim und Sandra ihn gleichzeitig umarmten.
„Bitte… Pass da unten auf dich auf…“, sagte Sandra dabei.
„Ich will nicht schon wieder vergessen was du hier alles für uns getan hast“, fügte Kim noch hinzu, bevor sie sich beide von ihm lösten und Christina kurz vortrat.
„Du weißt dass ich mich im schlimmsten Fall ganz besonders auf dich verlasse. Bitte kümmer dich um die Beiden und bring sie in Sicherheit“, sagte Julian direkt.
„Und du? Das Militär wird wieder vor deinem Transporter sein und versuchen dich zu entführen“, fragte Christina.
„Dafür hab ich auch schon einen Plan. Aber du musst dich dringend um die beiden kümmern“, antwortete Julian und Christina nickte zustimmend mit dem Kopf. „Also gut dann…“, sagte Julian noch, bevor Christina ihn ebenfalls umarmte, sehr zu Julians Überraschung.
„Pass auf dich auf da unten…“, kommentierte sie dabei und Julian kämpfte für einen Moment massiv gegen seine eigenen Gedanken und Gefühle an, bevor er sich entschied sie Umarmung noch kurz zu erwiedern.
„Das werde ich. Macht euch keine Sorgen. Egal wie es ausgeht, ich werde zu euch dreien zurück kehren. In diesem Zyklus oder im nächsten“, antwortete Julian bevor sich Christina ebenfalls von ihm löste und Julian sich mit dem Alien zusammen wieder auf den Weg machte.

Tatsächlich hatten die Aliens im Teleportationsraum ein Exoskelet platziert, so wie es der Anführer ihm versprochen hatte. Es war bereits geöffnet und Julian musste lediglich eintreten und die schmerzhafte Verbindungs-Prozedur über sich ergehen lassen. Das war es auch was ihn einen kurzen Moment zögern ließ. Er hatte gewiss kein Interesse daran dies erneut zu erleben, aber offensichtlich sollte ihm keine Wahl bleiben. Er musste sich Kurzmann stellen. Und das täte er am besten mit einem solchen Kampfanzug.
„Sobald du das Exoskelet angelegt hast, werden wir dich auf die Oberfläche bringen und der Einsatz beginnt“, sprach das Alien Julian noch einmal an und riss ihn aus seinen Überlegungen zurück in die Realität. Dennoch ging er nur langsam zum Exoskelet und trat ein. Noch etwas ängstlich betätigte er den Schalter zur Schließung. Wie beim letzten Mal schloss sich das Exoskelet und aktivierte holographische Anzeigen, die wie beim letzten Mal ebenfalls schon die Worte „Stelle Link her“ zeigten, was die Worte waren die Julian am meisten fürchtete. Er konnte sich einen lauten Schmerzensschrei nicht verkneifen als sich das Metall hinten in seine Wirbelsäule bohrte und die Verbindung hergestellt wurde.
„Beginnen Transport“, konnte er im Anschluss das Alien das ihn begleitet hatte sagen hören, bevor sich wie zuvor schon die Umgebung in blauen Streifen auflöste und dann neu zusammen setzte. Tatsächlich sollte Julian sich auf einem Berg wieder finden. Die Landschaft war jedoch völlig verwüstet. Bäume waren umgefallen und oft nur noch in Stücken vorhanden. Krater von Kämpfen und Waffensystemen durchzogen das Gebiet und von dem was einst das Metal-Festival gewesen war, das Julian hatte besuchen wollen, waren lediglich Reste der Aufbauten übrig geblieben. Teilweise waren Erde und Wald verbrannt, teilweise einfach nur ausgetrocknet. Definitiv war diese Landschaft nicht sehr einladend und würde leider auch nur wenig Deckung in einem Feuergefecht bieten, so viel konnte Julian direkt erkennen. Vor sich konnte Julian eines dieser Exoskelete erkennen, die er in der Militärbasis schon öfter gesehen hatte. Er vermutete dass es sich um Oberst Kurzmann handelte, der wohl die selbe Idee gehabt hatte wie er selbst. Und als der Oberst zu sprechen begann bestätigte sich Julians Vermutung.
