Star Trek: Voyager - Across the Unknown
Star Trek: Voyager - Across the Unknown
Star Trek: Voyager – Across the Unknown punktet in erster Linie mit seiner hohen Wiederspielbarkeit. Durch unterschiedliche Herangehensweisen beim Ausbau der Voyager und verschiedene Strategien im Techtree fühlt sich nicht jeder Durchlauf gleich an. Besonders der große Technologiebaum weiß zu überzeugen, weil er auch ungewöhnliche Features wie Tarnung oder Disruptoren bietet. Das sorgt zumindest anfangs für echte Neugier. Richtig stark sind außerdem die 3D-gerenderten Zwischensequenzen, die mit hoher Detailgenauigkeit glänzen und optisch deutlich mehr hermachen als der Rest des Spiels. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man die Voyager – entsprechende Technologien vorausgesetzt – nach den eigenen Vorlieben umbauen kann. Das vermittelt ein gewisses Gefühl von Kontrolle und Individualisierung.
Neutral fällt vor allem die Musik auf. Der Originalsoundtrack ist stimmig und passt zur Atmosphäre, bleibt aber insgesamt eher unauffällig im Hintergrund. Bei der Sprachausgabe merkt man, dass zu wenige Originalsprecher im Englischen dabei sind, und auch die deutsche Synchronisation wirkt nicht durchgehend hochwertig. Das Speichersystem ist ebenfalls diskutabel: Aktuell sind keine klassischen Savegames möglich. Sinnvoller wäre eine Abstufung je nach Schwierigkeitsgrad – im Story-Modus jederzeit speichern und laden, im normalen Modus zu Beginn jedes Events und im Survival-Modus zu Beginn jedes Sektors. Die automatischen Zufallswerte beim Ressourcenfarmen und bei Events wirken zudem unnötig passiv; ein kleines Minispiel mit aktiver Beteiligung würde deutlich mehr Dynamik bringen. Problematisch ist auch, dass man relativ schnell herausfindet, welche Technologien und Gebäude Priorität haben. Dadurch verliert der Survival-Aspekt stark an Spannung, weil die Voyager und ihre Crew nach kurzer Zeit kaum noch ernsthafte Probleme bekommen. Insgesamt bleibt das Gameplay trotz guter Grundidee recht flach und schöpft sein Potenzial nicht aus.
Negativ stechen vor allem die 2D-Zeichnungen der Schiffe und Charaktere sowie die 3D-Modelle der Figuren hervor – beides wirkt qualitativ schwach und teilweise schlicht unschön. Dazu kommt, dass Texte nicht immer komplett übersprungen werden können; ständig die Maustaste gedrückt halten zu müssen, ist auf Dauer lästig. Das gesamte Design orientiert sich spürbar an Handyspielen, was nicht jedem gefallen dürfte. Gespielt wird auf einem 2D-Spielfeld mit festen 3D-Objekten, auf dem sich die Voyager lediglich hin und her bewegt – spielerisch ist das sehr eingeschränkt. Trotz levelnder Heldencrew gibt es keine echten RPG-Mechaniken, was verschenktes Potenzial ist. Hinzu kommen stark repetitive Aufgaben, vor allem beim Ressourcensammeln, und insgesamt zu wenig Abwechslung. Das Tutorial ist leider ein echter Stimmungskiller. Es lässt sich weder überspringen noch deaktivieren und erscheint bei jedem neuen Spielstart erneut – selbst wenn man längst alles auswendig kennt. Gerade bei einem Titel mit hoher Wiederspielbarkeit ist das unnötig frustrierend und bremst den Spielfluss spürbar aus. Eine einfache Option zum Überspringen oder Abschalten wäre hier absolut notwendig.
Unterm Strich steckt eine gute Idee hinter dem Spiel, aber die Umsetzung bleibt deutlich hinter den Möglichkeiten zurück.
Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

- Child of Bodom
- Gardist

- Beiträge: 1363
- Registriert: Sa 18. Jan 2014, 20:53
Re: Star Trek: Voyager - Across the Unknown
Insgesamt ein durchaus hilfreiches Review, dass das Bild des Games durchaus klarer macht. Ich habe im Trailer durchaus einige Mechaniken aus anderen Games wieder gefunden, so wie der Schiffsinnenausbau der eindeutig dem Basisbau aus den X-Com-Games geklaut wurde oder von The Alters, welches das aber ebenfalls schon von X-Com hatte. Dann halt die üblichen Text-Fenster mit 2 oder mehr Entscheidungsoptionen, die Sternen-Karte zum Reisen, ... Insgesamt eigentlich alles Dinge die man so aus anderen Games kennt, aber halt auf Voyager angepasst. Was ich absolut nicht einordnen kann ist das Kampfsystem, dass sie im Trailer zeigen. Optisch sieht es aus als wäre es ungefähr so wie das Selbstfliegen in Star Trek - Bridge Commander. Aber ich kann´s jetzt aus dem Trailer irgendwie nicht ganz herleiten. Es könnte auch ganz was anderes sein. Da würde ich mir etwas Aufklärung wünschen.
Und was jetzt nicht ganz 100%ig aus deinen Aussagen hervor geht ist ob du tatsächlich eine Empfehlung dafür geben kannst oder nicht. Gerne auch eine für Voyager-Fans und eine für welche die es nicht sind, da ich mir vorstellen kann dass es einen Unterschied machen könnte.
Re: Star Trek: Voyager - Across the Unknown
Aktuell würde ich von einem Kauf abraten.
Lieber noch eine ganze Weile warten.
Day 2 Patch hat die Saverate erhöht und es wurde auch angekündigt, dass manuelle Save in Arbeit sind. Das war der größte Kritikpunkt der Mehrheit der Spieler.
Das Kampfsystem ist recht simpel:
Du gibst kurz Befehle und der rest läuft automatisch. Das einzige manuelle sind die Sonderfähigkeiten der Brückenoffiziere, sowie das Abfeuern der Torpedos.
Lieber noch eine ganze Weile warten.
Day 2 Patch hat die Saverate erhöht und es wurde auch angekündigt, dass manuelle Save in Arbeit sind. Das war der größte Kritikpunkt der Mehrheit der Spieler.
Das Kampfsystem ist recht simpel:
Du gibst kurz Befehle und der rest läuft automatisch. Das einzige manuelle sind die Sonderfähigkeiten der Brückenoffiziere, sowie das Abfeuern der Torpedos.
Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