„Wo ist Palmer?“, fragte er einfach direkt auf den Punkt. Eine Einführung, keine Art Smalltalk, er kam einfach direkt zum geschäftlichen Teil und Julian konnte nicht leugnen, dass ihm das so am liebsten sein sollte. Er hatte sich mit dieser Ratte die hinter allem dem steckte und Christina einfach vor seinen Augen erschossen hatte ohnehin nicht allzu viel zu sagen.
„Den wirst du nie wieder sehen“, antwortete Julian ungewöhnlich ruhig für seine Zwecke.
„Verstehe…“, kommentierte Kurzmann ebenfalls ungewöhnlich gelassen für das was er gerade erfahren hatte. „Ich muss gestehen, dass ich dich ein wenig unterschätzt hatte. Ich hätte niemals gedacht, dass ein kleiner Loser wie du dazu fähig wäre sich mit Aliens zu verbünden und einen meiner besten Männer aus der Basis zu entführen“, kommentierte er dann.
„Und ich wusste zwar dass ihr Typen vom Militär Dreck seid, aber niemals hätte ich gemeint, dass ihr dazu fähig wärt eine Apokalypse wie diese auf die Welt los zu lassen. Ja ich weiß dass ihr es wart, die diese Monsterviecher her gerufen haben“, antwortete Julian.
„Das war ein Unfall. Wir haben diesen Kristall gefunden und ihn untersucht. Mehr nicht“, kommentierte Kurzmann.
„Und das soll dir wer bitte nochmal glauben?“, antwortete Julian jetzt eine gute Ecke wütender als vorher. „Aber genauso seid ihr Militär-Abschaum. Ihr macht irgendwelche Experimente mit Dingen die ihr nicht versteht, entführt einfach Menschen, Schießt und stellt später die Fragen. Alles nur für noch stärkere Waffen und noch ein kleines bisschen mehr Macht“, führte er dann weiter aus und Kurzmann reagierte einen Moment nicht.
„Sowas muss ich mir von einer kleinen Schneeflocke wie dir nicht sagen lassen. Du hast doch in deinem ganzen Leben nichts auf die Reihe gebracht. Du bist ein Nichtsnutz, ein Versager und hast nicht den geringsten Wert für die Welt. Niemanden wird es interessieren, wenn du tot bist und noch weniger wird es jemanden interessieren, wenn du nie existiert hast“, antwortete Kurzmann nicht weniger wütend.
„Zumindest hab ich nicht die ganze Welt in Brand gesteckt nur weil ich unbedingt eine Beförderung wollte. Lieber bin ich ein kompletter Vollversager als ein narzistischer, machtgieriger Bastard wie du es bist. Du hast Christina abgeknallt ohne auch nur kurz dabei zu zucken. Alleine das verrät mir schon alles über dich was ich wissen muss“, sagte Julian und bereitete sich innerlich auf das vor was er bereits vermutete.
„Du hast Palmer umgebracht. Tu du nicht so als ob du auch nur einen kleinen Funken besser wärst als ich. Eine Doppelmoral wie die deine kann ich nicht leiden, Schneeflocke“, kommentierte Kurzmann nun wirklich wütend.
„Hör auf mich so zu nennen, Militärabschaum“, antwortete Julian erstaunlich ruhig für das was er da sagte und in Anbetracht der Gesamtsituation.
„Nun… Ich hatte da gerade einen Gedanken… Wenn dich töte setzt das die Zeitlinie doch zurück und dann müsste auch Palmer wieder zurück kommen, oder etwa nicht?“, warf nun Kurzmann ein.
„Nun… Du kannst es ja gerne versuchen und sehen ob sich deine Theorie bewahrheitet“, antwortete Julian darauf und ballte bereits die Fäuste seines Kampfanzugs. Kurzmann begann kurz zu lachen.
„Du mieser kleiner Hosenscheißer hast keine Ahnung wie sehr ich das was gleich kommt genießen werde“, sagte er dann, bevor er das Großschwert seines Exoskelets vom Rücken nahm und auf Julian richtete.
„Dann komm doch her du verdammter Bastard. Ich hab schließlich auch noch ne Rechnung mit dir offen“, sagte Julian bevor das große Duell der beiden beginnen sollte.

Schnell nahm Julian den schnell auf ihn zustürmenden Oberst Kurzmann mit den beiden Plasma-Kanonen unter Feuer, konnte diesen jedoch einfach nicht treffen, da anscheinend die automatische Zielvorrichtung nicht mit dessen Geschwindigkeit mithalten konnte. Immer wieder krachten Projektile neben Kurzmann in den Boden, explodierten dort und wirbelten Dreck auf. Aber trotz allem stürmte Kurzmann ungehindert weiter vor. Schnell hatte Julian entschieden das Selbe zu tun, während er die Arm-Klingen an seinem Exoskelet aktivierte. Ein lautes Klirren von Metall das zusammen traf bildete sich und ein gewaltiger Schock durchzog Julian und das gesamte Exoskelet als die Arm-Klingen mit dem Großschwert zusammen trafen. Beide Maschinen schienen sich in Kraft und Geschwindigkeit gleichwertig zu sein, so dass keiner von beiden in diesem Kräftemessen die Oberhand gewinnen konnte. Und dennoch versuchte Julian es laut schreiend weiter. Es war Kurzmann, der sich entschied zurück zu weichen und stattdessen mit roten Energie-Projektilen aus einer Waffe im anderen Arm seines Kampfanzugs zu feuern. Julian wich jedoch schnell zur Seite und erwiederte das Feuer mit Plasma-Waffen. Gleichzeitig versuchte er Kurzmann mit seinen Raketenwerfern zu erfassen, jedoch sollte dies eine gewisse Zeit dauern. `Schneller, Schneller´, hetzte Julian innerlich seine Maschine als Kurzmann ihm offensichtlich zuvor kam und seinerseits dessen Raketen-Werfer auf Julian abfeuerte. Der entschied sich schnell mit Fronttriebwerken zurück zu weichen und feuerte weiter mit den Plasma-Kanonen auf Kurzmann, während Raketen vor ihm in den Boden krachten und dort explodierten. Weitere rote Energie-Projektile von Kurzmann verfehlten Julians Exoskelet knapp, während dieser mit zwei Energiestrahlen aus den Armen feuerte und diese nach Kurzmann schwenkte. Kurzmann sprang jedoch ab und entkam ihnen beiden, bevor er noch in der Luft mit vollem Schub stürmte und einen weiteren Schwertschlag vorbereitete. Mittlerweile hatte Julian jedoch die Zielerfassung seiner Raketenwerfer beendet und feuerte sie direkt ab. Kurzmann feuerte jedoch selbst eine weitere Ladung Raketen ab, welche auf die von Julian treffen sollten. Gewaltige Explosionen bildeten sich rund um Kurzmann herum und machten es Julian unmöglich zu erkennen was dieser als nächstes tat. Dennoch hatte Julian rechtzeitig die Arme gehoben und fing das Großschwert mit seinen Arm-Klingen ab, als der Schlag, durch die Explosionen verdeckt, wie aus dem Nichts kommen sollte. Plötzlich versuchte Kurzmann den Kampfanzug von Julian mit dem anderen Arm zu packen, aber Julian wich erneut zurück und sah nun eine Chance auf einen Gegenangriff. Schnell stürmte er nach vorne und schlug mit beiden Arm-Klingen zu, aber Kurzmann hielt sein Schwert dazwischen und fing den Schlag ab.
„Wenn du so kämpfst Schneeflocke, sind wir morgen früh noch hier“, kommentierte Kurzmann überlegen und abfällig und Julian konnte leider nicht behaupten dass er unrecht hatte. Kurzmann hatte vielleicht den technisch unterlegenen Kampfanzug, aber definitiv wesentlich mehr Erfahrung und Kampftraining hinter sich. Julian bemerkte schnell dass er eigentlich keine Chance hatte. Er befand sich die meiste Zeit in der Defensive und versuchte nicht von Kurzmann getroffen zu werden, während dieser scheinbar mühelos einen Angriff auf den nächsten folgen ließ.
„Nun, das werden wir noch sehen“, antwortete Julian dennoch und stieß Kurzmann mit einem kurzzeitig erhöhten Krafteinsatz zurück bevor beide Maschinen in einen unglaublich schnellen Schlagwechsel gerieten, der Julian sogar eine gute Ecke zu schnell verlaufen sollte. Seine Handlungen basierten lediglich noch auf Instinkt und er empfand es als einziges Wunder, dass er nicht schon längst mehrere Treffer hatte einstecken müssen. Ob es Kurzmann wohl ähnlich erging oder waren dies für ihn alles kontrollierte Handlungen? Plötzlich stoppte Kurzmann den Schlagwechsel und richtete seine rote Energie-Waffe auf Julian aus. Julian war jedoch schneller und feuerte die Plasma-Kanonen im Torso seiner Maschine ab. Kurzmann war jedoch zurück und zur Seite gewichen und entkommen, während er nun zwei größere Projektile in langsamerer Abfolge aus der Waffe abgab.

Nur durch zwei gezielte seitliche Triebwerksstöße war es Julian möglich gewesen diesem überraschenden Angriff von Kurzmann zu entkommen. Nur sehr knapp fegten die beiden Projektile an seinem Exoskelet vorbei, während Julian die G-Kräfte dieser Stöße hart an sich reißen fühlte. Julian hatte nun also verstanden, dass die Schuss-Waffe die Kurzmann verwendete multifunktional war. Das hätte ihn gerade fast auf dem falschen Fuß erwischt. Es blieb ihm aber auch keine Zeit allzu lange darüber nachzudenken und sich dem Gefühl hinzugeben, dass er gerade hatte. Denn Kurzmann startete bereits den nächsten Angriff mit dem Großschwert. Ein Schlagangriff von oben nach unten, den Julian zwar abfangen konnte, aber er merkte auch wie die Attacke ihn und seinen Kampfanzug nach hinten aus dem Gleichgewicht werfen sollte. Ein weiterer Angriff von Kurzmann folgte direkt. Ein Stichangriff der so heftig ausgefallen war, dass Julian sogar einen ausgleichenden Schritt nach hinten nehmen musste um nicht nach hinten umzufallen. Aber Julian erkannte auch eine Chance und nutzte die beiden Strahlenwaffen wie sehr lange Energie-Klingen indem er beide Unterarme beim Abfeuern von Innen nach Außen bewegte. Hätte Kurzmann nicht mit Hilfe seiner Triebwerke einen sehr schnellen, hohen Sprung ausgeführt, wäre er wohl in der Mitte zerteilt worden. Es folgten fünf weitere Angriffe mit dem Großschwert, die Julian ebenfalls nur sehr notdürftig mit seinen Arm-Klingen abfangen konnte. Generell war dieses Großschwert ein viel zu großes Problem für Julian. Er musste es irgendwie schaffen es loszuwerden. Aber es wollte ihm einfach kein passender Plan dafür einfallen. Solche Dinge würden wahrscheinlich Kurzmann einfallen, aber Julian war dazu nicht fähig. Und so fing er weiter verzweifelt Schwertangriffe ab und versuchte das Gleichgewicht zu behalten, während er hin und wieder Plasma-Kanonen oder Strahlen-Waffen abfeuerte, Kurzmann jedoch immer um Längen verfehlte. Und je länger dieser Kampf andauerte umso klarer wurde Julian, dass Kurzmann ihn wahrscheinlich schon längst erledigt haben könnte. Aber er spielte lieber mit ihm, so viel hatte Julian nun verstanden. Genauso wie dass er eigentlich keine Chance auf einen Sieg hatte, selbst mit dieser mächtigen Alien-Technologie die er momentan nutzte nicht. Und dennoch… Christina, Sandra und Kim zählten auf ihn und er durfte unmöglich zulassen dass der Loop auslöste und Palmer zurück kehrte. Als Kurzmann gerade einen besonders heftigen Schlag ausführte entschied Julian sich dieses Mal ihn nicht mit seinen Arm-Klingen abzufangen, sondern zur Seite zu weichen. Tatsächlich krachte das Schwert mit voller Wucht in den Boden und blieb dort einen kurzen Moment stecken. Die Chance auf die Julian gewartet hatte, denn nun führte er selbst einen Schlag mit seinen Arm-Klingen aus und zwang Kurzmann nicht nur dazu schnell zurück zu weichen, sondern auch das gewaltige Großschwert zurück zu lassen. Schnell setzte Julian Schüsse aus seinen Plasma-Kanonen nach und fügte eine Ladung Raketen hinzu als die Zielerfassung ihm das gestattete. Kurzmann wirkte einen kurzen Moment überfordert mit der Situation und wich lediglich weiter nach hinten zurück wo er Julian mit gleich zwei dieser roten Energie-Waffen an beiden Armen im Schnellfeuermodus unter Feuer nahm, wohl um ihn von dem Großschwert weg zu zwingen, wie Julian annahm. Aber er nutzte schnell den frontalen Energie-Schild seines Kampfanzugs und fing sie so alle ab. Dann stürmte er vor und führte einen Faustschlag auf Kurzmann aus, der diesen schnell mit seinem eigenen Arm abfing und Julian mit einem starken Tritt zurück stieß. Julian schrie lautstark auf während er versuchte das Gleichgewicht zu halten, während ihn die Wucht des Trittes eine Meter zurück zum Großschwert schieben sollte.

Julian hatte nicht die Zeit sich von dem Schock dieses letzten Angriffs zu erholen, denn nun sollten zwei große rote Energie-Projektile in beide Schultern seines Exoskelets krachen und dort gewaltige Explosionen hinterlassen. Die Torso-Panzerung wurde extrem stark beschädigt und beide Plasma-Kanonen unbrauchbar. Es folgte eine Reihe Raketen wovon eine in die linke Schulter krachte, drei in den Beinbereich und zwei weitere frontal in den Torso, genau dorthin wo Julian selbst sich in dem Exoskelet befinden sollte. Gewaltige Explosionen zerstörten hauptsächlich Panzerung, aber auch die linke Schulter wurde vollständig zerstört, so dass der linke Arm nun nur noch nach unten hängen konnte. Kurzmann fügte weitere Schläge gegen die Frontal-Panzerung die Julian selbst beschützte hinzu und jeder Treffer verbog sie und schob sie weiter in Julians Richtung. Lediglich noch ein paar Schläge und die Panzerung würde Julian in dem Exoskelet zerquetschen. Er musste etwas unternehmen. Er konnte diese möderische Ratte nicht einfach dieses Duell gewinnen lassen. Und so packte Julian mit dem rechten Arm seines Kampfanzugs schnell den Kopf des Exoskelets von Kurzmann und quetschte diesen so fest er konnte, während er so viel Zug darauf ausübte wie die Mechanik einer eigenen Maschine es zulassen sollte. Aber Julian musste leider zugeben, dass der Kopf dieser Maschine unglaublich stabil gebaut sein sollte. Wahrscheinlich hatte der Erfinder, Julian vermutete es war Palmer, gewusst dass man diesen als Schwachstelle wahrnehmen würde und ihn besonders stabil gebaut und auch am Gesamtkonstrukt angebaut. Verzweifelt versuchte Julian mehr Kraft aufzubringen, aber leider hatte die mechanische Konstruktion des Kampfanzugs in diesen Dingen ebenfalls eine Grenze, auch wenn er vollständig aus Alien-Technologie bestand. Ein weiterer Schlag von Kurzmann gegen die Frontal-Panzerung und mittlerweile war sie lediglich noch ein paar Zentimeter von Julian entfernt. Das hier würde er nicht akzeptieren. Er war zwar bereits viele Tode gestorben, aber diesen würde er nicht einfach akzeptieren. Und so rammte er nun den Fuß seines Exoskelets gegen den Torso von dem von Kurzmann und nutzte dessen zusätzliche Kraft um tatsächlich in einer ruckartigen Bewegung den Kopf von Kurzmanns Exoskelet auszureißen. Ein lautes metallisches Krachen bildete sich und kleine Metallsplitter spritzten unkontrolliert in alle Richtungen. Im Anschluss taumelte die Maschine von Kurzmann einige Schritte zurück. Offensichtlich hatte Julian gerade das Wahrnehmungszentrum der Maschine entfernt und Kurzmann hatte keine Orientierung mehr. Als Kurzmann mit beiden roten Energie-Kanonen in zwei zufällig wirkende Richtungen feuerte in denen sich Julian definitiv nicht befand, erschien es diesem sogar schon wie eine panische Reaktion. Er durfte jetzt nicht einfach nach lassen und so setzte er zwei weitere Faustschläge gegen den Torso-Panzer von Kurzmann nach der sich auf ähnliche Weise einbeulte wie sein eigener und fügte dann einen Fußtritt hinzu der den Oberst des Militärs sogar nach hinten schleuderte, wo er auf dem Rücken aufkommen sollte. Schnell griff Julian nun nach dem Großschwert, dass eigentlich Kurzmann gehörte und stürmte mit diesem auf den Oberst zu. Dieser schien immer noch orientierungslos auf dem Rücken zu liegen und könnte daher den finalen Schlag nicht einmal kommen sehen. Nur noch ein Schlag von oben nach unten und die Sache wäre erledigt.

Huh? Was war denn nun passiert? Vor einer Sekunde hatte Julian noch völlig die Oberhand über dieses Gefecht. Und plötzlich war das Schwert einfach aus seiner Hand verschwunden, so dass der Schlag lediglich mit der bloßen Faust in der Luft ausgeführt worden war. Aber noch schlimmer war dass Oberst Kurzmanns Exoskelet gerade wieder vollständig wieder hergestellt worden war. Der Kopf war wieder da und höchst wahrscheinlich auch die Orientierung von Kurzmann. Während Julian noch versuchte seine Verwirrung darüber was gerade geschehen war zu verarbeiten hatte Kurzmann sich jedoch wieder aufgerichtet und stürmte erneut auf Julian zu. Ein weiterer Schlag gegen den Front-Panzer und Julian konnte das kalte Metall bereits an sich fühlen. Zu seinem Glück erinnerte er sich gerade an eine weitere Waffe über die sein Exoskelet verfügte. Noch während Kurzmann zum nächsten Schlag ausholte öffneten sich im seitlichen Torso-Bereich von Julians Kampfanzug zwei weitere Waffenschächte die sich beim Abfeuern als die Schall-Kanonen heraus stellten, die er bereits in Aktion gesehen hatte als fünf dieser Exoskelete ihn aus Kurzmanns und Palmers Gewalt geholt hatten. Aus dieser Nähe war es auch selbst für Kurzmann unmöglich dem Angriff noch auszuweichen. Ein mächtiges, tiefes, dumpfes Geräusch bildete sich als die Waffe abgefeuert wurde, aber nicht den geringsten Schaden an dem Militär-Exoskelet selbst hinterließ. Stattdessen schoss eine Blutfontäne aus dem Frontalbereich und Julian hätte schwören können Kurzmanns Schmerzensschreie durch die beiden gewaltigen Metallgebilde hindurch gehört zu haben, als er offensichtlich einfach zerplatzt war. Bevor jedoch das Exoskelet nach vorne umkippen konnte, begann sich das Blut genauso schnell wie es heraus gespritzt war wieder in das Exoskelet zurück zu ziehen, welches schnell einen ausgleichenden Schritt nach vorne trat und nun waren sowohl Kampfanzug als auch Pilot wieder im gleichen Zustand wie zuvor. Verdammt, wie hatte Julian das Zeit-Arm-Band entfallen können, dass er nun mehrfach bei Palmer in Aktion erlebt hatte? Es war doch völlig klar gewesen, dass Kurzmann ebenfalls ein solches Exemplar tragen würde. Was Julian nicht hätte vorher sehen können, war dass es auch auf Exoskelete und möglicherweise auf Fahrzeuge die der Träger bemannte angewandt werden konnte, aber das spielte für sein Versäumnis nur eine begrenzte Rolle.
„Das war ein mieser billiger Trick…“, kommentierte Julian die Situation und Kurzmann konnte sich offensichtlich ein lautstarkes Lachen nicht verkneifen.
„Vielleicht… Aber im Krieg sind alle billigen Tricks erlaubt. Wer am Ende gewinnt, der lebt und der andere stirbt“, kommentierte er dann plötzlich ernst und völlig nüchtern und Julian konnte der Logik in seinen Worten nichts entgegen setzen, deshalb regten sie ihn wahrscheinlich gerade auch so sehr auf. Deshalb oder weil das alles erneut bedeutete dass er versagt hatte. „Hier Oberst Kurzmann. Angriff beginnen“, konnte Julian den Hochrangigen Militär-Offizier dann durch dessen Kommunikationsgerät sprechen hören und schon im nächsten Moment fegten mehrere Militär-Jets an dem Raumschiff über den beiden vorbei und nahmen dieses mit Bordkanonen und Raketen unter Feuer. Mehrere Explosionen überzogen es und rissen ganze Stücker aus der Konstruktion heraus.
„Du hattest niemals vor das Schiff und meine Leute darin zu verschonen…“, stellte Julian dann fest und er konnte fühlen wie er innerlich zusammen brach wenn er an sein eigenes Versagen und seine Dummheit dabei dachte.
„Richtig kleine Schneeflocke. Und jetzt bist du dran… Und wenn ich erst Palmer wieder zurück habe werde ich endlich im Stande sein die stärkste Militärmacht der Welt zu stellen. Niemand wird noch verhindern können, dass unser Land wieder zu der Größe findet, die es einst hatte“, begann Kurzmann dann zu sprechen und richtete sein Großschwert wieder auf Julian aus.
„Ach so… Heil Hitler oder wie jetzt?“, kommentierte Julian lediglich sarkastisch.
„Besser als das. Dieser Loser hat kurz vor dem Ende versagt. Ich werde das nicht. Und du wirst mir dabei auch nicht im Wege stehen“, antwortete Kurzmann.
„Oh doch das werde ich. Genau jetzt und genau hier“, kommentierte Julian und fuhr noch ein letztes Mal die Armklinge seines rechten Arms aus, bevor sie beide wütend schreiend aufeinander zustürmten und den letzten Schlag ausführten. Beide durchschlugen den Torso des jeweils anderen Exoskelets. Aus beiden Maschinen wurden gewaltige Stücke und kleinere Verbindungsteile gerissen. Blut spritzte aus dem inneren beider Maschinen. Dann wurde für Julian alles Schwarz. Er wusste nicht ob er tot war, er wusste auch nicht ob er Kurzmann noch erwischt hatte. Alles was er wusste, war dass alles schwarz wurde und es keine Option für Julian geben sollte noch irgendetwas zu unternehmen.
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So, da ist er. Der neue Teil von Lost in Time. Auf der einen Seite mag ich ihn, weil ich es geschafft hab einen Mecha VS Mecha-Fight in die Geschichte rein zu schmuggeln :mrgreen: , auf der anderen Seite ist genau das auch irgendwie das Problem das ich damit hab. Immerhin ist der Teil eigentlich nur Setup und Ausführung des Duells zwischen Julian und Kurzmann. Ich hoffe trotzdem jemand hat die Action-Szene ganz gerne gelesen und ich hoffe dass durchaus raus kam dass Julian das Duell eigentlich gewonnen hat und Kurzmann lediglich den Trick mit dem Zeitarmband hatte um die Situation für sich zu entscheiden. Es war eigentlich noch einiges mehr für das Kapitel geplant, aber da das eh schon ein ziemlich langes Ding geworden ist, fiel das leider entweder der Kürzungsscheere zum Opfer oder wurde ins nächste Kapitel verschoben. Daher seid gespannt auf das nächste Kapitel, welches den Titel "Die größte aller Bedrohungen" tragen wird. Sollte eigentlich schon Spoiler genug sein und wenn nicht, dann seid gespannt was am Ende darin steht. :mrgreen:
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